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Gestalten des Lichts
Figurenzeichnung durch Licht im zeitgenössischen Spielfilm
Katharina Roßboth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Elisabeth Büttner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8573
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30046.34060.601564-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Medium Licht als Mittel der Figurenzeichnung. Nach einer kurzen Beschreibung meiner Motivation zur Themenwahl, weist die Einleitung auf die Relevanz des Lichts in der zeitgenössischen Kultur und im Film hin. Sie beschreibt meine Arbeitsweise und führt mit Worten zur Filmauswahl in die Arbeit ein. Das zweite Kapitel erklärt zunächst, was mit „visuellem Stil“ gemeint ist, und welche wesentlichen Benennungen des fotografischen Lichtstils gebräuchlich sind. Anschließend werden ausgewählte Beleuchtungsmethoden und daraus resultierende Stile vorgestellt, um einen Einblick in die Entwicklung des Filmlichts zu geben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann hier keinesfalls gestellt werden, es soll aber ersichtlich gemacht werden, wie sich die Situation des Filmlichts an Begrifflichkeiten der Malerei orientierend einen Weg bis in die Gegenwart bahnt, und dabei durch neue Entdeckungen von „Kameraautoren“ bereichert wird. Das dritte Kapitel geht detailliert auf den Begriff der „Figurenzeichnung“ ein, der von der Literatur kommend, häufig in der Filmkritik seine Anwendung findet. Faktoren, welche neben dem Licht die Figurenzeichnung im Spielfilm beeinflussen werden beschrieben, und es wird gezeigt, wie aus einer Figur ein Charakter entsteht. Dabei wird ein historischer Blick auf diverse Charaktertheorien gerichtet. Dieses Kapitel beinhaltet des Weiteren die Präsentation einer kleinen Auswahl von figurenspezifischen, klassischen Beleuchtungsarten und macht deren oftmals kodifizierte Wirkungen ersichtlich. An den acht Frauenfiguren des Films 8 FEMMES wird schließlich verdeutlicht, dass Licht nicht nur das Potential besitzt, die Oberfläche einer Figur sichtbar zu machen. Das vierte Kapitel unternimmt eine Zweiteilung der Figurenzeichnung mittels Licht im Spielfilm und veranschaulicht diese anhand von zeitgenössischen Filmbeispielen. Einerseits kann man die Figurenzeichnung durch Licht auf formaler Ebene sehen, das „Zeichnen“ also als rein visuellen Akt begreifen. Figurenzeichnung durch Licht kann andererseits aber auch auf der Ebene des Inhalts stattfinden. Das Kapitel stellt formalen Ausdruck und Inhalt nicht gegenüber, sondern untersucht das Licht anhand zweier unterschiedlicher Herangehensweisen. Die erste Beobachtung nimmt Arnheims Ästhetikbegriff als Grundlage und fragt, inwiefern durch Licht erzeugte Plastizität und Tiefe, Dynamik und Spannung sich bildkompositorisch auf die Figurenzeichnung auswirken. Die Figur des Lukas aus dem Film DIE SIEBTELBAUERN dient dafür als Untersuchungsgegenstand. Die zweite Herangehensweise sieht das Licht als Mittel Figurenzeichnung auf der Ebene der Narration. Sie verdeutlicht das Potential des Lichts, Geschichten zu erzählen und dadurch Figuren zu formen. Hierbei wird das Licht als Leitmotiv der Figur Irene, als Mittel der Visualisierung ihrer Emotionen und der Kreation von Distanz zwischen Figuren im Film HOTEL analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Betrachtung des Lichts als Thema und der Finsternis als eigenständige Gestalt. Ziel der Arbeit ist eine spezifische Thematisierung des Lichts im Spielfilm, um das Medium in seiner Wichtigkeit zu betonen. Des Weiteren wird eine neue Art der Auseinandersetzung mit der Figurenzeichnung vorgestellt. Die Arbeit schließt mit den Kurzinhalten der behandelten Filme. Einige der aufgegriffenen Filmbeispiele liegen in Form einer DVD bei.
Abstract
(Englisch)
The following master thesis deals with light as a means of designing film characters. After a short description of my motivation concerning the subject, the introduction points out the relevance of light in the contemporary art and in film. It describes my way of working, and leads to the main part of the master thesis with some words concerning the choice of the films used in the work. The second chapter specifies the term „visual style“, and describes the general photographic styles of lighting. Afterwards, some selected methods of lighting, and the styles resulting in them are shown. It delivers a survey of the historical development of lighting in films. A claim to be complete cannot be made, but it should become obvious, how the situation of light in films has found its way to the present orientating itself to terms of painting, and adopting new discoveries of the so called „Kameraautoren“. The third chapter deals with the “designing of characters” in a certain way. The term comes from the literature and is often used in film criticism. Factors that have an impact on the designing of characters in feature film, including light, are delineated, and it is shown, how a character is developed out of a simple figure. Furthermore, a historical survey on theories about characters is done. This chapter also includes a presentation of a small choice of figure-specific and classical kinds of lighting and makes evident its often codified expression. Using the example of the eight female figures of the film 8 FEMMES it is shown that light not only has the potential of making actors visible. The fourth chapter shows the two main ways of designing characters by means of light in feature films, and clarifies it with examples of the contemporary film. On the one hand, designing of characters using light can be seen on a formal level, “designing” meaning the pure visual activity here. On the other hand, designing of characters using light can also happen on the level of content. The chapter does not oppose formal expression to content, but it takes a look at light implemented in two different ways. The first focus uses Arnheims concept of aesthetics as basis and asks how plasticity, depth, dynamics and tension created by light reflect the designing of a character in a compositional way. The figure of Lukas of the film DIE SIEBTELBAUERN is the object of investigation. The second focus emphasizes light as an instrument of designing characters on the level of narration. It points out the potential of light telling stories and forming figures through this. Here, the light is analyzed as a leading motive of the figure of Irene, as a resource of visualisation of her emotions and the creation of distance between the characters in the film HOTEL. Another main emphasis lies in the consideration of light as a subject itself, and of darkness as an independent means of expression. The aim is putting an emphasis on the extraordinary importance of the implementation of light in films. Furthermore, a new way of discussion concerning the designing of characters is demonstrated. The master thesis ends with short contents of the used films. Enclosed there is a DVD with some of the mentioned examples of the films.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
light designing of characters contemporary film
Schlagwörter
(Deutsch)
Licht Figurenzeichnung zeitgenössischer Spielfilm
Autor*innen
Katharina Roßboth
Haupttitel (Deutsch)
Gestalten des Lichts
Hauptuntertitel (Deutsch)
Figurenzeichnung durch Licht im zeitgenössischen Spielfilm
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
101 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Büttner
Klassifikation
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC08018322
Utheses ID
7730
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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