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Untersuchung des Ernährungsverhaltens von StudienteilnehmerInnen im Rahmen der NUMOQUA-Studie mit Fokus auf der Aufnahme von Ballaststoffen und damit verbunden dem Einfluss auf Osteoarthrose
Gabriela Zingerle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78926
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12413.48047.680498-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Die zunehmend ältere und übergewichtigere Bevölkerung stellt das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen, auch im Hinblick auf Osteoarthrose (OA). Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist OA als eine der häufigsten degenerativen Gelenkerkrankungen eines der bedeutendsten globalen Gesundheitsprobleme. Aktuelle Therapieansätze konzentrieren sich auf Symptomlinderung durch Bewegung, Gewichtsreduktion und medikamentöse Behandlungen. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom und damit einhergehend die Ernährung eine Rolle in der entzündlichen Pathogenese der Erkrankung spielen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Darmbarriere stärken und das Wachstum bestimmter Bakterien im Darm fördern, die entzündungshemmende kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) produzieren. Auch der Einsatz von Prä- und Probiotika zeigt vielversprechende Effekte. Ziel: Diese Masterarbeit zielt darauf ab die Ballaststoffaufnahme einer Teilpopulation der NUMOQUA-Studie (Nutrition and movement to improve quality of life with knee osteoarthritis) zu untersuchen mit Fokus auf möglichen Unterschieden bezüglich Menge und Art der aufgenommenen Ballaststoffe zwischen der Kontroll- und der Interventionsgruppe. Methodik: Die NUMOQUA-Studie wurde als prospektive, randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie (RCT) ohne Verblindung im Parallelgruppendesign angelegt. Die insgesamt angestrebte Zielgröße beträgt 60 ProbandInnen im Alter von 50 bis 75 Jahren mit einem Kellgren-Lawrence-Score 1-3. Die untersuchten Daten der Masterarbeit beziehen sich auf den dritten Studiendurchgang mit insgesamt 12 ProbandInnen. Die Daten wurden über einen Zeitraum von acht Monaten mithilfe computergestützter 24-Stunden-Recalls erhoben, wobei jeweils ein 24-Stunden-Recall pro Monat durchgeführt wurde. Weitere Daten stammen aus Messungen mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse zu den Zeitpunkten T0 und T3 der Studie. Ergebnis: Die statistische Auswertung der untersuchen Daten ergab, dass die Interventionsgruppe mit einer durchschnittlichen Aufnahme von 28,5 ± 11,0 g Ballaststoffen pro Tag und einer Ballaststoffdichte von 15,1 ± 4,6 g/1.000 kcal deutlich höhere Werte er-zielte als die Kontrollgruppe mit 20,2 ± 8,3 g/Tag und einer Dichte von 11,5 ± 3,6 g/1.000 kcal. Die Unterschiede zwischen den Gruppen sind statistisch signifikant (p-Wert < 0,001). Die Verteilung von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen lag in beiden Gruppen bei etwa 30 % bzw. 70 %. Dennoch nahm die Interventionsgruppe signifikant mehr lösliche (8,7 ± 3,7 g/Tag vs. 6,5 ± 2,6 g/Tag) und unlösliche Ballaststoffe (19,8 ± 7,7 g/Tag vs. 13,4 ± 5,9 g/Tag) auf. Die Ballaststoffaufnahme blieb in beiden Gruppen den gesamten Erhebungszeitraum weitgehend konstant, wobei die Interventionsgruppe einen leichten nicht signifikanten Rückgang verzeichnete. Zusätzlich zeigte die Interventionsgruppe einen signifikanten Gewichtsverlust von 2,2 ± 1,8 kg und einen Fettverlust von 1,4 ± 2,2 kg, während in der Kontrollgruppe keine nennenswerte Veränderung auftrat. Eine Korrelation zwischen der aufgenommenen Menge an Ballaststoffen und dem Gewichtsverlust lässt sich aufgrund der geringen Stichprobengröße nicht eindeutig belegen, jedoch deuten Trends auf eine mögliche Korrelation hin. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass die angestrebten Maßnahmen in der Interventionsgruppe erfolgreich und eigenständig von den ProbandInnen umgesetzt wurden. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg der Ballaststoffzufuhr und -dichte im Erhebungszeitraum. Diese positive Änderung der Ernährungsweise resultierte mit großer Wahrscheinlich aus gezielter Schulung, Unterstützung der praktischen Umsetzung und regelmäßiger Betreuung durch Fachkräfte. Der Einfluss dieser Ernährungsumstellung auf das OA-Krankheitsbild und das Darmmikrobiom ist mangels Daten unklar, sollte jedoch Bestandteil zukünftiger Forschung sein, um potenzielle neue Therapieansätze entwickeln zu können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ballaststoffe Osteoarthrose Ernährungstherapie Diätologie Prävention Gelenkgesundheit chronische Entzündung Knorpelabbau antiinflammatorische Ernährung Darmmikrobiom Ernährungsintervention Gesundheitsförderung
Autor*innen
Gabriela Zingerle
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung des Ernährungsverhaltens von StudienteilnehmerInnen im Rahmen der NUMOQUA-Studie mit Fokus auf der Aufnahme von Ballaststoffen und damit verbunden dem Einfluss auf Osteoarthrose
Paralleltitel (Englisch)
Investigation of the dietary behavior of study participants within the framework of the NUMOQUA study, with a focus on fiber intake and its associated impact on osteoarthritis
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
VI, 83 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC17603007
Utheses ID
76844
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1