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Price dispersion puzzle
a quantitative analysis of relative thinking
Aleksandar Vasic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Applied Economics
Betreuer*in
Christine Zulehner
DOI
10.25365/thesis.78894
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23520.40090.950455-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die klassische Suchtheorie prognostiziert, dass die Preisdispersion bei homogenen Gütern unabhängig vom Durchschnittspreis eines Produkts sein sollte, sofern die Suchkosten konstant sind. Empirische Studien zeigen jedoch durchgehend, dass die Preisdispersion mit dem Produktpreis zunimmt – ein Widerspruch, der als „Price Dispersion Puzzle“ bekannt ist. Diese Arbeit untersucht dieses Phänomen im Kontext des deutschen OnlineMarktes für Elektronikprodukte, in dem digitale Transparenz Suchfriktionen eigentlich minimieren sollte. Mithilfe einer selbst entwickelten Web-Scraping-Infrastruktur wurden über 5 Millionen Preisangebote für rund 170.000 elektronische Produkte von einer großen Preisvergleichsplattform erhoben. Die Analyse erfolgt in drei Schritten. Erstens wird ein robuster positiver Zusammenhang zwischen Durchschnittspreisen und Preisdispersion innerhalb und zwischen Produktkategorien dokumentiert, was die Existenz des Price Dispersion Puzzle in bestätigt. Zweitens werden die Suchkosten der Konsument:innen anhand beobachteter Preisverteilungen unter Verwendung eines spieltheoretischen Modells mit gemischten Strategien geschätzt. Drittens wird gezeigt, dass diese geschätzten Suchkosten systematisch mit dem Produktpreis ansteigen. Entscheidend ist, dass dieser systematische Anstieg der Suchkosten groß angelegte empirische Evidenz für die verhaltensökonomische Theorie des „Relativen Denkens“ liefert, wonach Konsument:innen potenzielle Einsparungen relativ zum Basispreis und nicht in absoluten Beträgen bewerten. Die Ergebnisse legen nahe, dass Relatives Denken die Entstehung des Price Dispersion Puzzle zumindest teilweise erklären kann – selbst in Märkten, die durch geringe technologische Suchfriktionen gekennzeichnet sind.
Abstract
(Englisch)
Classical search theory predicts that price dispersion for homogeneous goods should be independent of a product’s base price, assuming search costs are constant. Yet empirical studies consistently reveal that price dispersion increases with product price—a contradiction known as the "Price Dispersion Puzzle". This thesis investigates this phenomenon in the context of the German online electronics market, where digital transparency should actually minimize search frictions. Leveraging a self-built webscraping infrastructure, over 5 million price quotes for approximately 170,000 electronic products from a major price comparison platform have been collected. The analysis proceeds in three stages. First, a robust positive relationship between mean prices and price dispersion across and within product categories is documented, confirming the existence of the Price Dispersion Puzzle at scale. Second, consumer search costs are estimated from observed price distributions using a game-theoretic mixed-strategy equilibrium framework. Third, it is demonstrated that these inferred search costs increase systematically with product prices. Importantly, this systematic increase in search costs provides large-scale empirical support for the behavioral theory of "Relative Thinking," wherein consumers evaluate potential savings in relative rather than absolute terms. The findings suggest that Relative Thinking can partially explain the emergence of the Price Dispersion Puzzle, even in markets characterized by low technological search frictions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Preisdispersion Onlinepricing Suchkosten Relative Thinking Suchkostenschätzung Webscraping
Schlagwörter
(Englisch)
Pricedispersion Onlinepricing Search costs Relative Thinking Search cost estimation Webscraping
Autor*innen
Aleksandar Vasic
Haupttitel (Englisch)
Price dispersion puzzle
Hauptuntertitel (Englisch)
a quantitative analysis of relative thinking
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
ix, 43 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christine Zulehner
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.11 Mikroökonomie
AC Nummer
AC17599308
Utheses ID
76705
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
