Detailansicht
Die Grazer Doppelwendeltreppe
Integration und Funktion im spätmittelalterlichen Baugefüge der Grazer Burg
Karoline Wagner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Barbara Schedl
DOI
10.25365/thesis.78909
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11504.53066.170547-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Rolle und Einbindung der sogenannten Grazer Doppelwendeltreppe innerhalb des mittelalterlichen Baukomplexes der Grazer Burg systematisch zu untersuchen. Die Grazer Doppelwendeltreppe – aufgrund ihrer beiden immer wieder aufeinandertreffenden Treppenläufe terminologisch korrekt als Zwillingswendeltreppe zu bezeichnen – wurde um 1500 in der Regierungszeit Kaiser Maximilians I. erbaut. Mangelnde Informationen zu ihrer Errichtung sowie die Schleifung angrenzender Trakte der Burg werfen diverse Fragen bezüglich ihrer ursprünglichen Funktion auf, die in der bisherigen Forschungsliteratur nur unzureichend beantwortet wurden. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Versuch, sowohl konkrete Erkenntnisse als auch hypothetische Antworten zu liefern. Ausgangspunkt der Untersuchungen ist daher die detaillierte Bauanalyse der Treppe selbst als primäre Quelle, ergänzt durch die Auswertung historischer Bauaufzeichnungen, diverser bildlicher Darstellungen sowie aktueller Baubefunde und Bestandsuntersuchungen. Besprochen werden unter anderem Aspekte der Repräsentationsfunktion, der Praktikabilität und der außergewöhnlichen technischen Leistung der Konstruktion. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Analyse der Inschriften und Jahreszahlen am Bau, die ein breiteres Verständnis des Kontexts der Errichtung ermöglichen. Ein zentraler Analyseaspekt ist die Verbindungsfunktion der Treppe, für deren Untersuchung ein weitgefasster Blick auf die Umgebung der Burg, ihr Areal und die verschiedenen, zum Teil noch erhaltenen Trakte geworfen wird. Schlussfolgernd lassen sich diverse parallel existierende Ansprüche und Aufgaben, die an die Treppe gestellt werden, annehmen. Die Treppe kann als zentrales Kommunikationselement innerhalb des Baugefüges der Grazer Burg identifiziert werden, doch auch der repräsentative Hintergrund – durch die Umsetzung einer herausragenden technischen Innovation, die nur wenig Vergleichsbeispiele kennt – ist nicht außer Acht zu lassen.
Abstract
(Englisch)
The aim of this thesis is to systematically examine the role and integration of the so-called Grazer Doppelwendeltreppe (Graz double spiral staircase) within the medieval architectural complex of Grazer Burg (Graz Castle). The Grazer Doppelwendeltreppe – terminologically correctly referred to as a twin spiral staircase due to its two intertwining flights of stairs that repeatedly meet – was built around 1500 during the reign of Emperor Maximilian I. A lack of information about its construction and the demolition of adjacent wings of the castle raise various questions about its original function, which have not been adequately answered in the research literature to date. This thesis is an attempt to provide both concrete findings and hypothetical answers. The starting point for the investigations is therefore a detailed analysis of the staircase itself as the primary source, supplemented by the evaluation of historical construction plans, various pictorial representations, recent structural findings, and assessments of the remaining buildings. Among other things, aspects of the staircase's representative function, practicality, and extraordinary technical achievement are discussed. Further attention is paid to the analysis of the inscriptions and dates on the building, which offer deeper insight into the historical context of its construction. A central aspect of the analysis is the role of the staircase as a connective element within the castle, for which a broad view of the castle's surroundings, its grounds, and the various wings, some of which still exist, is taken. In conclusion, it can be assumed that the staircase had to fulfill various parallel functions and requirements. The Grazer Doppelwendeltreppe can be identified as a central element of communication within the structure of Grazer Burg, even though its representative background – resulting from the implementation of an outstanding technical innovation that has few comparable examples – should not be overlooked.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kunstgeschichte Architektur Graz Spätmittelalter Friedrich III. Maximilian I. Zwillingswendeltreppe Grazer Burg Grazer Doppelwendeltreppe Bauanalyse Bauforschung AEIOU Devise Friedrichs III. Grazer Stadtkrone Baugeschichte
Autor*innen
Karoline Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Die Grazer Doppelwendeltreppe
Hauptuntertitel (Deutsch)
Integration und Funktion im spätmittelalterlichen Baugefüge der Grazer Burg
Paralleltitel (Englisch)
The Grazer Doppelwendeltreppe
Paralleluntertitel (Englisch)
integration and function in the late medieval architecture of Graz Castle
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
155 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schedl
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte. Sonstiges ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.60 Baugeschichte. Allgemeines
AC Nummer
AC17602215
Utheses ID
76820
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
