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Multilingual vocabulary logs in Austrian middle schools
a study on enhancing vocabulary retention through plurilingualism
Ines Lara Omerovic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Französisch
Betreuer*in
Christiane Dalton-Puffer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78788
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25942.15660.647048-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht den Einsatz mehrsprachiger Vokabelprotokolle (MVLs) als didaktisches Instrument zur Förderung des Wortschatzerwerbs und des metasprachlichen Bewusstseins von Schülerinnen im Englischunterricht an einer österreichischen Mittelschule. Im Rahmen eines mehrsprachigen Bildungsansatzes wird erforscht, wie MVLs, die darauf ausgerichtet sind, auf das gesamte sprachliche Repertoire der Lernenden zurückzugreifen, ein inklusiveres und effektiveres Vokabellernen unterstützen können. Die Untersuchung basiert auf einem Aktionsforschungsprojekt (Action Research) sowie einem Mixed-Methods-Design, das qualitative Daten (Schüler*innenfragebögen, Interviews und ausgefüllte MVLs) mit quantitativen Daten (Vokabelwiederholungstests und Schülerinnenfragebögen) kombiniert. Die teilnehmenden Schüler*innen verfügten über vielfältige sprachliche Hintergründe und nutzten neben Deutsch und Englisch regelmäßig eine oder mehrere Sprachen. Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler*innen, nachdem sie begannen mit MVLs zu arbeiten, eher Verbindungen zwischen Wörtern in verschiedenen Sprachen herstellten, was ihren langfristigen Wortschatzerwerb unterstützte. Zudem berichteten die Lernenden von erhöhter Motivation, einem gestärkten Identitätsgefühl und einem besseren Verständnis sprachübergreifender Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Der Einsatz von MVLs förderte ihre Fähigkeit zur Reflexion sowie ihre Autonomie im Lernprozess, da sie ihr vorhandenes sprachliches Wissen gezielt in neuen Kontexten einsetzen konnten. Gleichzeitig verweist die Studie auf bestehende Herausforderungen im Zusammenhang mit einsprachigen Standards im österreichischen Schulwesen, etwa die geringe institutionelle Unterstützung für Lehrpersonen und die unzureichende Berücksichtigung von Erstsprachen im formalen Unterricht. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass MVLs eine niederschwellige und wirkungsvolle Maßnahme darstellen, um sowohl fachsprachliche Kompetenzen als auch inklusive Unterrichtspraktiken zu fördern. Sie plädiert für eine grundsätzliche Neuausrichtung hin zu mehrsprachigen Didaktiken, die sprachliche Vielfalt nicht als Hindernis, sondern als Ressource anerkennen und aktiv einbinden. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zu aktuellen Diskursen in der angewandten Linguistik, Sprachdidaktik und Bildungspolitik und bieten sowohl theoretische Impulse als auch praxisnahe Empfehlungen für Lehrkräfte und Lehrplangestaltende in mehrsprachigen Lernumgebungen.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores the use of multilingual vocabulary logs (MVLs) as a pedagogical tool to enhance vocabulary acquisition and metalinguistic awareness among students in an Austrian middle school English as a Foreign Language (EFL) class. Set within a plurilingual educational framework, the study investigates how MVLs, that are designed to draw on learners’ full linguistic repertoires, can support more inclusive and effective vocabulary learning. The research was conducted using an action research design and a mixed-methods approach, combining qualitative data (student questionnaires, student interviews, and completed MVLs) with quantitative data (vocabulary revision tests and student questionnaires). The participants included students with diverse language backgrounds, many of whom regularly use one or more home languages in addition to German and English. Findings indicate that students who engaged with MVLs were more likely to form meaningful connections between words in different languages, which aided their long-term vocabulary retention. Moreover, students reported increased motivation, a stronger sense of identity validation, and a better understanding of cross-linguistic similarities and differences. The use of MVLs encouraged them to become more reflective and autonomous learners, capable of leveraging their existing linguistic knowledge in new learning contexts. However, the study also highlights persistent challenges related to monolingual norms in Austrian schools, including limited institutional support for teachers and the underrepresentation of home languages in formal instruction. The thesis concludes that MVLs can serve as a low-threshold, high-impact intervention for fostering both academic language competence and inclusive classroom practices. It argues for a broader shift toward plurilingual pedagogies that recognize and actively incorporate linguistic diversity, not as a barrier, but as a resource. The findings contribute to current discussions in applied linguistics, language didactics, and education policy, offering both theoretical insight and practical implications for teachers and curriculum developers in multilingual learning environments.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mehrsprachigkeit Wortschatz
Schlagwörter
(Englisch)
Multilingualism Vocabulary
Autor*innen
Ines Lara Omerovic
Haupttitel (Englisch)
Multilingual vocabulary logs in Austrian middle schools
Hauptuntertitel (Englisch)
a study on enhancing vocabulary retention through plurilingualism
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
105 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christiane Dalton-Puffer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17591502
Utheses ID
76373
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 509 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1