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An intersectional multi-level-analysis on the social positioning of contemporary Muslim Hausa women in Northern Nigeria
Laura Potthast
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Martina Kaller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78873
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25168.35081.130238-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die intersektionalen Strukturen, innerhalb derer muslimische Hausa-Frauen in Nordnigeria ihren Alltag gestalten. Dabei geht sie der Frage nach, ob der Islam ein Hindernis oder eine Möglichkeit für die Emanzipation dieser Frauen darstellt. Die Analyse wird in die übergeordnete Debatte eingebettet, ob ein Konzept wie Gender Equality universell anwendbar ist oder ob es kultureller Relativierungen bedarf. Methodologisch erfolgt die Untersuchung in mehreren Schritten auf Basis der intersektionalen Mehrebenenanalyse nach Gabriele Winker und Nina Degele. Zunächst wird das Leben muslimischer Hausa-Frauen in drei Ebenen unterteilt. Die erste ist die individuelle Ebene, auf der sich Selbstkonstruktionen auf Grundlage von Zugehörigkeiten zu sozialen Kategorien – wie Geschlecht oder Klasse – und sozialen Interaktionen vollziehen. Die hierfür verwendeten Quellen sind qualitative Interviews mit Hausa-Frauen aus urbanen Zentren wie Kano sowie aus ländlichen Regionen Nordnigerias. Die zweite Ebene umfasst soziale Repräsentationen, die ebenfalls durch soziale Zugehörigkeiten geprägt sind und direkten Einfluss auf individuelle Selbstbilder haben. Hierfür werden Literatur, Filme und Folktales herangezogen. Die dritte Ebene bilden institutionelle Strukturen wie das Scharia-Gesetz sowie aktivistische Organisationen, die beeinflussen, welche Identitätskonstruktionen privilegiert oder diskriminiert werden. Die Analyse zeigt, dass muslimische Hausa-Frauen insbesondere innerhalb religiös geprägter Organisationen eine Form der Emanzipation praktizieren, die ihre Glaubensgrundlagen nutzt. Damit widerspricht die Arbeit der weit verbreiteten Annahme, der Islam verhindere weibliche Emanzipation in stark traditionellen Gesellschaften. Sie macht zudem deutlich, wie wichtig es ist, Entwicklungsarbeit lokal verankert zu gestalten, Frauenorganisationen Raum zu geben und kulturelle Kontexte ernst zu nehmen. Zugleich betont die Arbeit, dass Frauen weltweit ein universelles Bedürfnis nach Emanzipation innerhalb ihrer Lebensrealitäten teilen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gender und Islam Hausa-Frauen Nordnigeria Intersektionalität Grassroot-Aktivismus
Schlagwörter
(Englisch)
Faith-Based Women's Organizations Intersectionality Hausa Women Grassroot Activism Northern Nigeria
Autor*innen
Laura Potthast
Haupttitel (Englisch)
An intersectional multi-level-analysis on the social positioning of contemporary Muslim Hausa women in Northern Nigeria
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
1, 83 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Martina Kaller
Klassifikationen
11 Theologie > 11.80 Islam. Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara ,
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
AC Nummer
AC17596771
Utheses ID
76355
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
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