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Digitale Misogynie: geschlechterspezifische Dynamiken der Hassrede auf Instagram im Fall von Blake Lively und Justin Baldoni
eine qualitative Inhaltsanalyse des Kommentierungsverhaltens von Nutzer:innen auf Instagram während des Rechtsstreits zwischen Blake Lively und Justin Baldoni mit Fokus auf misogyne Hassrede
Astrid Seitelberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
DOI
10.25365/thesis.79565
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11665.81900.849620-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen digitaler Hassrede mit Fokus auf Misogynie auf der Social-Media-Plattform Instagram. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Kommentierungsverhaltens im Kontext des öffentlich geführten Konfliktes zwischen den Schauspielern Blake Lively und Justin Baldoni. Ausgehend von der Tatsache, dass frauenfeindliche Hassrede im digitalen Raum häufig normalisiert wird und durch das Verdrängen der weiblichen Meinung patriarchale Strukturen verstärkt werden, untersucht die vorliegende wissenschaftliche Arbeit, in welchen Formen und mit welchen Argumentationsmustern und Narrativen geschlechterspezifische Hasskommentare auftreten. Zudem wird im Detail untersucht, inwiefern sich frauenfeindliche Hassrede auf das männliche Geschlecht übertragen kann und wie sie sich in Relation zu öffentlicher Sichtbarkeit manifestiert. Die Analyse basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewählter Instagram-Kommentare, die mithilfe eines deduktiv-induktiven Kategoriensystems ausgewertet wurden. Neben Blake Lively und Justin Baldoni wurden auch deren Ehepartner Ryan Reynolds und Emily Baldoni in die Untersuchung einbezogen, um geschlechterübergreifende Dynamiken digitaler Hassrede sichtbar zu machen. Die Ergebnisse machen eine signifikante Hasskampagne gegen Blake Livley sichtbar, während gegen Justin Baldoni beinahe keine kritisierenden Kommentare geäußert wurden. Misogyne Aussagen reichen dabei von Stereotypisierung bis hin zur Objektivierung sowie Abwertung weiblicher öffentlicher Präsenz. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich frauenfeindliche Hassrede auch auf Männer ausweiten kann, die sich den patriarchalen Geschlechterrollen widersetzen, indem sie eine Frau unterstützen, die sich öffentlich über Ungleichheiten äußert. Die Analyse offenbart zudem, dass sich (misogyne) Hassrede häufig über rhetorische oder moralische Rechtfertigungen tarnt und dadurch gesellschaftliche Anschlussfähigkeit erhält. Somit leistet die wissenschaftliche Arbeit einen Beitrag zur Sichtbarmachung digitaler Geschlechterungleichheit und zeigt, wie strukturelle Misogyne im digitalen Diskurs reproduziert wird und somit patriarchale Strukturen weiter verstärkt.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis deals with the phenomenon of digital hate speech with a focus on misogyny on the social media platform Instagram. The focus is on analyzing commenting behavior in the context of the public conflict between actors Blake Lively and Justin Baldoni. Based on the fact that misogynistic hate speech is often normalized in the digital space and that patriarchal structures are reinforced by suppressing female opinions, this academic work examines the forms, argumentation patterns, and narratives in which gender-specific hate comments occur. In addition, it examines in detail the extent to which misogynistic hate speech can be transferred to the male gender and how it manifests itself in relation to public visibility. The analysis is based on a qualitative content analysis of selected Instagram comments, which were evaluated using a deductive-inductive category system. In addition to Blake Lively and Justin Baldoni, their spouses Ryan Reynolds and Emily Baldoni were also included in the study in order to reveal cross-gender dynamics of digital hate speech. The results reveal a significant hate campaign against Blake Livley, while Justin Baldoni received almost no critical comments. Misogynistic statements range from stereotyping to objectification and devaluation of female public presence. At the same time, it became clear that misogynistic hate speech can also extend to men who oppose patriarchal gender roles by supporting a woman who speaks out publicly about inequalities. The analysis also reveals that (misogynistic) hate speech often disguises itself through rhetorical or moral justifications, thereby gaining social acceptance. Thus, the scientific work contributes to making digital gender inequality visible and shows how structural misogyny is reproduced in digital discourse, thereby further reinforcing patriarchal structure.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Misogynie Hasskommentare in sozialen Netzwerken Blake Lively Justin Baldoni Instagram
Autor*innen
Astrid Seitelberger
Haupttitel (Deutsch)
Digitale Misogynie: geschlechterspezifische Dynamiken der Hassrede auf Instagram im Fall von Blake Lively und Justin Baldoni
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Inhaltsanalyse des Kommentierungsverhaltens von Nutzer:innen auf Instagram während des Rechtsstreits zwischen Blake Lively und Justin Baldoni mit Fokus auf misogyne Hassrede
Paralleltitel (Englisch)
Digital misogyny: gender-specific dynamics of hate speech on Instagram in the case of Blake Lively and Justin Baldoni
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
115 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation. Massenmedien. Allgemeines
AC Nummer
AC17700193
Utheses ID
77197
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
