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Authenticity of urban honey
specific challenges for palynology and how diversification of methods can overcome them
Karen Kölzer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doctor of Philosophy-Doktoratsstudium Naturwissenschaften (Lebenswissenschaften): Biologie
Betreuer*in
Martina Weber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79526
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26815.29062.693768-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die zunehmende Beliebtheit urbaner Bienenhaltung macht auch die Etablierung neuer Analysekriterien notwendig, mit denen die Authentizität von Stadthonigen beurteilt werden kann. Die vorliegende Arbeit untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren die botanischen Merkmale von Stadthonig mittels Pollenanalyse. Sie zeigt die wichtigsten Trachtpflanzen für Honigbienen in zwölf mitteleuropäischen Städten auf. Zwei lichtmikroskopische Präparationsmethoden (Hydratation und Acetolyse) wurden angewendet, um deren jeweilige Vorteile miteinander zu vergleichen. Darüber hinaus hebt die Studie hervor, wie wichtig frei zugängliche Referenzdatenbanken für die zuverlässige Pollenbestimmung sind. Das Nahrungsangebot für Honigbienen im urbanen Raum ist geprägt von besonderen ökologischen und soziokulturellen Merkmalen sowie einer großen Heterogenität an Grünflächen. In der hohen Pollenvielfalt im Honig spiegelt sich die lokale Vegetation mit vielfältigen privaten und städtischen Anpflanzungen wider. Klimawandel-angepasste Ziergehölze sind in beinahe allen Honigproben vertreten. Spätblühende „Exoten“ und/oder invasive Baumarten wie der Götterbaum (Ailanthus altissima) oder der japanische Schnurbaum (Sophora japonica) verlängern den Sammelzeitraum städtischer Honigbienen. Am Stadtrand spielen landwirtschaftlich genutzte Pflanzen nur eine untergeordnete Rolle. Variationen in den Pollenspektren unterschiedlicher Jahre sind auf abiotische Parameter wie die jeweiligen Witterungsbedingungen zurückzuführen. Sowohl die Hydratation als auch die Acetolyse eignen sich gut für die Bestimmung der Pollentypen und ihrer relativen Häufigkeiten im Honig. Die Hydratation ist insbesondere bei Diversitätsstudien vorzuziehen. Ergänzende Verfahren wie DNA- Metabarcoding können interessante zusätzliche Einblicke geben. Diese Forschungsarbeit liefert die Basis für die Weiterentwicklung sowohl der wissenschaftlichen Methodik als auch der regulatorischen Rahmenbedingungen für die Bewertung von Stadthonigen. Sie zeigt, dass die Lichtmikroskopie weiterhin ein relevantes Instrument für melissopalynologische Untersuchungen ist. Die Ergebnisse können als Grundlage für weiterführende Studien im Kontext von Ökologie, Klimawandel und dem Sammelverhalten von Honigbienen dienen. Konventionelle Herkunftsanalysen sind so zu überarbeiten, dass sie den Besonderheiten von Stadthonigen flexibel gegenüberstehen und das für Städte typische globalisierte, heterogene Trachtangebot widerspiegeln.
Abstract
(Englisch)
As the popularity of urban beekeeping continuously increases, there is a growing need to establish analytical criteria for the authenticity of urban honey. Across three years, this research investigates the botanical characteristics of urban honey through pollen analysis and reveals the most important foraging plants for honeybees in twelve Central European cities. Two preparation methods for light microscopy (hydrated and acetolysed) were applied to compare their advantages for melissopalynological analysis. Additionally, the role of open-access databases in supporting pollen identification was elaborated. Urban foraging resources are defined by the distinctive ecological and socio-cultural features of cities. Pollen spectra in honey from urban apiaries show high floral diversity, shaped by the heterogeneity of managed green spaces. They strongly reflect local vegetation patterns influenced by private and municipal planting schemes. Climate-adapted urban trees are notably present in almost all samples. Late-flowering ornamental and/or invasive trees such as Ailanthus altissima and Sophora japonica extend the urban foraging season. In suburban honey, agricultural crops play only a minor role. Year-to-year variation in honey from the same apiary can be attributed to various abiotic parameters, including weather conditions. Both the hydrated and acetolysed method are effective for the identification of common pollen types and their relative abundances. The hydrated method is more suitable in diversity studies. DNA metabarcoding may offer complementary insights. This study provides a foundation for refining both scientific methodology and regulatory frameworks for the assessment of urban honey. It shows that light microscopy remains a relevant analysis tool. Results may serve further studies in the context of ecology climate change and honeybee foraging. To reflect the globalised and heterogeneous floral compositions typical of urban environments, traditional geographic labelling frameworks may require revision.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pollenanalyse Melissopalynologie Honigbienen Imkerei Blühvielfalt Trachtpflanzen Städtische Grünflächen Bestäuber Stadtökologie Pollenforschung Lichtmikroskopie
Schlagwörter
(Englisch)
pollen analysis melissopalynology honeybees beekeeping floral diversity foraging resources urban green spaces pollinators microscopy
Autor*innen
Karen Kölzer
Haupttitel (Englisch)
Authenticity of urban honey
Hauptuntertitel (Englisch)
specific challenges for palynology and how diversification of methods can overcome them
Paralleltitel (Deutsch)
Authentizität von Stadthonigen
Paralleluntertitel (Deutsch)
spezifische Herausforderungen für die Pollenanalyse und wie sich diese durch Methodendiversifizierung überwinden lassen
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
173 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Gennaro Di Prisco ,
Bozena Mitic
Klassifikation
42 Biologie > 42.59 Botanik. Sonstiges
AC Nummer
AC17690057
Utheses ID
76385
Studienkennzahl
UA | 794 | 685 | 437 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1