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Depression im Alter
der mühsame Weg bis zur tatsächlichen Diagnosestellung
Magdalena Kumpfmüller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Monika Linhart
DOI
10.25365/thesis.8479
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29688.20255.830465-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Im Alter treten häufig Situationen auf, die sich negativ auf die Lebensqualität aber auch auf das seelische Wohlbefinden auswirken und zu einem psychischen Problem wie einer Depression führen können. Bei älteren Menschen wird eine Depression jedoch häufig nicht oder erst spät diagnostiziert, da diese meist an körperliche Beschwerden oder andere altersbedingte Umstände gekoppelt ist, welche die Symptome verdecken können. Außerdem wird eine traurige Stimmung vom sozialen Umfeld oft auch als normaler Teil des Alterungsprozesses wahrgenommen. Dieser Umstand betont die Notwendigkeit, mehr über die Lebenssituation älterer, an einer Depression leidenden Menschen in Erfahrung zu bringen, sodass die im Gesundheitswesen tätigen Personen aktiver in den Prozess der Diagnosestellung eingreifen können.
Ziel: Das Ziel dieser Studie war es, den Prozess, welchen alte Menschen bis zur tatsächlichen Diagnosestellung durchlaufen, sichtbar zu machen sowie jene Faktoren aufzuzeigen, die in engem Zusammenhang mit einer Depression im Alter stehen.
Methode: Mit acht Frauen und zwei Männern, im Alter von 70 – 84 Jahren, wurden semi-strukturierte Interviews durchgeführt. Die Datensammlung sowie die Analyse erfolgten nach der Methode der Grounded Theory. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung konnte die theoretische Sättigung im Rahmen dieser Arbeit jedoch noch nicht erreicht werden.
Erkenntnisse: Insgesamt zeichneten sich vier Kategorien ab, die in Bezug auf die Krankheit Depression eine entscheidende Rolle spielen: Auslöser, Auswirkungen, Strategie und soziales Umfeld. Unter der Kategorie „Auslöser“ werden Ereignisse angesprochen, die eine Depression im Alter begünstigen können. Der Begriff „Auswirkungen“ beschreibt die verschiedenen Konsequenzen, die sich aufgrund depressiver Symptome auf die Lebensqualität der Betroffenen ergeben können. Die Kategorie „Strategie“ erläutert sowohl negative als auch positive Umgangsformen der Betroffenen mit ihrer Krankheit. Der vierte Begriff „soziales Umfeld“ umfasst sämtliche Vorkommnisse innerhalb der Familie und jene mit anderen Menschen, die sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht, Einfluss auf den psychischen Gesundheitszustand nahmen.
Schlussfolgerung: Die gewonnenen Erkenntnisse betonen die Komplexität des Prozesses, der bis zur endgültigen Diagnosestellung einer Depression im Alter abläuft. Sie zeigen die Notwendigkeit auf, mithilfe präventiver Maßnahmen Vorschub zu leisten. Die Sensibilisierung für und das Wissen über die Symptome und diagnostischen Methoden könnte neben einer Linderung des Leides der Betroffenen, vor allem den im Gesundheitsbereich tätigen Personen dazu verhelfen, den mühsamen Weg zur Diagnose und zur Behandlung einer erstmals im Alter aufgetretenen Depression zu verkürzen.
Abstract
(Englisch)
Background: In old age people more often experience life situations that can affect both quality of life and well being in a negative way, which could eventually lead to mental health problems like depression. However, depression in old age often remains undiagnosed or will be diagnosed late because it is frequently coupled with physical pain, other age-related conditions overshadowing the actual symptoms, or the environment just assumes that 'being blue' is part of the normal ageing process. Therefore it is necessary to learn more about the life situation of older people suffering from depression so that health care professionals could smooth the way to diagnosis.
Aim: The aim of this study was to uncover the process older people are going through until they are finally diagnosed with depression and to identify factors that are closely linked to depression in old age.
Method: Eight women and two men, aged 70 to 84, were interviewed using open ended, semi-structured questions. Grounded theory principles guided the data collection and analysis. Due to time restrictions, theoretical saturation has not been reached yet.
Results: Findings showed four main categories that all play a decisive role in depression. They are as follows: triggers, consequences, strategy, and social environment. The category “triggers” addresses events that can lead to depression in old age. "Consequences" describes different implications the depressions symptoms could have on the quality of life of those affected. The category “strategy” summarizes both the negative and positive coping strategies utilized. And finally, "social environment" encompasses all incidents with family and other people which had either a positive or negative influence on the mental health status.
Conclusion: The findings emphasize the complex nature of the process of finally getting diagnosed with depression in old age. Preventive measures like awareness of and knowledge about symptoms and diagnostic means could not only ease the suffering but also enable health care professionals to shorten the bumpy road to diagnosis and treatment of those old people affected by a late life depression.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
depression old age diagnosis grounded theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Depression Alter Diagnose Grounded Theory
Autor*innen
Magdalena Kumpfmüller
Haupttitel (Deutsch)
Depression im Alter
Hauptuntertitel (Deutsch)
der mühsame Weg bis zur tatsächlichen Diagnosestellung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
123 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Linhart
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC08068268
Utheses ID
7644
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
