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Der Einfluss von Unsicherheitsmarkern und digitaler Reife auf die Fehlererkennung in KI-Antworten
Pauline Kristina Marie Schmidt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Arnd Florack
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79585
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21093.53175.936469-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Kontext der zunehmenden Nutzung von auf künstlicher Intelligenz (KI) basierten Sprachmodellen stellt sich die Frage, wie Nutzer*innen mit potenziell fehlerhaften Chatbot-Antworten umgehen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss von sprachlichen Unsicherheitsmarkern sowie individueller digitaler Reife auf Vertrauen und den Umgang mit Chatbot-Antworten zu untersuchen. Insgesamt nahmen 69 Studierende an der Laborstudie teil. Sie erhielten 20 Screenshots von Chatbot-Dialogen, die sich auf ein wissenschaftliches Paper bezogen – jeweils 10 Antworten mit Konjunktivformulierungen (Unsicherheitsmarker) und 10 mit einem allgemeinen Warnhinweis (Kontrollbedingung), wie er im weitverbreiteten Chatbot ChatGPT vorkommt. Jeweils die Hälfte der Antworten enthielten gezielt eingebettete Falschinformationen. Die Teilnehmenden beurteilten die Vertrauenswürdigkeit der Antworten, entschieden, ob sie diese ohne eigene Recherche akzeptierten oder im Original-Paper nachlasen, und bearbeiteten anschließend Fragen zur Vertrauenswürdigkeit der Chatbots und zur eigenen digitalen Reife. Die Ergebnisse zeigen, dass Konjunktivformulierungen im Vergleich zu Warnhinweisen zu signifikant kritischeren Bewertungen der Chatbot-Antworten führten. Auch das Vertrauen in die Chatbots war in der Konjunktiv-Bedingung geringer. Das gewählte Vorgehen zur Fehlerprüfung (Nachlesen im Text oder direkte Übernahme von Chatbot-Antworten) wurde hingegen nicht signifikant beeinflusst. Es zeigte sich weder im linearen gemischten Modell noch in den bivariaten Korrelationen ein signifikanter Zusammenhang zwischen digitaler Reife und der Bewertung der Chatbots. Die Befunde der vorliegenden Arbeit liefern praktische Implikationen für das Design vertrauenswürdiger KI-Systeme und verdeutlichen, wie die sprachliche Gestaltung sowie interindividuelle Unterschiede das Nutzerverhalten beeinflussen können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Psychologie künstliche Intelligenz Digitale Reife KI-Halluzinationen Fake News Trust in Automation
Autor*innen
Pauline Kristina Marie Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss von Unsicherheitsmarkern und digitaler Reife auf die Fehlererkennung in KI-Antworten
Paralleltitel (Englisch)
The influence of uncertainty markers and digital maturity on error detection in AI responses
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arnd Florack
Klassifikation
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17701279
Utheses ID
77337
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1