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Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit in Luxemburg
Analyse familiärer Erfahrungen im Alltag, in der Schule und in der Gesellschaft
Denise Reding
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Nicole Gotling
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79338
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29576.55840.854887-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In einem mehrsprachigen Land wie Luxemburg spielt die sprachliche Bildung von Kindern sowohl im familiären Alltag als auch im Bildungssystem eine zentrale Rolle. Dabei ist zu beachten, dass die sprachliche Umgebung innerhalb des Landes nicht einheitlich ist, sondern je nach Region oder sozialem Umfeld stark variiert. Besonders Familien mit Migrationshintergrund stehen vor der Herausforderung, mehrere Sprachen gleichzeitig zu fördern und ihren Platz in diesen unterschiedlichen Sprachumgebungen zu finden. Diese Masterarbeit widmet sich der Frage, wie zwei in Luxemburg lebende Familien mit verschiedenen Sprachhintergründen die sprachliche Bildung ihrer Kinder erleben, welche Vorteile, Chancen und Schwierigkeiten sie dabei wahrnehmen und wie sie das luxemburgische Bildungssystem und den gesellschaftlichen Umgang mit Mehrsprachigkeit einschätzen. Die Untersuchung folgt einem qualitativen Forschungsansatz. In beiden Familien wurden Interviews mit jeweils beiden Elternteilen und beiden Kindern im häuslichen Umfeld durchgeführt. Die gesammelten Daten wurden anschließend mittels thematischer Analyse nach Braun und Clarke (2006) ausgewertet. Ziel war es, Einblicke in den konkreten Sprachgebrauch, familiäre Sprachstrategien sowie individuelle Erfahrungen mit dem luxemburgischen Schulsystem und der gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Familien Mehrsprachigkeit grundsätzlich positiv bewerten, aber unterschiedlich damit umgehen. Diese Arbeit macht deutlich, dass sprachliche Bildung in Familien stark von institutionellen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Vorstellungen geprägt ist. Darüber hinaus leisten die Ergebnisse einen Beitrag zur bestehenden Forschung, indem sie aktuelle Einblicke liefern und die bisherige Literatur zu Mehrsprachigkeit und Familiensprachen im luxemburgischen Kontext erweitern. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für Praxis und Forschung, wie zum Beispiel die Notwendigkeit, Familiensprachen stärker im schulischen Alltag zu berücksichtigen und Familien gezielter sprachlich zu begleiten.
Abstract
(Englisch)
In a multilingual country like Luxembourg, the language development of children plays an important role, both in everyday family life and in the education system. It’s important to keep in mind that the linguistic environment within the country is not uniform, but varies greatly depending on the region or social environment. Families with a migrant background in particular face the challenge of promoting several languages at the same time while finding their place within these different linguistic settings. This master’s thesis explores how two families living in Luxembourg with different language backgrounds experience the language education of their children, what advantages and difficulties they see, and how they perceive the Luxembourgish school system and the role of multilingualism in society. The study follows a qualitative research approach. In both families, interviews were conducted with both parents and children in their home environment. The collected data was then analyzed using thematic analysis according to Braun and Clarke (2006). The aim was to gain insights into everyday language use, family language strategies, and personal experiences with the school system and multilingual society in Luxembourg. The results show that both families view multilingualism in a positive way but deal with it differently. This thesis shows that language education in families is strongly influenced by institutional structures and social expectations. In addition, the results contribute to existing research by providing current insights and expanding the existing literature on multilingualism and family languages in the Luxembourg context. The findings offer useful ideas for practice and research, such as the need to better include family languages in schools and to offer families more targeted language support.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mehrsprachigkeit Alltagsintegrierte Sprachförderung Luxemburg Sprachliche Bildung Family Language Policy Sprachhintergründe Familiäre Sprachpraktiken
Autor*innen
Denise Reding
Haupttitel (Deutsch)
Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit in Luxemburg
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse familiärer Erfahrungen im Alltag, in der Schule und in der Gesellschaft
Paralleltitel (Englisch)
Language education and multilingualism in Luxembourg
Paralleluntertitel (Englisch)
analysis of family experiences in everyday life, at school, and in society
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
162 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nicole Gotling
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.31 Spracherwerb ,
81 Bildungswesen > 81.72 Schulische Erziehung
AC Nummer
AC17647262
Utheses ID
77109
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1