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Vom Tweet zum Kult: Andrew Tate, Antifeminismus, Gender und die Manosphere
eine X-Posting-Analyse
Johanna Punz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Brigitte Fuchs
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78833
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12243.72646.398340-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Andrew Tate ist ein prominenter Vertreter der sogenannten Manosphere, einem antifeministischen Online-Netzwerk, das Internetforen und Blogs umfasst. Dieses Netzwerk verfolgt maskulinistische Zielsetzungen wie die Stärkung hegemonialer Männlichkeit und Selbstoptimierung, wobei häufig misogyne Rhetoriken bis hin zu extremem Frauenhass mobilisiert werden. Die zunehmende Online-Misogynie hat auch reale gesellschaftliche Auswirkungen. Der Kult um Tate wirft die Frage auf, warum er bei einem vorwiegend jungen, männlichen Publikum so großen Erfolg hat. Auf Basis einer Cultural Studies-inspirierten Repräsentationskritik von Tates Online-Präsenz sowie einer Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, die Tates Postings auf der Plattform X zwischen November 2022 und April 2025 auswertet, werden die von Tate mobilisierten Narrative, Gender-Stereotype und Repräsentationsmuster untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass sein Erfolg vor allem auf der Repräsentation und Exploitation des Stereotyps Schwarzer Hypermaskulinität im Stil des „Gangsta“-Rap basiert. Tate kommerzialisierte seine Person durch sexistische, maskulinistische und antifeministische Botschaften, die bei seinem Publikum großen Anklang finden. Darüber hinaus werden spezifische Online-Dynamiken wie Algorithmus-Mechanismen, Echokammern und Radikalisierungsprozesse als zentrale Faktoren für die Verbreitung und Verstärkung antifeministischer und misogyner Inhalte analysiert. Diese Mechanismen tragen dazu bei, die Inhalte zu verstärken und eine Radikalisierung des Publikums zu fördern. Schlagworte: Online-Antifeminismus, Andrew Tate, Mannosphäre, Misogynie, Maskulinismus, konservative Gender-Stereotype
Abstract
(Englisch)
Andrew Tate is a prominent representative of the so-called Manosphere, an anti-feminist online network that includes internet forums and blogs. This network pursues masculinist goals such as strengthening hegemonic masculinity and self-optimisation, often using misogynistic rhetoric and even extreme hatred of women. The increase in online misogyny also has real social implications. The cult surrounding Tate raises the question of why he is so successful with a predominantly young, male audience. Based on a cultural studies-inspired critique of representation in Tate's online presence and a critical discourse analysis according to Siegfried Jäger, which evaluates Tate's posts on platform X between November 2022 and April 2025, the narratives, gender stereotypes and representation patterns mobilised by Tate are examined. The results show that his success is primarily based on the representation and exploitation of the stereotype of black hypermasculinity in the style of ‘gangsta’ rap. Tate commercialised himself through sexist, masculinist and anti-feminist messages that resonate strongly with his audience. In addition, specific online dynamics such as algorithm mechanisms, echo chambers and radicalisation processes are analysed as central factors in the dissemination and reinforcement of anti-feminist and misogynistic content. These mechanisms contribute to reinforcing the content and promoting the radicalisation of the audience. Keywords: Online-Antifeminism, Andrew Tate, Manosphere, Misogyny, Masculinism, conservative Gender Stereotyping

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Online-Antifeminismus Andrew Tate Mannosphäre Misogynie Maskulinismus konservative Gender-Stereotype
Schlagwörter
(Englisch)
Online-Antifeminism Andrew Tate Manosphere Misogyny Masculinism conservative Gender Stereotyping
Autor*innen
Johanna Punz
Haupttitel (Deutsch)
Vom Tweet zum Kult: Andrew Tate, Antifeminismus, Gender und die Manosphere
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine X-Posting-Analyse
Paralleltitel (Englisch)
From Tweet to cult: Andrew Tate, antifeminism, gender and the manosphere
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
122 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Fuchs
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17595116
Utheses ID
76550
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1