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Geschlechterverhältnisse in den Wiener Stadtbüchern 1395-1421
Tiiti Anja Irmeli Fortelny
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft
Betreuer*in
Christina Lutter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79094
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19208.62467.839548-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Meine Untersuchung beschäftigt sich mit dem Handlungsspielraum von Frauen im Wien des frühen 15. Jahrhunderts im Lichte ihrer Testamente, welche in den Stadtbüchern erhalten sind. Dies ist eine Fortsetzung der Forschungen zur Handlungsfähigkeit von Frauen in Wien, durchgeführt von Carina Siegl (2021) und Leon Pürstinger (2023) für die Jahre 1395-1411. Die vorliegende Untersuchung umfasst die Analyse der in den edierten Bänden der Wiener Stadtbüchern der Jahre 1412 bis Ende 1421 für Frauentestamente und der Jahre 1395 bis 1421 für Männertestamente. Weiters wurden von meinen und der vorhergehenden Untersuchungen der Frauentestamente durchgehende Zeitreihen nach gemeinsamen Kriterien für die Jahre 1395 bis 1421 hergestellt, deren Trends festgestellt und analysiert. Durch eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden wurden die Frauentestamente auf ihre Einzelheiten aufgebrochen und die so gewonnenen Daten kombiniert, analysiert und beschrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Handlungsfähigkeit von Frauen in Wien Anfang des 15. Jahrhunderts groß war. Die Paralleluntersuchung von 1050 von Männern gemachten Testamente zwischen 1395 und 1421 zeigte, dass alle Wiener Einwohner und Einwohnerinnen nicht nur über ihr persönliches Vermögen per Testament frei verfügen konnten, beide Geschlechter konnten in allen gesetzlichen Angelegenheiten vor dem Stadtrat handeln, Frauen wurden darin nicht eingeschränkt. Außerdem stellt die Arbeit fest, dass es ab 1419 starke Indizien für eine Verdrängung von Frauen und Männern in niedrigen Positionen aus den Handlungen vor dem Rat gibt. Diese Entwicklung wird als Anzeichen einer anfänglichen Professionalisierung der Stadtverwaltung gedeutet, mit dem der Verlust der Agency der Frauen einhergegangen sein dürfte.
Abstract
(Englisch)
This research deals with the scope of action available to women in Vienna in the early 15th century in the light of their testaments (last will provisions), which are preserved in the town annals. This is a continuation of the research into women’s agency in Vienna (through the lens of the town annals) by Carina Siegl (2021) and Leon Pürstinger (2023) for the years 1395 to 1411. This study contains the source analysis of women's wills in the edited volumes of the Vienna town annals from 1412 to the end of 1421, along with men's wills from 1395 to 1421. The comparable data from both my own and previous studies covering the years 1395 to 1421 served as the basis for creating continuous timelines, from which trends were identified and analyzed. Using a combination of quantitative and qualitative methods, the women's testaments were categorized in several dimensions. The resulting data were then recombined, analyzed, and described. The results show that women in Vienna had a great deal of legal capacity at the beginning of the 15th century. The parallel study of 1,050 men's wills from 1395 to 1421 showed that all Viennese residents were not only able to freely dispose of their personal assets by will, both sexes were able to act in all legal matters before the city council, and women were not restricted in doing so. Moreover, this study finds strong evidence that starting around 1419 women, and men in low positions were increasingly excluded from their freedom of dealing in legal matters before the town council. This is interpreted as a sign of growing professionalization leading to a more powerful city administration, which would have been the reason for the subsequent loss of agency for women in medieval Vienna.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wiener Stadtbücher 1395-1421 Agency Frauen Testamente letztwillige Verfügungen Mittelalter Spätmittelalter Wien Handlungsfähigkeit Geschlechterverhältnisse
Schlagwörter
(Englisch)
last will provisions Vienna town annals agency women late middle ages testaments gender relations
Autor*innen
Tiiti Anja Irmeli Fortelny
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechterverhältnisse in den Wiener Stadtbüchern 1395-1421
Paralleltitel (Englisch)
Gender relations in the Vienna town annals from 1395 to 1421
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
148 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christina Lutter
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich
AC Nummer
AC17623294
Utheses ID
76961
Studienkennzahl
UA | 066 | 804 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1