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Transhumanismus und Theologie in der eschatologischen Arena
zugleich ein Beitrag zum Disput über die Auferstehung
Alexander Pachta-Reyhofen
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Katholischen Theologie Katholische Theologie
Betreuer*in
Jan-Heiner Tück
DOI
10.25365/thesis.79846
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20892.31729.581554-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Transhumanismus in seinen verschiedenen Strömungen kann theologisch als rivalisierende säkulare Eschatologie, die dem Einzelnen Hoffnung auf ein Leben in Fülle schenken will, verstanden werden. Diese transhumanistischen Eschatologien, die ihre Verheißungen mittels bestehender und zukünftiger Technologien umsetzen wollen, in deren Entwicklung zurzeit massive finanzielle Mittel investiert werden, stellen für das theologische Denken über die Vollendung des Einzelnen eine neue Herausforderung dar und zwingt es zu einer Evaluierung der eigenen Plausibilität und Kohärenz. In der vorliegenden Arbeit werden dementsprechend in einem ersten Teil die Ziele und Mittel der transhumanistischen Individualeschatologie untersucht, der aktuelle Forschungsstand zur eschatologischen Auseinandersetzung mit dem Transhumanismus in der deutsch- und englischsprachigen Theologie erhoben und eine Beurteilung der Stärken und Schwächen transhumanistischer Eschatologie sowie eine Einschätzung des sachgerechten Umgangs mit ihr geboten. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich dem binnentheologischen Disput über die Auferstehung der Toten als maßgeblichem Hoffnungsinhalt des christlichen Glaubens. Nach einer Sondierung der markanten personaleschatologischen Entwürfe der deutschsprachigen Theologie des 20. Jahrhunderts, wenden sich die folgenden Kapitel vor allem der aktuellen religionsphilosophischen Debatte zu den Möglichkeitsbedingungen der Auferstehung und der ebenso virulenten theologischen Debatte über die Ostererscheinungen und das leere Grab zu, um hier jeweils unterscheidend zentrale modelltheoretische Anhaltspunkt für einen eigenen eschatologischen Entwurf im Zeitalter des Transhumanismus zu sammeln. Im dritten Teil wird dieser angesichts der rivalisierenden transhumanistischen Eschatologien fundamentaltheologisch plausibilisierte und durch den Ertrag der religionsphilosophischen und theologischen Untersuchung dogmatisch fundierte Entwurf in Anlehnung an den neutestamentlichen Sprachgebrauch skizziert. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, die Grenzen des Wissbaren epistemologisch sachgerecht zu achten, ohne deswegen der Hoffnung für die gesamte Schöpfung unbegründete Grenzen zu ziehen. Dieser Entwurf versteht sich somit als ein eigenständiges und reflektiertes Votum für eine aktualisierte Form des klassischen personaleschatologischen Modells mit Zwischenzustand und allgemeiner Auferstehung der Toten bei der Vollendung der Welt.
Abstract
(Englisch)
Transhumanism in its various currents can be understood theologically as a rival secular eschatology that wants to give the individual hope for a life in abundance. It seeks to realize this promise by means of existing and future technologies, in whose development massive financial resources are currently being invested. This poses a new challenge to theological thinking about the eschatological perfection of the individual, forcing it to evaluate its own plausibility and coherence. Accordingly, the first part of this dissertation examines the aims and means of transhumanist individual eschatology, surveys the current state of research on transhumanism as rival eschatology in German- and English-speaking theology and offers an assessment of its strengths and weaknesses as well as an evaluation of the appropriate way to deal with it. The second part of the dissertation is devoted to the internal theological dispute about the resurrection of the dead as the central hope of Christian faith. First some prominent eschatological proposals of 20th century German-language theology are explored. The focus then turns to the current debate in analytic philosophy of religion on the metaphysics of resurrection. The next chapter dives into the equally lively theological debate on the Easter apparitions and the empty tomb and its implications for a theology of resurrection. In the third and final part of the dissertation I argue for the external plausibility and dogmatic coherence of my own eschatological model in the age of transhumanism. In elaborating this model based on the language of the New Testament, particular emphasis is placed on respecting the limits of the knowable in an epistemologically appropriate manner, while avoiding limiting the scope of hope for the whole of God’s creation. This proposal claims that an updated version of the classical eschatological model with an intermediate state and general resurrection of the dead at the consummation of the world is not only best suited for a credible theology in the age of transhumanism, but also best integrates the salient philosophical and theological points raised in the previous discussion.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Transhumanismus Eschatologie Auferstehung Seele Auferstehung im Tod Posthumanismus Enhancement Theosis Ewiges Leben Leben in Fülle Vollendung Individualeschatologie Personaleschatologie Rahner Ratzinger Greshake Balthasar Guardini Thomas von Aquin Hylemorphismus Leeres Grab Kurzweil Bostrom
Schlagwörter
(Englisch)
Transhumanism Posthumanism Enhancement Biotechnology Resurrection Soul Eternal life Death Theosis Hylomorphism Eschatology Afterlife Fullness Empty Tomb Postmortal
Autor*innen
Alexander Pachta-Reyhofen
Haupttitel (Deutsch)
Transhumanismus und Theologie in der eschatologischen Arena
Hauptuntertitel (Deutsch)
zugleich ein Beitrag zum Disput über die Auferstehung
Paralleltitel (Englisch)
Transhumanism and theology in the eschatological arena
Paralleluntertitel (Englisch)
a contribution to the debate about resurrection
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
388 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Barbara Hallensleben ,
Thomas Marschler
Klassifikation
11 Theologie > 11.61 Dogmatik. Konfessionskunde
AC Nummer
AC17730861
Utheses ID
76642
Studienkennzahl
UA | 780 | 011 | |
