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Manifesting the "urban frontier" in Beirut's southern peripheries
Imad Haydar
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Dieter Bruggeman
DOI
10.25365/thesis.79809
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25816.18886.596153-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Kontext der Nachkriegsentwicklung wird Stadtplanung zu einem Instrument, durch das Macht, Konflikt und räumliche Dominanz geformt werden. Im Libanon konzentrierte sich der Wiederaufbau Beiruts nach dem Bürgerkrieg ausschließlich auf das Stadtzentrum und bediente dabei in erster Linie elitäre Interessen, wodurch räumliche Ungleichheiten entstanden. Diese Herangehensweise schuf eine zentralisierte Erzählung der Nachkriegsentwicklung, die die Peripherien ausschloss, in denen sich neue urbane Dynamiken herausbildeten. Diese Forschung untersucht die Transformation der südlichen Peripherien Beiruts – insbesondere der Viertel Jnah, Bir Hassan und Chiyah – hin zu dem, was diese Arbeit als Urban Frontiers konzeptualisiert: Räume, die bewusst durch sektiererische Logiken, Territorialität und politische Dominanz geformt wurden. Im Gegensatz zu natürlich gewachsenen Gebieten haben diese peripheren Räume einen Paradigmenwechsel erfahren und Merkmale der Urban Frontier angenommen – durch geplante Formen des Ausschlusses und der Aneignung. Die Untersuchung befasst sich mit zwei zentralen Herausforderungen: Zum einen mit dem Erkenntnisproblem, wie und warum sich diese Peripherien in Urban Frontiers verwandelt haben. Zum anderen mit dem Handlungsproblem, das potenzielle Ansätze erfordert, wie diese Räume neu gedacht werden können, um urbane Reformen und Inklusivität zu fördern. Methodisch verfolgt die Studie einen exozentrischen Ansatz, der den Fokus vom Stadtzentrum auf die Randzonen verschiebt. Die Datenerhebung umfasst historische und archivarische Quellen sowie umfangreiche Feldforschung, darunter Beobachtungen, reflexive Kartierungen und informelle Interviews in drei Fallstudien. Diese beinhalten öffentliche Grünräume, nationale Wahrzeichen sowie informelle urbane Strukturen, die verschiedene Ausprägungen der Urban Frontier veranschaulichen. Letztlich zielt diese Forschung – im Licht der Forschungsfrage – darauf ab, die Frontier nicht nur als exklusive Grenze, sondern auch als Schnittstelle neu zu denken: als Ort des Potenzials für Erneuerung, Durchlässigkeit und kollektive urbane Zukünfte.
Abstract
(Englisch)
In the context of post-war development, urban planning becomes a tool through which power, conflict, and spatial dominance are shaped. In Lebanon, the post-civil war reconstruction of Beirut has focused solely on the capital’s center, largely serving elite interests while creating spatial inequalities. This has created a centralized narrative of post-war reconstruction development that excluded the peripheries, where new urban dynamics have emerged. This research investigates the transformation of Beirut’s southern peripheries, within the neighborhoods of Jnah, Bir Hassan, and Chiyah, to what this thesis conceptualizes as Urban Frontiers; spaces that are deliberately shaped by sectarian logics, territoriality and political dominance. Distinct from the naturally evolved areas, these peripheral spaces have witnessed a paradigm shift and have assimilated the characteristics of the Urban Frontier through planned forms of exclusion and appropriation. The research addresses two core challenges, first a problem of knowing how and why these peripheries have transformed into Urban Frontiers. Second, a problem of doing, requiring potential solutions through which these spaces might be reimagined to foster urban reformation and inclusivity. Methodologically, this study adopts an exocentric approach that shifts focus from the city center to its peripheral zones. Data will include historical and archival sources coupled with intensive fieldwork that involves observation, reflective mapping, and informal interviews across three case studies. These include green public spaces, national landmarks and informal urban fabrics that reflect different ways and forms in which the Urban Frontier is manifested. Ultimately, and in light of the research question, this research seeks to reframe the Frontier not only as an exclusive limit, but also as an interface, a site for potential regeneration, permeability, and collective urban futures.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nachkriegswiederaufbau Sektiererischer Urbanismus Periphere Entwicklung Umkämpfte urbane Räume Räumliche Gerechtigkeit Urbane Reform
Schlagwörter
(Englisch)
urban frontier Beirut Lebanon Post-war reconstruction Sectarian urbanism Peripheral development Contested urban spaces Spatial justice Urban reformation
Autor*innen
Imad Haydar
Haupttitel (Englisch)
Manifesting the "urban frontier" in Beirut's southern peripheries
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
83 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Dieter Bruggeman
Klassifikation
89 Politologie > 89.59 Politische Prozesse. Sonstiges
AC Nummer
AC17728828
Utheses ID
76367
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
