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Der Umgang mit und die Rolle der Mehrsprachigkeit an luxemburgischen Grundschulen
ein Vergleich zwischen den 1970er- und den 2010er-Jahren
Jill Groos
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Nicole Gotling
DOI
10.25365/thesis.79147
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20198.64519.397991-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeitsstudie wird untersucht, inwiefern sich der Umgang mit und die Rolle der Mehrsprachigkeit an luxemburgischen Grundschulen von den 1970er- bis in die 2010er-Jahre verändert haben. Das Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, ob und zu welchem Grad sich eine Berücksichtigung der individuellen linguistischen Voraussetzungen im schulischen Alltag erkennen lässt. Das methodische Vorgehen setzte sich aus leitfadengestützten Fokusgruppeninterviews mit jeweils einer Gruppe aus der Region Norden, Süden und Zentrum des Landes zusammen. Die Interviews wurden thematisch nach Braun und Clarke analysiert. Aus den Ergebnissen kann erschlossen werden, dass das mehrsprachige Schulsystem über beide Zeiträume hinweg als normal empfunden wird, jedoch in den 2010er-Jahren das Bewusstsein für sprachliche Vielfalt und individuelle Förderung ansteigt. Die Rolle der Erstsprachen im Unterricht bleibt jedoch marginal und die Umsetzung individueller Förderung wird durch strukturelle Barrieren wie Ressourcenmangel sowie durch das Fortbestehen des monolingualen Habitus der Lehrkräfte eingeschränkt. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders der pädagogische Habitus der Lehrkräfte für einen sensiblen Umgang mit Mehrsprachigkeit entscheidend ist. Die Studie macht deutlich, dass Mehrsprachigkeit kein Defizit und kein Selektionskriterium sein darf, sondern als eine gesellschaftliche Realität gelebt sowie als eine pädagogische Ressource verstanden werden muss.
Abstract
(Englisch)
This Master's thesis examines how the handling and role of multilingualism in Luxembourgish primary schools has changed from the 1970s to the 2010s. The study aimed to establish whether and to what extent individual linguistic needs are recognised in everyday school life. The study employed guided focus group interviews with participants from the northern, southern and central regions. The interviews were analysed thematically according to the Braun and Clarke method. The results show that the multilingual school system was perceived as normal in both time periods, but awareness of linguistic diversity and the amount of individual support increased in the 2010s. Nevertheless, the role of first languages in the classroom remains marginal, and the implementation of personalised support is limited by structural barriers, such as a lack of resources, and the persistence of a monolingual habitus among teachers. The results demonstrate the crucial role of teachers' pedagogical habitus in adopting a sensitive approach to multilingualism. The study makes it clear that multilingualism should not be viewed as a deficit or a selection criteria, but rather as a social reality and a pedagogical resource.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Mehrsprachigkeit Grundschule Luxemburg Mehrsprachiger Unterricht Historischer Vergleich
Autor*innen
Jill Groos
Haupttitel (Deutsch)
Der Umgang mit und die Rolle der Mehrsprachigkeit an luxemburgischen Grundschulen
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich zwischen den 1970er- und den 2010er-Jahren
Paralleltitel (Englisch)
The treatment and role of multilingualism in luxembourgish primary schools
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparison between the 1970s and the 2010s
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
121 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nicole Gotling
AC Nummer
AC17627945
Utheses ID
76988
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
