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Visual framing of a far-right group
a quantitative image type analysis and the visual framing of the Proud Boys from 2017-2022
Katharina Großmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Karin Liebhart
DOI
10.25365/thesis.78910
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18264.31097.117451-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die visuelle Darstellung der Proud Boys, einer rechtsextremen Gruppierung, in US-amerikanischen Medien von 2017 bis 2022. Die Bilder der Gruppe nahmen vor der Präsidentschaftswahl 2020 und dem Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 stark zu. Da die Proud Boys keine zentrale Plattform zur Verbreitung ihrer Botschaften hatten, nutzten sie gezielt mediale Aufmerksamkeit bei öffentlichen Veranstaltungen, um ihre Narrative zu verbreiten. Die Medien konzentrierten sich dabei auf die Zusammensetzung der Gruppe, ihre organisatorische Struktur, ihre Interaktionen mit Außenstehenden und ihre ideologische Positionierung. Um diese Berichterstattung zu analysieren, wählte das Forschungsteam einen zweifachen Ansatz. Zunächst wurde eine Quantitative Image Type Analysis (QITA) durchgeführt, um Muster in der Bildverwendung durch Medien zu identifizieren. Anschließend wurde eine Visual Frame Analysis durchgeführt, um die übergeordneten Narrative zu interpretieren, die durch diese Bilder konstruiert wurden. Die Ergebnisse zeigen ein konsistentes visuelles Narrativ, das die Proud Boys als militante, männlich dominierte und überwiegend weiße Gruppe darstellt. Die Analyse zeigt auch, dass die Medienberichterstattung Personalisierung und symbolische Bilder stärker betonte als direkte Darstellungen von Gewalt oder Polizeieinsätzen. Die Bilder konzentrierten sich oft auf die einzelnen Mitglieder der Proud Boys und stellten sie in einer menschlichen Weise dar, als ob die abgebildeten Personen Nachbarn oder Mitglieder der eigenen Gemeinschaft der Betrachter sein könnten, was die soziale Distanz verringerte und möglicherweise Empathie hervorruft. Dies deutet auf eine introspektivere Medienberichterstattung hin, die die Bewegung nicht einfach nur marginalisieren und lächerlich machen wollte, sondern sie als eine breitere Reflexion der US-amerikanischen Gesellschaft darstellte.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the visual framing of the Proud Boys, a far-right extremist group, across U.S. media from 2017 to 2022. Images of the group surged in the lead-up to the 2020 election and the January 6th attack on the U.S. Capitol in 2021. Without a centralized platform to disseminate their own messaging, the Proud Boys relied on media attention during public events to amplify their narrative. In turn, media coverage focused on the group’s composition, organizational structure, interactions with outsiders, and ideological positioning. To analyze this coverage, the research team employed a two-pronged approach. First, a Quantitative Image Type Analysis (QITA) was conducted to identify patterns in the types of images used by news outlets. Second, a Visual Frame Analysis was applied to interpret the broader narratives constructed through these images. The findings reveal a consistent visual narrative portraying the Proud Boys as a militant, male-dominated, and predominantly Caucasian group. The analysis also shows that media coverage emphasized personalization and symbolic imagery over direct depictions of violence or law enforcement. The images often centered on the individual members of the Proud Boys, portraying them in a humanizing way, as if the depicted individuals could be neighbors or members of the viewer’s own community, reducing social distance and even potentially inducing empathy. This suggests a more introspective media portrayal, instead of simply looking to marginalize and ridicule the movement, the media framed the Proud Boys as a broader reflection of U.S. society.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Quantitative Bildtypenanalyse Visual Framing Proud Boys Protest Paradigm
Schlagwörter
(Englisch)
Quantitative Image Type Analysis Visual Framing Proud Boys Protest Paradigm
Autor*innen
Katharina Großmann
Haupttitel (Englisch)
Visual framing of a far-right group
Hauptuntertitel (Englisch)
a quantitative image type analysis and the visual framing of the Proud Boys from 2017-2022
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iii, 120 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Karin Liebhart
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation. Massenmedien. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen
AC Nummer
AC17602446
Utheses ID
76629
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
