Detailansicht
Zum aristotelischen Begriff des Symbebekos
Mit Hinblick auf seine Untersuchung des Lebendigen
Marianne Kubaczek
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie Philosophie
Betreuer*in
George Karamanolis
DOI
10.25365/thesis.81773
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24303.32745.636066-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird der Blick auf den Einsatzbereich des symbebekos bei Aristoteles erstmals auf seine biologischen Arbeiten erweitert. Im Vergleich der unterschiedlichen Einsatzweisen tritt die allgemeinste Bestimmung des Begriffes deutlich hervor: mit dem symbebekos verbindet sich die Winkelsumme mit dem Dreieck, verbindet sich der Tod mit dem Leben und verbindet sich der Einzelfall mit der Allgemeinbestimmung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Funktionen dieser symbebekota zu untersuchen. Naturgemäß unterscheiden sich diese drei verschiedenen Wissensbereiche in grundlegender Weise, je nachdem, ob es sich um die logische, physische oder psychophysische Dimension handelt. Am Beispiel der Winkelsumme des Dreiecks thematisiert Aristoteles die Einheit des gedanklichen Gegenstandes, wie sie aus den notwendigen Voraussetzungen gebildet wird. Für die daraus folgende Möglichkeit der Vernachlässigung notwendiger Bestimmungen setzt Aristoteles symbebekos kath’auto ein. Am Beispiel des Dreifußes führt Aristoteles die Schwierigkeit der Konzeption physischer Einheiten vor. Die Formation des Physischen wird bei Aristoteles daher in Analogie zur techne dargestellt. Dabei garantiert eine vorgängige Idee die Einheit der physischen Form. Das Zugrundegehen einer solchen Form aber kann daraus nicht abgeleitet werden. Dafür setzt Aristoteles die aitia kata symbebekos ein. Und in der Untersuchung des Psychophysischen verfolgt Aristoteles die Lebewesen bis zu ihren lebensbestimmenden Tätigkeiten und Ereignissen zurück. Dabei untersucht er, was im einzelnen ‚der Fall ist‘, er greift also von symbebekos auf symbaino zurück. Auch hier zeigen sich die symbebekota, aber sie zeigen sich in ihrer unbestimmt präsentischen Form – symbaino. Mit der vorliegenden Untersuchung soll gezeigt werden, wie diese eine gedankliche Figur den Forschungsweg des Aristoteles umspannt. Keywords: Azidenz, symbebekos, symbebekos kath’auto, aitia kata symbebekos, symbaino, Geometrie, Physis, Techne, Psychophysis, was der Fall ist.
Abstract
(Englisch)
In this work, the view of the field of application of symbebekos in Aristotle is extended for the first time to his biological works. In a comparison of the different uses, the most general definition of the term emerges clearly: symbebekos connects the sum of angles with the triangle, connects death with life and connects the individual case with the general definition. The aim of the present work is to examine the functions of these symbebekota. Naturally, these three different areas of knowledge differ fundamentally depending on whether the logical, physical or psychophysical dimension is involved. Using the example of the sum of the angles of the triangle, Aristotle thematizes the unity of the mental object as it is formed from the necessary preconditions. Aristotle uses symbebekos kath'auto for the resulting possibility of neglecting necessary determinations. Using the example of the tripod, Aristotle demonstrates the difficulty of conceptualizing physical entities. The formation of the physical is therefore presented by Aristotle in analogy to techne. A prior idea guarantees the unity of the physical form. However, the origin of such a form cannot be derived from it. Aristotle uses the aitia kata symbebekos for this purpose. And in his investigation of the psychophysical, Aristotle traces living beings back to their life-determining activities and events. In doing so, he examines what 'is the case' in each individual case, thus going back from symbebekos to symbaino. Here, too, the symbebekota show themselves, but they show themselves in their imperfect present form - symbaino. The present study aims to show how this one conceptual figure spans Aristotle's path of research. Keywords: Azidenz, symbebekos, symbebekos kath’auto, aitia kata symbebekos, symbaino, Geometry, Physis, Techne, Psychophysis, what the case is.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Was der Fall ist. Vom Einzelfall zum Allgemeinen. Akzidenz Geometrie Naturforschung
Schlagwörter
(Englisch)
What the case is. accidental cause geometry natural science
Autor*innen
Marianne Kubaczek
Haupttitel (Deutsch)
Zum aristotelischen Begriff des Symbebekos
Hauptuntertitel (Deutsch)
Mit Hinblick auf seine Untersuchung des Lebendigen
Paralleltitel (Englisch)
On the Aristotelian concept of symbebekos
Paralleluntertitel (Englisch)
with regard to his investigation of the living
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
216 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Ludger Jansen ,
Pavlos Kontos
Klassifikation
08 Philosophie > 08.20 Geschichte der westlichen Philosophie. Allgemeines
AC Nummer
AC17977272
Utheses ID
76720
Studienkennzahl
UA | 792 | 296 | |
