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Lektor:innen als Akteur:innen im literarischen Feld
Raphaela Ritt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Italienisch
Betreuer*in
Waltraud Kolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79104
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26948.48584.869478-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Rolle von Lektor:innen im Entstehungsprozess literarischer Übersetzungen. Dabei wird folgenden Forschungsfragen nachgegangen: Welche Rolle und welche Position haben Lektor:innen im Entstehungsprozess literarischer Übersetzungen inne? Welchen Einfluss üben sie dabei aus und welche Macht(position) kommt ihnen zu? Als theoretischer Rahmen fungiert die Feldtheorie von Pierre Bourdieu, wobei die Konzepte des Feldes, des Habitus und der unterschiedlichen Arten von Kapital im Zentrum stehen. Es wird eine terminologische Abgrenzung der Begriffe Revision und Lektorat vorgenommen und die translationswissenschaftliche Debatte über diese und weitere verwandte Termini erläutert. Neben einer Skizzierung der (historischen wie aktuellen) Praxis des Lektorats im deutschsprachigen Raum erfolgt ein Überblick über wichtige translationswissenschaftliche Studien zur Revision von Fachübersetzungen und zum Lektorat literarischer Übersetzungen. Außerdem wird ein Einblick in den Forschungsstand zum Lektorat in Nachbarsdisziplinen gegeben. Für den empirischen Teil dieser Arbeit wurden fünf leitfadengestützte Interviews mit Lektor:innen aus Österreich und Deutschland geführt, anschließend nach den Richtlinien von Dresing & Pehl (2018) transkribiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse (nach Mayring 2022) ausgewertet. Sowohl das jeweilige Profil der Lektor:innen als auch ihre Schilderungen zur Textarbeit an Übersetzungsliteratur, zu Konflikten und Kommunikationsweisen in der Zusammenarbeit mit Übersetzer:innen sowie zu ihrem beruflichen Selbstbild werden in der Arbeit dargestellt. Die Diskussion der Interviewerkenntnisse im Hinblick auf den Forschungsstand und Bourdieus Feldtheorie ergab, dass die Frage nach Macht und Einfluss der Lektor:innen im literarischen Feld eine Frage der Perspektive ist. Während ihre Negativkompetenz, ihre Rolle in der Programmarbeit und ihre Bedeutung für die verlagsinterne wie externe Kommunikation rund um ein Buchprojekt für eine einflussreiche Position sprechen, lassen der Vorschlagcharakter ihrer Textarbeit und ihre Überzeugungs- und Rechtfertigungsarbeit (bei Verleger.innen, Übersetzer:innen und anderen involvierten Akteur:innen) sie in einer geschwächten Position erscheinen. Die interviewten Lektor:innen verorten sich selbst im Hintergrund und verstehen sich als Unterstützer:innen und Begleiter:innen in der auf Augenhöhe geführten Zusammenarbeit bei der Finalisierung einer literarischen Übersetzung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Lektorat Übersetzungslektorat Literaturübersetzung Lektor:in literarisches Feld Verlagswesen Akteur:in
Autor*innen
Raphaela Ritt
Haupttitel (Deutsch)
Lektor:innen als Akteur:innen im literarischen Feld
Paralleltitel (Englisch)
Editors as agents in the literary field
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
306 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Waltraud Kolb
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17624822
Utheses ID
77098
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 348 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1