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Der Karl-Borromäus-Brunnen in Wien
eine Analyse im Kontext der Wiener Moderne und der politischen Stimmung unter Bürgermeister Karl Lueger
Aline Natalie Panajotov
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Werner Telesko
DOI
10.25365/thesis.78686
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30280.35401.423097-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht den Karl-Borromäus-Brunnen im 3. Wiener Gemeindebezirk – ein bislang wenig beachtetes Denkmal, das religiöse Symbolik und politische Botschaften auf komplexe Weise verbindet. Entstanden zwischen 1904 und 1909 anlässlich des 60. Geburtstags von Bürgermeister Karl Lueger, geht der Brunnen auf den Künstler Josef Engelhart zurück und ehrt sowohl den Pestheiligen Karl Borromäus als auch Lueger selbst – und verbindet beide weit über ihre Namensverwandtschaft hinaus. Ziel der Arbeit ist es, die symbolischen, ikonografischen und städtebaulichen Dimensionen des Brunnens zu analysieren und ihn in den künstlerischen und politischen Kontext Wiens um 1900 einzuordnen. Die dargestellten Szenen aus der Vita des Heiligen fungieren nicht nur als religiöse Narrative, sondern auch als subtile politische Allegorien. Weitere Bedeutungsebenen werden durch bisher vernachlässigte literarische und theologische Bezüge eröffnet – etwa zu Alessandro Manzonis „I Promessi Sposi“ und zu den christlichen Tugenden. Vergleiche mit anderen Wiener Brunnenanlagen dieser Zeit verdeutlichen die besondere Stellung des Werks hinsichtlich Gestaltung, Themenwahl und Lage. Zudem wird eine mögliche Verbindung zu Habsburger Herrschern wie Kaiser Karl VI. aufgezeigt. Die Arbeit liefert neue Perspektiven auf ein komplexes Gesamtkunstwerk und zeigt, wie Kunst um 1900 als Medium politischer Selbstdarstellung diente.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the Charles Borromeo Fountain in Vienna’s 3rd district – a monument that has received little attention so far. It intricately combines religious symbolism with political messages. Created between 1904 and 1909 on the occasion of Mayor Karl Lueger’s 60th birthday, the fountain was designed by the artist Josef Engelhart and honors both the saint Charles Borromeo and Lueger himself – linking them far beyond their shared name. The aim of this study is to analyze the symbolic, iconographic, and urban dimensions of the fountain and to situate it within the artistic and political context of Vienna around 1900. The depicted scenes from the saint’s life function not only as religious narratives but also as subtle political allegories. Additional layers of meaning emerge from previously neglected literary and theological references – such as to Alessandro Manzoni’s "I Promessi Sposi" and to the Christian virtues. Comparisons with other Viennese fountains of the period highlight the unique position of this work in terms of design, thematic choices, and location. Furthermore, a possible connection to Habsburg rulers such as Emperor Charles VI is explored. This study offers new perspectives on a complex art work and demonstrates how art around 1900 served as a medium of political self-representation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Karl Borromäus Josef Engelhart Jože Plečnik Karl Lueger Wien 1900 Denkmäler Wien Brunnen Jugendstil
Schlagwörter
(Englisch)
Charles Borromeo Vienna 1900 Monuments in Vienna Fountain
Autor*innen
Aline Natalie Panajotov
Haupttitel (Deutsch)
Der Karl-Borromäus-Brunnen in Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse im Kontext der Wiener Moderne und der politischen Stimmung unter Bürgermeister Karl Lueger
Paralleltitel (Englisch)
The Karl-Borromäus Fountain in Vienna
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
116 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Telesko
AC Nummer
AC17569686
Utheses ID
76436
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
