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Spitzname: what's the point?
an exploration of the social significance of nicknames in adulthood
Taylor Rene Dube
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Peter Schweitzer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79485
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21061.77523.832887-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Trotz ihrer Allgegenwärtigkeit haben Spitznamen in der anthropologischen Forschung bislang nur begrenzt Aufmerksamkeit erfahren. Während Vornamen und Nachnamen in Österreich gesetzlich geregelt sind, ist die Verwendung von Spitznamen informell und ungeregelt. Dies lässt eine hohe Flexibilität in ihrer Verwendung und ihren Bedeutungszuschreibungen zu. Die vorliegende qualitative Studie aus dem Zeitraum 2024 bis 2025, untersucht, wie Personen mit Wohnsitz in Wien im Alter von 24 bis 45 Jahren Spitznamen verwenden und inwiefern Namenspraktiken mit Identität, Autonomie, Geschlecht und sozialen Beziehungen verknüpft sind. Basierend auf zehn semi-strukturierten Interviews zeigt die Studie, dass Spitznamen sowohl Werkzeuge für als auch Symbole von Identitätskonstruktionen sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass individuelle Identität grundsätzlich flexibel ist. Diese Flexibilität wird jedoch häufig durch extern zugeschriebene Identitäten („you-identity“) eingeschränkt, welche starr und schwer abzulegen sind. Manchmal, wenn die individuelle Identität mit den extern zugeschriebenen Identitäten nicht übereinstimmt, müssen Individuen diese Widersprüchlichkeiten ausverhandeln. Spitznamen bringen Intimität, Mechanismen sozialer Zugehörigkeit und Ausgrenzung sowie geschlechtsspezifische und kulturelle Normen zum Ausdruck. Indem die Perspektive der Benannten statt der Perspektive der Benennenden in den Mittelpunkt gestellt wird, leistet diese Studie einen neuen Beitrag zur anthropologischen Literatur über Namenspraktiken und Identität und bietet neue Einblicke in die dynamische Konstruktion von Identität in alltäglichen sozialen Interaktionen.
Abstract
(Englisch)
Despite their ubiquity, nicknames have received limited academic attention in anthropological research. While given names and surnames are governmentally regulated in Austria, nicknames are informal and unregulated, resulting in high flexibility on how they are used and what they express. This qualitative study, conducted in Vienna between 2024-2025, explores how Viennese residents aged 24-45 use nicknames and how naming practices engage with concepts of identity, autonomy, gender, and social relationships. Drawing on ten semi-structured interviews, the study reveals that nicknames function as both tools and symbols of identity. The findings suggest that individual identity is flexible, yet this flexibility is often constrained by the difficulty to shed rigidity of externally ascribed identities—which I term the you-identity. At times, when the internally and externally ascribed identities are not aligned, individuals must negotiate conflicting identities. Nicknames serve as markers of intimacy, mechanisms of belonging and exclusion, and expressions of gendered and cultural norms. By centering the experiences of the named rather than the namers, this research contributes to the anthropological literature on naming and identity, offering new insights into the flexibility and construction of identity in everyday social interaction.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Identität Spitznamen Namen Geschlecht Soziale Beziehungen Wien Soziale Identität individuelle Identität you-identity
Schlagwörter
(Englisch)
identity nicknames names gender social relationships Vienna social identity individual identity you-identity
Autor*innen
Taylor Rene Dube
Haupttitel (Englisch)
Spitzname: what's the point?
Hauptuntertitel (Englisch)
an exploration of the social significance of nicknames in adulthood
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
ix, 114 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Schweitzer
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.40 Sozialethnologie. Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.64 Sprache. Kommunikation
AC Nummer
AC17672822
Utheses ID
77325
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1