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Tragödientheorie und -praxis in Ovids Metamorphosen
Laurenz Enzlberger
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie Klassische Philologie
Betreuer*in
Andreas Heil
DOI
10.25365/thesis.79668
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31126.18137.485271-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Doktorarbeit stellt eine Untersuchung der 15 Bücher von Ovids Metamorphosen dar. Dabei gilt ihr Augenmerk hauptsächlich der Frage, in welcher Hinsicht und welchem Ausmaß Ovid in der Gestaltung seines oberflächlich epischen Werks auch von tragischen Texten (i.e. vornehmlich griechischen Tragödien) beeinflusst gewesen ist bzw. inwieweit er auch selbst darin Narrative tragisch gestaltet oder den Einfluss des Theaters auch metatheatralisch reflektiert hat. Ziel der Untersuchung ist dabei die Induktion einer impliziten tragischen Poetik Ovids, die aus den Erkenntnissen derselben abzuleiten ist. Als Vorbildtexte dienen dafür die Poetik des Aristoteles sowie die Ars Poetica des Horaz, die als einzige erhaltene explizite Poetiken der Antike wichtigen Aufschluss über antike Konzepte und Vorstellungen von Gattungsbegriffen im Allgemeinen und des Tragischen im Speziellen geben können. Die Arbeit zerfällt dabei in ein theoretisches Einführungskapitel, das sich insbesondere den Vorbildtexten sowie einer Etablierung des tragischen Begriffs für die Antike generell und Ovid im Speziellen widmet; einen Hauptteil, der den Kern der vorliegenden Untersuchung darstellt; sowie ein abschließendes Fazit-Kapitel, das die in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassen und kontextualisieren soll. Den Hauptteil bilden sieben Kapitel, wobei deren erste vier sich mit tragischer Gestaltung von Episoden befassen, in denen eine Interaktion von Göttern und Menschen zentral ist, und damit den ersten Großabschnitt darstellen; den zweiten, der mit einem Überleitungskapitel beginnt, machen zudem weitere drei Kapitel aus, die sich mit tragischem Pathos befassen, das allein (oder zumindest größtenteils) auf (zwischen-)menschlicher Ebene entsteht. Dabei orientiert sich die Kapitelaufteilung möglichst an der internen Werkschronologie der Metamorphosen und jedes Kapitel umfasst mehrere Episoden, die motivisch miteinander eng verbunden sind.
Abstract
(Englisch)
This doctoral thesis is an examination of the 15 books of Ovid's Metamorphoses. Its main focus is on the question in what respect and to what extent Ovid was also influenced by tragic texts (i.e. primarily Greek tragedies) in the composition of his superficially epic work, or to what extent he himself created tragic narratives or reflected the influence of the theatre metatheatrically, respectively. The aim of the study is to induce an implicit tragic poetics of Ovid, which can be derived from the findings of the same. Aristotle's Poetics and Horace's Ars Poetica serve as model texts for this, as they are the only surviving explicit poetics of antiquity that can provide important information about ancient concepts and ideas of genre in general and of the tragic in particular. The work is divided into a theoretical introductory chapter, which is devoted in particular to the model texts and an establishment of the tragic concept for antiquity in general and Ovid in particular; a main section, which represents the core of the present study; and a concluding chapter, which is intended to summarise and contextualise the insights gained in the work. The main part consists of seven chapters, the first four of which deal with the tragic design of episodes in which the interaction of gods and humans is central, and thus represent the first major section; the second, which begins with a transitional chapter, is made up of a further three chapters that deal with tragic pathos which arises solely (or at least largely) on an (inter-)human level. The chapters are organised as closely as possible to the internal chronology of the Metamorphoses and each chapter comprises several episodes that are closely linked to each other in terms of motifs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ovid Metamorphosen Epos Theater Gattungstheorie Tragödie
Schlagwörter
(Englisch)
Ovid Metamorphoses Epic Theater Generic theory Tragedy
Haupttitel (Deutsch)
Tragödientheorie und -praxis in Ovids Metamorphosen
Paralleltitel (Englisch)
Tragic poetics and design in Ovid's Metamorphoses
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
xxiii, 412 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Claudia Klodt ,
Melanie Möller
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen. Rezeption
AC Nummer
AC17717323
Utheses ID
76472
Studienkennzahl
UA | 792 | 229 | |
