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Gender backlash in politics: the impact on competence and likability
Dina Mu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Sophie Lecheler
Mitbetreuer*in
Georgios Georgarakis
DOI
10.25365/thesis.78895
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31171.17668.943252-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Politik gilt traditionell als männlich geprägtes Feld. Ihre Regeln und Normen sind eng mit klassischen Vorstellungen von Männlichkeit verknüpft. Zwar engagieren sich zunehmend mehr Frauen politisch, doch die Erwartungen an ihr Verhalten bleiben häufig geschlechtsspezifisch, insbesondere, wenn es um den Ausdruck von Emotionen geht: Wut gilt als „männlich“, Mitgefühl als „weiblich“. Solche kulturellen Zuschreibungen führen zu geschlechtsspezifischen Reaktionen auf politisches Verhalten. Während diese Rückwirkungen im organisatorischen Kontext bereits gut erforscht sind, wurde ihre Rolle in der Politik bisher kaum untersucht. In dieser Studie wird analysiert, wie sich Geschlecht und emotionaler Ausdruck – konkret Wut versus Mitgefühl – auf die öffentliche Bewertung von Kompetenz und Sympathie politischer Kandidatinnen und Kandidaten auswirken. Hierzu wurde ein 2x2-Experiment mit Teilnehmenden aus Österreich und Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Kandidaten, die Mitgefühl zeigen, durchweg als sympathischer wahrgenommen werden als solche, die Wut ausdrücken – unabhängig vom eigenen Geschlecht. Die Äußerung von Emotionen hatte hingegen keinen Einfluss auf die wahrgenommene Kompetenz. Es ließ sich auch kein signifikanter Interaktionseffekt zwischen Geschlecht und Emotion feststellen. Die Befunde deuten somit darauf hin, dass der strategische Einsatz von Mitgefühl im politischen Auftritt die Sympathiewerte steigern kann, ohne dass dies negative Konsequenzen für die wahrgenommene Kompetenz hat. Gleichzeitig spricht vieles dafür, dass sich die öffentliche Wahrnehmung zunehmend von geschlechtsspezifischen Stereotypen hin zu emotionsbasierten Bewertungen verschiebt.
Abstract
(Englisch)
Politics is traditionally considered a male-dominated domain, with norms closely linked to masculinity. While many women enter politics, expectations regarding appropriate behavior remain gendered. Emotional expressions are also gendered - anger is perceived as masculine, compassion as feminine. Such associations often lead to gendered backlash. While gender backlash is widely studied in organizational settings, its role in politics remains largely unexplored. This study examines the impact of political candidates’ gender and emotional expression (anger vs. compassion) on public evaluations of competence and likability. A 2 x 2 between-subjects experimental design is conducted with participants from Austria and Germany. Results indicate that candidates expressing compassion are rated as more likable than those expressing anger, regardless of gender. Emotional expressions do not influence perceived competence, and no significant interaction effect is found. These findings suggest that strategically expressing compassion enhances likability without triggering penalties, and they also indicate a shift from gender stereotypes to emotion-based voter evaluations.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechterstereotype Politische Kommunikation Emotion
Schlagwörter
(Englisch)
gender stereotypes political communication Emotion
Autor*innen
Dina Mu
Haupttitel (Englisch)
Gender backlash in politics: the impact on competence and likability
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
51 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sophie Lecheler
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC17600863
Utheses ID
76491
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
