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The moral limits of markets
on the commodification of the female body
Paula Reihlen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Anni Räty
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79935
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21889.70874.727221-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, ob die sexuellen Kapazitäten von Frauen als marktfähige Güter behandelt werden sollten. Sie unterscheidet zwischen zwei wesentlichen Einwänden gegen Sexarbeit. Intrinsische Einwände, wonach die sexuellen Kapazitäten von Frauen niemals gegen Geld entlohnt werden sollten, und konsequentialistische Einwände, die Sexarbeit ablehnen, weil sie Ausbeutung, Zwang, Stigmatisierung oder Geschlechterungleichheit verursacht. Ich argumentiere, dass keiner dieser Einwände überzeugt. Intrinsische Einwände stützen sich auf umstrittene Vorstellungen über die „Essenz” von Sex, die notwendigerweise mit Intimität oder romantischer Liebe verbunden sei, und können ferner nicht erklären, warum die Kommodifizierung sexueller Arbeit besonders erniedrigend sei oder einen Verlust von Wert impliziert. Konsequentialistische Einwände hingegen führen Schäden an, die weder spezifisch für Sexarbeit sind noch in jedem Fall auftreten; vergleichbare Schäden in anderen prekären oder körperlichen Arbeiten führen in der Regel zu Forderungen nach Regulierung statt zu moralischer Ablehnung. Zusammengenommen deuten diese Argumente darauf hin, dass das moralische Problem nicht in der Kommodifizierung selbst liegt, sondern in ungerechten sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Reformen könnten Märkte für sexuelle Arbeit ermöglichen, die egalitär und feministisch sind und auf der Achtung der Autonomie und Würde der Beteiligten beruhen, während gleichzeitig die Freiheit der Berufswahl gewährt bleibt.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines whether women’s sexual capacities may be treated as marketable goods. It distinguishes between two main strands of objection to sex work. Intrinsic objections, according to which women's sexual capacities should never be exchanged for money, and consequentialist objections, which reject sex work because it causes harm, such as exploitation, coercion, stigma, or gender inequality. I argue that neither objection succeeds. Intrinsic objections rely on contested ideals about an ‘essence’ of sex as necessarily tied to intimacy or romantic love, and they cannot explain why commodifying sexual labor is uniquely degrading or entails a loss of value. Consequentialist objections, meanwhile, cite harms that are neither unique to sex work nor present in every instance of it; and comparable harms in other precarious or bodily labor typically motivate calls for regulation, instead of moral rejection. Taken together, these arguments suggest that the moral problem lies not in commodification itself but in unjust social and economic conditions. Reforms could make possible markets in sexual labor that are egalitarian, feminist, and grounded in respect for the autonomy and dignity of participants, while preserving freedom in occupational choice.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sexarbeit Prostitution Märkte Kommodifizierung
Schlagwörter
(Englisch)
Sex work Prostitution Markets Commodification
Autor*innen
Paula Reihlen
Haupttitel (Englisch)
The moral limits of markets
Hauptuntertitel (Englisch)
on the commodification of the female body
Paralleltitel (Deutsch)
Die moralischen Grenzen von Märkten:
Paralleluntertitel (Deutsch)
über die Kommodifizierung des weiblichen Körpers
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vii, 70 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Anni Räty
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC17737112
Utheses ID
77348
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1