Detailansicht

In touch with the self
the role of contingent affectionate maternal touch for infant interoception
Fanny Elina Rodenkirchen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Stefanie Höhl
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79615
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22978.71371.621125-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Interozeption, die Fähigkeit, interne Körpersignale wahrzunehmen und zu interpretieren, hat aufgrund ihrer Beteiligung an kognitiven Prozessen und ihrer Bedeutung für die psychische Gesundheit zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Theoretische Ansätze betonen die Bedeutung früher taktiler Interaktionen für die Entwicklung der interozeptiven Sensitivität. Insbesondere mütterliche affektive Berührung, da sie Säuglingen dabei helfen soll, externe sensorische Inputs mit ihren internen physiologischen Zuständen zu verbinden und dadurch genauere interne Modelle ihres Körpers zu entwickeln. Eine wichtige Eigenschaft der Berührung könnte ihre Kontingenz sein, also wie gut die Berührung auf den inneren Zustand des Babys abgestimmt ist. Der Zusammenhang zwischen kontingenter, affektiver Berührung und der interozeptiven Sensitivität von Säuglingen war bislang jedoch unerforscht. Die vorliegende Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen kontingenter und nicht-kontingenter affektiver Berührung und der kardialen interozeptiven Sensitivität von Säuglingen im Alter von 9 Monaten (N = 49). Die Analysen ergaben keine signifikanten Zusammenhänge jeweils zwischen den beiden Formen der affektiven Berührung und der kardialen interozeptiven Sensitivität. Entgegen der ursprünglich angenommenen negativen Assoziation für nicht-kontingente Berührung, zeigten interessanterweise beide Berührungsformen einen positiven Trend in ihrer Beziehung zur interozeptiven Sensitivität. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die untersuchten Variablen (affektive Berührung, kardiale interozeptive Sensitivität) möglicherweise distinkte interozeptive Submodalitäten darstellen, die nicht direkt miteinander in Beziehung stehen. Dies unterstützt das wachsende Verständnis der Interozeption als eine Sammlung voneinander unabhängiger Prozesse. Es bedarf zukünftiger Forschung, um die Rolle der affektiven Berührung in der Interozeption besser zu verstehen und so die gesunde Entwicklung von Babys zu fördern.
Abstract
(Englisch)
Interoception, the ability to perceive and interpret internal bodily signals, has gained increasing attention due to its involvement in cognitive processes and implications for mental health. Theoretical accounts highlight the significance of early tactile interactions in the development of interoceptive sensitivity. Especially maternal affectionate touch, as it is proposed to help infants to connect external sensory inputs with their internal physiological states, thereby building more accurate internal models of their body. An important property of touch might be its contingency, meaning how well the touch is attuned to the infant’s internal state. However, the relationship between contingent affectionate maternal touch and infant interoceptive sensitivity is yet to be examined. The present study aimed to investigate the associations between contingent and non-contingent affectionate touch and infant cardiac interoceptive sensitivity at 9 months of age (N = 49). Findings revealed no significant associations for either form of affectionate touch with cardiac interoceptive sensitivity. Interestingly however, both associations revealed a positive trend, contrary to the initially hypothesized negative association for non-contingent touch. These findings suggest that the investigated variables (affectionate touch, cardiac interoceptive sensitivity) might represent distinct interoceptive submodalities that are not directly related. This contributes to the growing understanding of interoception as a collection of separate processes. Future research is necessary to better understand the role of affectionate touch in interoception, thus promoting the healthy development of infants.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Interozeption affektive Berührung Kontingenz Mutter-Säuglings-Interaktion Entwicklung
Schlagwörter
(Englisch)
interoception affectionate touch contingency mother-infant-interaction development
Autor*innen
Fanny Elina Rodenkirchen
Haupttitel (Englisch)
In touch with the self
Hauptuntertitel (Englisch)
the role of contingent affectionate maternal touch for infant interoception
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
30 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Stefanie Höhl
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17715156
Utheses ID
77369
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1