Detailansicht
Dialekt im Südburgenland aus emischer Perspektive im Generationenvergleich
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Jessica Muik
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.79023
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26949.39949.954943-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Den Untersuchungsgegenstand vorliegender Masterarbeit bilden ausgewählte Aspekte der ‚emischen‘ Perspektivierung des südburgenländischen Dialekts im Licht von sprachreflexiven Interview-Aussagen/Narrationen von vier im Südburgenland sozialisierten Gewährspersonen (1 w., 1 m. ‚jung‘ = Mitte 20; 2 w. ‚alt‘ = 70 plus). Theoretisch verortet sich die Arbeit in der metapragmatischen bzw. kritischen Soziolinguistik, insbesondere in den Paradigmen der ‚Sprachrepertoire‘- und ‚Spracherlebens‘-Forschung (nach Brigitta Busch) und der Sprachideologieforschung. Folgende Forschungsfragen werden aufgeworfen: 1) Welches Sprachrepertoire schreiben sich die Gewährspersonen selbst zu und wie verorten sie darin ihren Dialekt? 2) Welche meta-pragmatischen bzw. sozialen Bedeutungen (kommunikative/identitätskonstituierende Funktionalität, Prestige/Stigma, sprachkonservierende/-puristische Ideologien, …) verbinden die Gewährspersonen mit ihrem Dialekt und inwiefern korreliert dies mit Aspekten ihres Spracherlebens? 3) Welche Parallelen und Unterschiede zeigen sich im (insbesondere generationsspezifischen) Vergleich der Gewährspersonen? Methodisch wird der Untersuchung ein qualitatives – und somit dezidiert nicht auf statistische Repräsentativität der Ergebnisse abzielendes – Forschungsdesign zugrunde gelegt, zusammengesetzt aus folgenden Methoden: a) hermeneutische Auswertung von Fachliteratur; b) inhaltliche strukturierende qualitative Inhaltsanalyse (nach Kuckartz / Rädiker) von semistrukturierten, narrativ ausgerichteten (nach Misoch: ,episodischen‘) und im Sinne Deppermanns als Text (nicht als Interaktion) ausgewerteten Interviews inklusive ,Sprachenportraits‘ mit den oben genannten Proband*innen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich alle vier Gewährspersonen ein breit gefächertes Sprachrepertoire zuschreiben, in welchem jedoch der südburgenländische Dialekt als signifikanter Bestandteil betrachtet wird. Dieser Dialekt wird überwiegend mit positiven Spracherlebens-Aspekten in Verbindung gebracht und nimmt eine zentrale Funktion bei der Identitätskonstruktion der Proband*innen ein. Generationsbezogene Unterschiede bestehen vor allem hinsichtlich der Erwartungen zum zukünftigen Sprachgebrauch in der heimatlichen Region des Südburgenlandes. Während die älteren Gewährspersonen eine stärkere Tendenz hin zur Kommunikation in der Standardsprache (und somit zumindest implizit einen Dialektabbau) erwarten, teilen jene der jüngeren Generation diese Vorstellung nicht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
emische Perspektive Dialekt im Südburgenland Sprachrepertoire Spracherleben Generationenvergleich
Autor*innen
Jessica Muik
Haupttitel (Deutsch)
Dialekt im Südburgenland aus emischer Perspektive im Generationenvergleich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Paralleltitel (Englisch)
Dialect in Südburgenland from an emic perspective in a generational comparison
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative sociolinguistic study
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
174 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
AC Nummer
AC17610413
Utheses ID
76763
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 510 | 02
