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Hilfeleistung unter Druck
der Einfluss sanitätsdienstlicher Ausbildung auf Hemmschwellen von Polizist*innen
Thomas Größinger
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Risikoprävention und Katastrophenmanagement
Betreuer*in
Barbara Juen
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79276
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11513.47135.337557-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, ob und inwiefern eine sanitätsdienstliche Zusatzqualifikation das Hilfeverhalten von Polizist*innen in medizinischen Notfallsituationen beeinflusst. Insbesondere wird analysiert, ob psychologische Hemmschwellen, wie sie durch den sogenannten Bystander-Effekt beschrieben werden, durch erweiterte medizinische Ausbildung gesenkt werden können. Die Arbeit stützt sich auf einen theoretischen Rahmen, der sozialpsychologische Konzepte wie Verantwortungsdiffusion und Bewertungssorge mit der Selbstbestimmungstheorie kombiniert. Die empirische Grundlage bildet eine quantitative Online-Befragung unter 407 Exekutivbediensteten der Landespolizeidirektion Steiermark. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Polizist*innen mit und ohne sanitätsdienstliche Ausbildung. Erstere berichten von geringeren Hemmschwellen, häufigerem aktiven Eingreifen und einer stärkeren inneren Motivation zur Hilfeleistung. Darüber hinaus wird deutlich, dass sanitätsdienstlich ausgebildete Kräfte in taktischen Einsatzlagen als wirksame Ersthelfende fungieren können, insbesondere dann, wenn reguläre Rettungsdienste aufgrund der Gefahrenlage nicht sofort tätig werden können. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Einbindung polizeispezifischer sanitätsdienstlicher Schulungen wie TECC und TEMS in die Fortbildung von Polizeibediensteten sowohl die Handlungssicherheit als auch die Qualität der Versorgung in Notlagen verbessern kann. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur sicherheitswissenschaftlichen Diskussion über fachübergreifende Qualifikationen im Polizeidienst.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines whether and to what extent additional medical training influences the helping behavior of police officers in medical emergencies. In particular, it analyzes whether psychological barriers, as described by the so-called bystander effect, can be reduced through advanced medical education. The theoretical framework combines social psychological concepts such as diffusion of responsibility and evaluation apprehension with self-determination theory. The empirical basis is a quantitative online survey of 407 police officers from the regional police directorate of Styria. The results show clear differences between officers with and without medical training. Those with additional qualifications report lower psychological barriers, more frequent active intervention, and a stronger intrinsic motivation to provide help. Moreover, the findings suggest that medically trained police officers can act as effective first responders, especially in tactical operations where regular emergency services cannot intervene immediately due to ongoing danger. The results indicate that integrating police-specific medical training programs such as TECC and TEMS into officer education can improve both confidence in taking action and the quality of care in critical situations. This thesis contributes to the broader safety science discourse on interdisciplinary qualification profiles in policing.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sanitätsdienstliche Ausbildung Sanitäter Polizeisanitäter Erste Hilfe Polizei Hemmschwellen zur Hilfeleistung Bystander Effekt taktische Erste Hilfe
Schlagwörter
(Englisch)
First aid Police First responder TCCC TEMS medical training Medic
Autor*innen
Thomas Größinger
Haupttitel (Deutsch)
Hilfeleistung unter Druck
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Einfluss sanitätsdienstlicher Ausbildung auf Hemmschwellen von Polizist*innen
Paralleltitel (Englisch)
Providing aid under pressure
Paralleluntertitel (Englisch)
the influence of medical training on the willingness of police officers to provide first aid
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
XII, 144 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Juen
Klassifikationen
44 Medizin > 44.80 Unfallmedizin. Notfallmedizin ,
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.64 Gruppendynamik
AC Nummer
AC17640834
Utheses ID
76826
Studienkennzahl
UA | 992 | 242 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1