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Die erste Visitenkarte, die man mitnimmt
English and Italian student teachers' and teacher educators' beliefs about pronunciation teaching and learning
Elisa Koch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Italienisch
Betreuer*in
Karin Richter
DOI
10.25365/thesis.78882
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21837.35792.187249-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Entwicklung kommunikativer Kompetenz ist ein zentrales Ziel des heutigen Fremdsprachenunterrichts in der Sekundarstufe. Trotz ihrer wesentlichen Bedeutung für das Erreichen dieses Ziels wird Aussprache von vielen Lehrpersonen infolge unzureichender Ausbildung im Bereich des Ausspracheunterrichts vernachlässigt. Während die Überzeugungen von Englisch-Lehrpersonen hinsichtlich des Lehrens und Lernens von Aussprache zunehmend erforscht wurden, ist über die Ansichten von (angehenden) Lehrenden anderer Fremdsprachen (FS), wie etwa Italienisch, vergleichsweise wenig bekannt. Auch die Sichtweisen und Erfahrungen von FS-Lehramtsstudierenden und die Perspektiven von Lehramtslehrenden wurden bislang kaum untersucht. Beide Gruppen können jedoch wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der FS-Lehrer*innenausbildung geben. Diese Masterarbeit geht diesen Forschungslücken nach, indem sie die Überzeugungen und Wahrnehmungen in Bezug auf FS-Ausspracheunterricht von Englisch- und Italienisch- Lehramtsstudierenden und Lehramtslehrenden an der Universität Wien untersucht. Ein qualitativer Forschungsansatz wurde gewählt, der auf semistrukturierten Interviews mit sieben Master-Lehramtsstudierenden der Unterrichtsfächer Englisch und Italienisch und vier Lehramtslehrenden der Universität Wien basiert. Die Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Lehramtsstudierende als auch (Universitäts-)Professor*innen das Unterrichten von Aussprache als wichtig erachten. Ihre Ansichten darüber, ob Ausspracheunterricht im Englisch- und Italienischunterricht denselben Stellenwert einnimmt, divergieren jedoch. Die unterschiedlichen Auffassungen können auf den jeweiligen globalen Status der Sprachen, ihre Rolle in den österreichischen Lehrplänen für die Sekundarstufe sowie auf Unterschiede in der Graphem-Phonem- Korrespondenz in Englisch und Italienisch zurückgeführt werden. Zudem zeigt die Studie, dass die Überzeugungen der Studierenden stark von ihren eigenen Lernerfahrungen als FS- Lernende in der Schule, an der Universität und im Ausland geprägt sind. Erste Unterrichtserfahrungen spielen hingegen eine geringere Rolle. Obwohl Lehramtsstudierende in beiden Sprachen zumindest moderates Selbstvertrauen in ihre Aussprachekompetenz äußern, zeigen sie sich aufgrund des expliziten Aussprachetrainings an der Fakultät für Anglistik und Amerikanistik tendenziell zufriedener mit ihrer englischen Aussprache. Gleichzeitig fühlt sich jedoch die Mehrheit unzureichend auf den Ausspracheunterricht vorbereitet, da in der Englisch- und in der Italienisch-Lehramtsausbildung Aussprachedidaktik kaum thematisiert wird. Im Gegensatz dazu divergieren die Ansichten der Lehramtslehrenden bezüglich der Vorbereitung der Studierenden auf den FS-Ausspracheunterricht. Insgesamt leistet die Studie einen Beitrag zur Language Teacher Cognition Forschung im Bereich des Ausspracheunterrichts, insbesondere in einem bisher wenig erforschten FS-Kontext und unterstreicht die Notwendigkeit einer verbesserten Lehrer*innenausbildung.
Abstract
(Englisch)
The development of learners' communicative competence has become a key goal in contemporary secondary foreign language (FL) classrooms. While pronunciation is essential for attaining this objective, many FL instructors feel reluctant to teach this particular aspect of Foreign Language Teaching (FLT) due to insufficient training in FL pronunciation instruction. Although an increasing number of studies have investigated the beliefs of English as a Foreign Language (EFL) teachers regarding pronunciation teaching and learning, very little is known about the views of (prospective) teachers of other FLs, such as Italian. Furthermore, the perceptions and experiences of FL student teachers and the perspectives of teacher educators have received comparatively limited empirical attention despite the valuable insights both future teachers and teacher educators can offer for improving teacher education programmes. Addressing these gaps, this master's thesis explores how English and Italian FL student teachers and teacher educators at the University of Vienna view FL pronunciation teaching and learning. To gain in-depth insights into student teachers' and teacher educators' beliefs, a qualitative research approach was employed. Data obtained from semi-structured interviews with seven Master of Education (MEd) students of both English and Italian and four EFL and Italian as a Foreign Language (IFL) teacher educators from the University of Vienna were examined using qualitative content analysis. The findings show that student teachers and teacher educators regard FL pronunciation teaching as important, yet they differ in their views on whether pronunciation instruction warrants greater emphasis in EFL or IFL classrooms. These diverging perceptions are likely to be influenced by the global status of the two languages, their role in the Austrian secondary school curricula and the congruency of grapheme-phoneme correspondence in English and Italian. The results also demonstrate that student teachers’ beliefs are shaped primarily by their prior learning experiences as FL learners in school, at university and abroad, while their early teaching experiences play a secondary role. Although EFL and IFL student teachers report general confidence in their phonological competence in both languages, they tend to feel more content with their pronunciation skills in English because of the explicit pronunciation training received at the Department of English and American Studies. However, student teachers perceive their teacher education programmes as insufficient in preparing them for pronunciation instruction, primarily due to the neglect of FL pronunciation didactics in both curricula. On the contrary, teacher educators express divided views regarding the adequacy of student teachers’ preparation for FL pronunciation instruction within teacher education. Taken together, these findings shed new light on language teacher cognition in the field of pronunciation teaching, particularly in underexplored FLT contexts beyond the EFL classroom. This study, thus, contributes to a deeper understanding of pronunciation teaching in secondary FL classrooms and highlights the need for improved FL teacher education.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ausspracheunterricht Aussprache Fremdsprachenunterricht Englischunterricht Italienischunterricht Lehramtsstudierende Fremdsprachen-Studierende Lehramtslehrende Fremdsprachen-Lehramtsausbildung Österreichische Lehrer*innenbildung
Schlagwörter
(Englisch)
FL pronunciation teaching FL pronunciation learning Foreign Language Teaching English Language Teaching Italian Language Teaching teacher cognition FL student teachers FL teacher educators FL teacher education programmes Austrian FL teacher education
Autor*innen
Elisa Koch
Haupttitel (Englisch)
Die erste Visitenkarte, die man mitnimmt
Hauptuntertitel (Englisch)
English and Italian student teachers' and teacher educators' beliefs about pronunciation teaching and learning
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
viii, 213 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Karin Richter
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.41 Sprachdidaktik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.53 Phonetik. Phonologie
AC Nummer
AC17597014
Utheses ID
76676
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 517 | 02
