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Neural correlates of obsessive-compulsive symptoms in anorexia nervosa
a voxel-based morphometry study across illness stages
Johanna Alissa Wiedenmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
DOI
10.25365/thesis.79646
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20414.09689.230667-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Anorexia nervosa (AN) ist eine komplexe psychiatrische Störung, die häufig mit ausgeprägter Zwangssymptomatik und Veränderungen im Volumen der grauen Substanz einhergeht. Der Zusammenhang beider Aspekte über verschiedene Krankheitsstadien hinweg ist jedoch unklar. Die vorliegende Studie zielte darauf ab, die Beziehung zwischen Zwangssymptomen und dem Volumen der grauen Substanz bei weiblichen Adoleszenten mit AN in unterschiedlichen Krankheitsphasen aufzuklären. Die Zwangssymptomatik wurde mittels des Obsessive-Compulsive Inventory-Revised (OCI-R) bei 121 Teilnehmerinnen erfasst, darunter akut kranke, teilremittierte und vollständig remittierte Patientinnen sowie gesunde Kontrollpersonen. In einer Subgruppe von 109 Teilnehmerinnen wurde das Volumen der grauen Substanz mittels struktureller Neurobildgebung und voxelbasierter Morphometrie analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikant höhere OCI-R-Werte bei akut kranken AN Patientinnen im Vergleich zu allen anderen Gruppen, die sich nicht voneinander unterschieden. Die akut kranken und teilremittierten Patientinnen zeigten untereinander keine Unterschiede im Volumen der grauen Substanz, jedoch Reduktionen in zerebellaren, frontalen, temporalen und subkortikalen Hirnarealen im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Bemerkenswerterweise wiesen die vollständig remittierten Patientinnen keine Unterschiede im Volumen der grauen Substanz zu den Kontrollpersonen auf. Eine explorative Analyse, die die Unterschiede in den Assoziationen zwischen OCI-R-Werten und dem Volumen der grauen Substanz über alle Gruppen hinweg untersuchte, fand ein einzelnes positiv assoziiertes Hirnareal, das sich in allen Gruppen zeigte, während innerhalb der Gruppen unterschiedliche Assoziationen gefunden wurden. Diese Befunde deuten darauf hin, dass Zwangssymptome und hirnstrukturelle Veränderungen bei AN größtenteils vom aktuellen Krankheitsstand abhängen und sich mit anhaltender Remission normalisieren. Die neuronalen Korrelate zwanghaften Verhaltens könnten sich über die Krankheitsstadien hinweg verändern; diese vorläufige Beobachtung ist jedoch durch methodische Mängel limitiert.
Abstract
(Englisch)
Anorexia nervosa (AN) is a complex psychiatric disorder which often encompasses elevated obsessive-compulsive behavior and gray matter volume (GMV) alterations, but it remains unclear how these two aspects interrelate across different illness stages. This study aimed to elucidate the relationship between obsessive-compulsive symptoms and GMV in female adolescents with AN at various illness stages. Obsessive-compulsive symptoms were measured by the Obsessive-Compulsive Inventory-Revised (OCI-R) in a cohort of 121 participants, comprising acutely ill (AI-AN), partially remitted (PR-AN), and fully remitted (FR-AN) AN patients, alongside healthy controls (HC). A subset of 109 participants underwent structural neuroimaging, and voxel-based morphometry was employed to analyze GMV. The results revealed significantly higher OCI-R scores in the AI-AN group compared to all other groups, which did not differ from one another. AI-AN and PR-AN showed no GMV differences between each other, but reductions in cerebellar, frontal, temporal, and subcortical regions compared to HC, while FR-AN notably displayed no GMV differences compared to HC. An exploratory analysis examining differences in associations between OCI-R scores and GMV across groups found a single positively associated region shared by all groups, while distinct patterns of associations were found within individual groups. These findings indicate that obsessive-compulsive symptoms and brain structural alterations in AN are largely state-dependent, tending to normalize with sustained remission. While the neural correlates of obsessive-compulsive behavior potentially shift across illness stages, this preliminary observation is limited by methodological shortcomings.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Anorexia Nervosa Essstörung MRT Voxel-basierte Morphometrie Volumen der grauen Substanz Zwangssymptome Neuroimaging Zwanghaftigkeit
Schlagwörter
(Englisch)
Anorexia Nervosa Eating Disorder MRI Voxel-Based Morphometry GMV Obsessive-Compulsive Symptoms Neuroimaging Compulsivity
Autor*innen
Johanna Alissa Wiedenmann
Haupttitel (Englisch)
Neural correlates of obsessive-compulsive symptoms in anorexia nervosa
Hauptuntertitel (Englisch)
a voxel-based morphometry study across illness stages
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
78 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17716005
Utheses ID
77311
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
