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Eine freundschaftliche Beziehung zur Umwelt
der Beziehungsansatz in der Umweltethik
Martin Fitz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Interdisziplinäre Ethik
Betreuer*in
Matthias Beck
DOI
10.25365/thesis.79438
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20180.69038.552968-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der umweltethische Beziehungsansatz begründet die Frage, wie man gut mit der Umwelt umgeht, nicht auf der Vermittlung von objektivem Wissen über ihre Beschaffenheit und Ähnlichkeit zum Menschen und dem daraus abzuleitenden Anspruch an gleichen Rechten. Vielmehr begründet der Beziehungsansatz den guten Umgang mit der Umwelt auf dem subjektiven in Beziehung treten mit der Umwelt, auf einem Hinspüren und Mitfühlen. Auf Basis einer solchen mitfühlenden Beziehung sieht man den Anderen nämlich nicht als Mittel zum Zweck, als Ressource an. Sondern man erblickt in diesem einen Freund und Schicksalsgenossen, mit dem man das Schicksal des In-der-Welt-Seins (vgl. Heidegger 1967 [1927], 52ff.), des Lebens und Sterbens – bzw. bei unbelebten Umweltphänomenen des Entstehens und Vergehens – teilt. Die erste These der Masterarbeit lautet, dass der Beziehungsansatz nicht nur für den Bereich der Tierethik, für welchen er ursprünglich formuliert wurde, sondern auch für die Umweltethik im Allgemeinen angewendet werden kann. Die zweite These ist, dass der Beziehungsansatz keine völlig neue Idee darstellt, sondern schon in jahrhunderte und jahrtausende alten Denktraditionen zu finden ist, wie etwa im Buddhismus, in der Lehre des Franz von Assisi, aber auch in den Philosophien von Buber, Levinas, Lovelock, Margulis und anderen. Die dritte These ist schließlich, dass der Beziehungsansatz einen wichtigen Beitrag leisten kann für das Entwickeln eines umweltethischen Verständnisses im schulischen Ethikunterricht.
Abstract
(Englisch)
The environmental ethical relational approach does not base the question of how to treat the environment well on the transmission of objective knowledge about its nature and its similarity to humans, from which the claim for equal rights would be derived. Instead, the relational approach grounds the proper treatment of the environment in a subjective connection with the environment, in a sense of attunement and empathy. Based on such a compassionate relationship, one does not view the other as a means to an end, as a resource. Rather, one perceives in the other a friend and fellow traveler, with whom one shares the fate of being-in-the-world (cf. Heidegger 1967 [1927], 52ff.), of life and death – or, in the case of inanimate environmental phenomena, of coming into being and passing away. The first thesis of this master thesis is that the relational approach can be applied not only to animal ethics, for which it was originally formulated, but also to environmental ethics in general. The second thesis is that the relational approach is not a completely new idea, but can already be found in centuries- and millennia-old traditions of thought, such as in Buddhism, in the teachings of Francis of Assisi, but also in the philosophies of Buber, Levinas, Lovelock, Margulis, and others. The third thesis is, finally, that the relational approach can make an important contribution to developing an environmental ethical understanding in school ethics education.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ethik Umwelt Achtsamkeit Franz von Assisi Franziskus Cora Diamond Martin Buber Jon Kabat-Zinn Beziehung
Schlagwörter
(Englisch)
Ethics Environment Mindfulness Francis
Autor*innen
Martin Fitz
Haupttitel (Deutsch)
Eine freundschaftliche Beziehung zur Umwelt
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Beziehungsansatz in der Umweltethik
Paralleltitel (Englisch)
A compassionate relationship to the environment
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
100 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Matthias Beck
AC Nummer
AC17670747
Utheses ID
76982
Studienkennzahl
UA | 066 | 641 | |
