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Ökomoderne Hegemonie im österreichischen Klimaschutzdiskurs
Lieselotte Judith Höfler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Marion Löffler
DOI
10.25365/thesis.79268
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20413.79410.611919-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Zentrum der Masterarbeit steht die These der Hegemonie des Diskurses der ökologischen Modernisierung in der österreichischen Klimapolitik. Die These wird erstens aufgestellt, aufgrund der von Wissenschaftler*innen konstatierten internationalen ökomodernen Hegemonie in der Klimapolitik und der Feststellung eines Zusammenhangs zwischen ökomodernen Diskurs und Neoliberalismus, zweitens angesichts der stetigen Neoliberalisierung der österreichischen Gesellschaft seit den 1980ern und drittens vor dem Hintergrund von Michel Foucaults Theorie zu Gouvernementalität, Macht und Diskurs, der folgend ich annehme, dass zivilgesellschaftliche Akteur*innen ihre klimapolitischen Forderungen innerhalb des vorherrschenden Diskurses formulieren, der vorgibt, was als vernünftig und realistisch gilt. Um die aufgestellte These einer ökomodernen Hegemonie in der österreichischen Klimapolitik zu untersuchen, wird in der Masterarbeit nach den Überschneidungen und Differenzen bezüglich ökomoderner Argumentationen und Darstellungsweisen der Akteur*innen auf den Ebenen regierende Entscheidungsträger*innen und soziale Bewegungen gefragt. Hegemonie wird in Anschluss an Antonio Gramsci verstanden. Mit der Methode der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried und Margarete Jäger und einer Topos-Analyse in Anlehnung an die historische Diskursanalyse werden die Deutungen, Lösungsansätze und Topoi zum Thema Klimaschutz von Akteur*innen der letzten Schwarz-Grünen Bundesregierung und von Fridays for Future Austria (FFF) im Zeitraum 2020 bis Anfang 2022 untersucht. Das zentrale Ergebnis der Analysen ist die Feststellung eines ökomodernen Konsenses. Die zwei untersuchten Diskurse basieren auf den gleichen ökomodernen Grundannahmen über Klimaschutz, Ökonomie, Technologie, Natur und Modernität. Akteur*innen von FFF und der Schwarz-Grünen Koalitionsregierung argumentieren beide von den ökomodernen Topoi des wirtschaftlichen Nutzens, des ökonomischen Klimaschutzes, der Kosten und des techno-innovativen Lösungswegs aus. Alternative Darstellungsweisen und Topoi, die ökomoderne Annahmen in Frage stellen, stellen auf beiden Ebenen Randphänomene dar.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ökologische Modernisierung Klimaschutzdiskurs Klimaschutzbewegungen Neoliberalismus
Autor*innen
Lieselotte Judith Höfler
Haupttitel (Deutsch)
Ökomoderne Hegemonie im österreichischen Klimaschutzdiskurs
Paralleltitel (Englisch)
Ecomodern hegemony in the Austrian discourse on climate protection and climate policy
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
117 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marion Löffler
Klassifikation
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC17639833
Utheses ID
77305
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
