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When violence no longer hurts
a study of public desensitization reflected in news coverage of the Russia-Ukraine war
Yejin Lee
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Annie Waldherr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79608
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23520.36289.786917-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Studie wendet einen computergestützten Textanalyseansatz an, um die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg in The Independent, The Times und The Daily Telegraph zu untersuchen und Desensibilisierung zu analysieren – also einen Rückgang der emotionalen Reaktionsfähigkeit infolge wiederholter Konfrontation. Ausgehend von der Bottom-up-Perspektive der Agenda-Setting-Theorie geht die Studie davon aus, dass Nachrichtenmedien im Zeitverlauf die öffentliche Stimmung widerspiegeln. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie spiegelt die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg eine Desensibilisierung auf gesellschaftlicher Ebene gegenüber Gewalt im Zeitverlauf wider? Zur Beantwortung dieser Frage analysiert die Studie zunächst das Nachrichtensentiment mithilfe des Lexicoder Sentiment Dictionary (LSD). Die Ergebnisse zeigen, dass das Sentiment im Zeitverlauf weniger negativ wird, was als Hinweis auf eine Desensibilisierung interpretiert werden kann. Im zweiten Teil richtet die Studie den Fokus auf moralische Sprache, insbesondere auf die moralische Dimension Fürsorge/Schaden („care/harm“) aus der Moral Foundations Theory (MFT). Mithilfe des erweiterten Moral Foundations Dictionary (eMFD) lässt sich jedoch keine signifikante Korrelation zwischen dem Zeitverlauf und der Ausprägung der Fürsorge/Schaden-Sprache feststellen. Damit wird die zweite Hypothese, der zufolge empathiebezogene Fürsorge/Schaden-Sprache im Zeitverlauf abnehmen würde, verworfen.
Abstract
(Englisch)
This study employs a computational text analysis approach to investigate news coverage of the Russia-Ukraine war and examine desensitization, which refers to a decline in emotional responsiveness over time due to repeated exposure. Drawing on the bottom-up perspective of agenda-setting theory, this study posits that news media reflect public sentiment over time. The study asks: How does news coverage of the Russia-Ukraine war reflect public-level desensitization to violence over time? To address this, the study first analyzes the news sentiment using the Lexicoder Sentiment Dictionary (LSD). The results reveal that sentiment becomes less negative over time, suggesting evidence of desensitization to violence. The second part focuses on moral language, specifically the care/harm foundation from Moral Foundations Theory (MFT). Using the extended Moral Foundations Dictionary (eMFD), the study finds no significant correlation between time and the strength of care/harm language, thereby rejecting the second hypothesis that empathy-related care/harm language would decline over time.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Agenda-Setting Desensibilisierung Extended Moral Foundations Dictionary eMFD Lexicoder Sentiment Dictionary LSD Moral Foundations Theory MFT Nachrichtenberichterstattung Russland-Ukraine-Krieg Sentimentanalyse
Schlagwörter
(Englisch)
Agenda-setting Desensitization Extended Moral Foundations Dictionary eMFD Lexicoder Sentiment Dictionary LSD Moral Foundations Theory MFT News coverage Russia-Ukraine war Sentiment analysis
Autor*innen
Yejin Lee
Haupttitel (Englisch)
When violence no longer hurts
Hauptuntertitel (Englisch)
a study of public desensitization reflected in news coverage of the Russia-Ukraine war
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
48 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Annie Waldherr
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft. Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
AC Nummer
AC17702366
Utheses ID
76703
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1