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Essays on environmental and public policy
Andrei Kalk
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doctor of Philosophy-Doktoratsstudium Wirtschaftswissenschaften: (Diss.Gebiet: VWL, DK: Vienna Graduate School of Economics)
Betreuer*innen
Gerhard Sorger ,
Alexandra Brausmann
DOI
10.25365/thesis.79299
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27679.22466.301358-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation untersucht, wie Umwelt- und Sozialpolitik (insbesondere die Sozialversicherung) und/oder deren Wirksamkeit durch individuelle Motivationen, politische Erwägungen und soziale Interaktionen beeinflusst werden können. Das erste Kapitel analysiert das Zusammenspiel zwischen den durch ein "Warm-Glow''-Motiv getriebenen Umweltanstrengungen von Individuen und der öffentlichen Umweltpolitik. Anhand eines Wachstumsmodells, in dem Umweltqualität ein öffentliches Gut ist, zeige ich, dass in Abwesenheit staatlicher Eingriffe durch den Warm Glow das Produktionsniveau sinkt und die Umweltqualität steigt. Greift jedoch der Staat ein, hat eine stärkere Warm-Glow-Motivation langfristig negative Auswirkungen auf beide Variablen. Dies deutet darauf hin, dass die Förderung privater Maßnahmen kontraproduktiv für die zukünftige Nachhaltigkeit sein kann, wenn öffentliche Politiken bereits existieren. Das zweite Kapitel, gemeinsam mit Gerhard Sorger verfasst, untersucht die Auswirkungen politischen Drucks auf die optimale Klimapolitik. Ein zentrales Merkmal des vorgeschlagenen Modells ist seine Fähigkeit, dynamische Inkonsistenz in der politischen Umsetzung abzubilden. Unsere Ergebnisse liefern eine neue Begründung dafür, warum grünes Lobbying zu einer weniger strengen Regulierung von Emissionen führen kann. Wir zeigen außerdem, dass politischer Druck aus dem verschmutzenden Sektor zu einer höheren staatlich gewählten Investitionsrate in saubere Energie führt und langfristig den Energiemix zugunsten erneuerbarer Energien verschieben kann. Das dritte Kapitel, gemeinsam mit Kirill Borissov verfasst, untersucht die aggregierten und verteilungspolitischen Auswirkungen einer umlagefinanzierten Rentenversicherung. In unserem Modell unterliegen individuelle Entscheidungen sozialen Vergleichsprozessen, was dazu führen kann, dass arme Familien keine Erbschaften hinterlassen. In diesem Fall erhöht die umlagefinanzierte Rentenversicherung die langfristige Vermögensungleichheit. Gleichzeitig steigt jedoch auch der langfristige Kapitalstock – im Gegensatz zu den Fällen, in denen entweder keine oder alle Familien Erbschaften hinterlassen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, bei der Analyse von Rentensystemen die Heterogenität im Erbschaftsverhalten zu berücksichtigen. Insgesamt können die Erkenntnisse dieser Dissertation zur Gestaltung zukunftsorientierter Politiken beitragen, die den Herausforderungen der Nachhaltigkeit durch den Klimawandel und den demografischen Wandel begegnen.
Abstract
(Englisch)
This dissertation examines how environmental and public (social security) policies and/or their effectiveness can be affected by individual motivations, political considerations, and social interactions. The first chapter studies the interplay between individuals' warm-glow-driven environmental efforts and public environmental policy. Using a growth model with environmental quality as a public good, I show that without government intervention, the strength of warm glow reduces output but improves environmental quality in the long run. When the government intervenes, however, the warm-glow strength has a negative long-run effect on both variables. This suggests that advocating for private actions may be counterproductive for future sustainability when public policies are in place. The second chapter, co-authored with Gerhard Sorger, studies the implications of political pressure for optimal climate policy. A key feature of the proposed model is its ability to capture dynamic inconsistency in policy implementation. Our findings offer a new rationale for why green lobbying can make pollution regulation less stringent. We also show that political pressure from the polluting sector leads to a higher rate of clean energy investment chosen by the government and can shift the energy mix towards renewables in the long run. The third chapter, co-authored with Kirill Borissov, examines the aggregate and distributional effects of unfunded social security. In our model, individuals' decisions are subject to social comparisons, which can result in zero bequests left within poor families. In this case, unfunded social security increases long-run wealth inequality. However, it also increases the long-run capital stock, contrary to the cases where none or all families leave bequests. This highlights the importance of accounting for heterogeneity in bequest behavior when analyzing social security. Overall, the findings of this dissertation can inform the design of forward-looking policies that address sustainability challenges due to climate change and population aging.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Umweltqualität Freiwillige Beiträge Umweltpolitik Klimapolitik Politischer Druck Dynamisch inkonsistente Präferenzen Umlagefinanzierten Rentenversicherung Erbschaften Sozialen Vergleichsprozessen
Schlagwörter
(Englisch)
Environmental quality Voluntary contributions Environmental policy Climate policy Political pressure Dynamically inconsistent preferences Unfunded social security Bequests Social comparisons
Haupttitel (Englisch)
Essays on environmental and public policy
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vi, 111 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Gregory Ponthiere ,
Ronald Wendner
AC Nummer
AC17642516
Utheses ID
76401
Studienkennzahl
UA | 794 | 370 | 140 |
