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Zwischen faschistischem Symbol und Selfie-Spot
das umstrittene Siegesdenkmal in Bozen im sozialen Netzwerk Instagram
Irina Angerer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Marko Demantowsky
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79398
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24464.49314.332559-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ein Attentat mit Sprengstoff, Kranzniederlegungen, Fackelmärsche, Gedenkveranstaltungen: Das faschistische Siegesdenkmal in der italienischen Provinz Bozen ist seit seiner Einweihung im Jahr 1928 über Jahrzehnte hinweg Ausdruck von politischen Grabenkämpfen und des unterschiedlichen kulturellen Gedächtnisses zwischen der deutsch- und italienischsprachigen Bevölkerungsgruppe der Region. Über die Jahre hinweg haben sich verschiedene Denkmalpraktiken etabliert. Gleichzeitig hat sich die Public History- und Denkmalforschung auch dem digitalen Raum geöffnet. Ziel der vorliegenden Masterarbeit, war es deshalb, einen Blick darauf zu werfen, wie das Denkmal im sozialen Netzwerk Instagram dargestellt wird: Welche unterschiedlichen Darstellungen des Siegesdenkmals lassen sich finden? Zu welchen Anlässen, Jubiläen und Daten wurden die Instagram-Beiträge, die das Siegesdenkmal abbilden, geteilt? Welches Geschlecht und Alter haben die Autor*innen der Beiträge, die das Siegesdenkmal abbilden? Woher kommen die Autor*innen der Instagram-Beiträge und welcher Sprachgruppe sind sie zugehörig? Welche Himmelsrichtungen und Perspektiven kommen bei den Instagram- Beiträgen, die das Siegesdenkmal abbilden, besonders häufig vor und welche Teilmotive lassen sich finden? Welche Denkmalpraktiken lassen sich in den Instagram-Beiträgen, die das Siegesdenkmal abbilden, identifizieren? Als Grundlage diente ein digital- ethnografischen Ansatz, im Rahmen dessen 272 Instagram-Beiträge, die 369 Visualisierungen des Siegesdenkmals zeigten, ausgewertet wurden. Die Analyse beinhaltet alle auffindbaren Beiträge bis Ende 2024. Der älteste gefundene Beitrag stammt aus dem September des Jahres 2012. Die Analyse zeigt, dass das Siegesdenkmal vor allem von jungen, männlich gelesenen italienischsprachigen Tourist*innen im Alter von 20 bis 40 Jahren fotografiert, gefilmt und online geteilt wurde, insbesondere die symbolisch aufgeladene Westseite mit Inschrift und Siegesgöttin, häufig zu erwartbaren Anlässen wie Jubiläen oder in den Sommermonaten. Durch eine Bildanalyse nach Panofsky wurde die quantitative Methode mit einem qualitativen Ansatz ergänzt und eine genauere Betrachtung ausgewählter Beiträge ermöglicht.
Abstract
(Englisch)
An explosive attack, wreath-laying ceremonies, torchlight marches, commemorative events: Since its inauguration in 1928, the fascist Victory Monument in the Italian province of Bozen/Bolzano has been a focal point of political conflict and contested memory between the region’s German- and Italian-speaking communities. Over the decades, a variety of commemorative practices have developed around the monument. In parallel, public history and memory studies have increasingly expanded into the digital sphere. This master's thesis examines how the Victory Monument is represented on the social media platform Instagram. The study investigates the following questions: What types of representations emerge? On which occasions or dates are posts shared? What are the gender, age, geographic origin, and linguistic affiliation of the authors? Which photographic perspectives and image details are most frequently used? And finally, what commemorative practices can be identified in the posts? The analysis is based on a digital ethnographic approach, evaluating 272 Instagram posts containing 369 visual representations of the monument, collected up to the end of 2024. The earliest post dates back to September 2012. The analysis reveals that the Victory Monument was primarily photographed, filmed, and shared online by young, male-presenting Italian-speaking tourists aged between 20 and 40 – with a focus on the symbolically charged west side of the monument, featuring the inscription and the goddess of victory, particularly during expected occasions such as anniversaries or the summer months. To complement the quantitative data, Erwin Panofsky’s iconological image analysis was applied to selected posts, enabling a more nuanced qualitative interpretation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Siegesdenkmal Südtirol Bozen Faschistisches Denkmal kollektives Gedächtnis Digitale Ethnografie Digitale Ethnographie Erwin Panofsky Bildinterpretation Instagram
Schlagwörter
(Englisch)
Fascist Monument Victory Monument Bolzano Bozen South Tyrol Italy Instagram
Autor*innen
Irina Angerer
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen faschistischem Symbol und Selfie-Spot
Hauptuntertitel (Deutsch)
das umstrittene Siegesdenkmal in Bozen im sozialen Netzwerk Instagram
Paralleltitel (Englisch)
Between fascist symbol and selfie spot
Paralleluntertitel (Englisch)
the controversial victory monument in Bozen/Bolzano on the social network Instagram
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
134 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marko Demantowsky
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.67 Italien
AC Nummer
AC17669271
Utheses ID
77032
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1