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Verrechnungspreise im internationalen Steuerrecht
ein Vergleich der amerikanischen und europäischen Ansätze
Jakob Zissler
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Dimitar Hristov
DOI
10.25365/thesis.79020
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27921.37937.564823-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit befasst sich mit der systematischen Analyse der Verrechnungspreisregelungen im internationalen Steuerrecht unter besonderer Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen in der Europäischen Union sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ver-rechnungspreise stellen ein zentrales Instrument zur steuerlichen Gewinnabgrenzung bei grenzüberschreitenden konzerninternen Transaktionen dar und unterliegen dem international anerkannten Fremdvergleichsgrundsatz, welcher die Grundlage für eine marktkonforme Bepreisung konzerninterner Geschäftsvorfälle bildet. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die zunehmende Bedeutung immaterieller Wirtschaftsgüter, die im Zuge der Digitalisierung und Globalisierung ein erhebliches Maß an steuerlicher Planungsunsicherheit mit sich bringen. Die Arbeit beleuchtet eingehend die wesentlichen Prinzipien der OECD-Verrechnungspreisleitlinien sowie deren praktische Ausgestaltung im unionsrechtlichen Kontext und stellt diese der methodischen und normativen Struktur der US-amerikanischen Treasury Regulations gemäß § 1.482 IRC gegenüber. Im Fokus steht dabei insbesondere die Analyse der Standardmethoden, der geschäftsvorfallbezogenen Nettomargenmethode sowie der Gewinnaufteilungsmethoden, wobei Unterschiede in der Funktions- und Risikoanalyse, der Behandlung immaterieller Wirtschaftsgüter, der Doku-mentationsanforderungen und der Streitbeilegungsmechanismen herausgearbeitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der internationalen Steuerpolitik, namentlich der Implementierung von Pillar Two im Rahmen der GloBE-Regelungen und der entsprechenden EU-Richtlinie. Die Arbeit analysiert kritisch, inwieweit diese neuen Regelwerke das bestehende Verrechnungspreissystem ergänzen, substituieren oder in Konflikt mit dem Fremdvergleichsprinzip treten. Ziel der Arbeit ist es, die Implikationen unterschiedlicher Verrechnungspreisansätze für multinationale Unternehmensgruppen aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf rechtssichere Steuerplanung, die Vermeidung von Doppelbesteuerung sowie die administrative Compliance. Dabei wird ersichtlich, dass die unterschiedlichen Ansätze in der Auslegung und Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes erhebliche Herausforderungen für Steuerpflichtige und Finanzverwaltungen mit sich bringen und ein kohärenter internationaler Konsens weiterhin aussteht.
Abstract
(Englisch)
This Master's thesis provides a systematic analysis of transfer pricing regulations in international tax law, with particular focus on the legal frameworks applicable within the European Union and the United States of America. Transfer pricing constitutes a central mechanism for the allocation of taxable profits in cross-border intra-group transactions and is governed by the internationally recognized arm’s length principle, which serves as the benchmark for determining market-conform conditions between associated enterprises. The study is premised on the growing significance of intangible assets, which due to digitaliza-tion and globalization entail substantial tax planning uncertainties. The thesis examines in detail the core concepts of the OECD Transfer Pricing Guidelines and their implementation within the EU context, and contrasts them with the methodologically distinct and normatively structured approach of the U.S. Treasury Regulations under § 1.482 of the Internal Revenue Code. The analysis focuses on traditional transactional methods, the Transactional Net Margin Method, and profit split methods, highlighting differences in functional and risk analyses, the treatment of intangibles, documentation obligations, and dispute resolution mechanisms. A further key component is the examination of recent developments in international tax policy, namely the implementation of Pillar Two under the GloBE rules and their transposition into EU law. The thesis critically evaluates to what extent these new frameworks complement, modify, or potentially conflict with the arm’s length standard. The objective of this research is to assess the practical implications of differing transfer pricing approaches for multinational enterprise groups, particularly with regard to legal certainty in tax planning, the mitigation of double taxation, and compliance with administrative requirements. The findings reveal that divergent interpretations and applications of the arm’s length principle continue to pose substantial challenges for both taxpayers and tax administrations, underscoring the need for greater international alignment.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Verrechnungspreise europäischer Ansatz amerikanischer Ansatz Vergleich amerikanischen und europäischen Ansätze Verrechnungspreise im internationalen Steuerrecht
Schlagwörter
(Englisch)
transfer pricing european transfer pricing US transfer pricing
Autor*innen
Jakob Zissler
Haupttitel (Deutsch)
Verrechnungspreise im internationalen Steuerrecht
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich der amerikanischen und europäischen Ansätze
Paralleltitel (Englisch)
Transfer pricing in the context of international tax law
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative analysis of U.S. and European legal frameworks
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
86, XIV Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dimitar Hristov
Klassifikation
86 Recht > 86.73 Steuerrecht
AC Nummer
AC17610392
Utheses ID
76771
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
