Detailansicht
Geschlechterkonstruktionen im österreichischen Rap
Esther Rainer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Gender Studies
Betreuer*in
Jörg Matthes
DOI
10.25365/thesis.79943
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23545.68970.802916-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit seiner Entstehung vor über 50 Jahren erfreut sich HipHop respektive das musikalische Subgenre Rap weltweiter Beliebtheit und ist schließlich auch in Österreich im Mainstream angekommen und kommerziell erfolgreich. Dank seiner Omnipräsenz erreicht Rap eine breite Zielgruppe und Hörer*innenschaft. Diese ist aufgrund des zentralen Stellenwerts der Texte im Rap umso mehr mit den transportierten Inhalten konfrontiert. Im Wissen um den Einfluss von Musiktexten auf Rezipient*innen hinsichtlich deren Haltungen und Einstellungen rücken Raptexte als Forschungsgegenstand ins Zentrum der Betrachtung. In einem weiterhin als männliche Domäne wahrgenommenes Musikgenre erweisen sich Fragestellungen rund um Geschlechterkonstruktionen als wesentlicher Aspekt. Während es im deutschsprachigen Raum bereits aussagekräftige Analysen von Texten deutscher Rapper*innen im Zusammenhang mit Geschlechterkonstruktionen gibt, konzentriert sich diese Arbeit auf Textmaterial von Rapper*innen aus der österreichischen Musikszene. Hierbei steht deren Darstellung von Geschlechterkonstruktionen im Fokus der Betrachtung. Mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird der Frage nachgegangen, welche Konstruktionen von Geschlechtern in den Texten österreichischer Rapper*innen vorzufinden sind. Nach Diskussion von theoretischen Konzepten von Geschlechtern sowie den Ergebnissen aus dem aktuellen Forschungsstand zeigen die Forschungsergebnisse, dass Männlichkeit(en) primär gemäß des Konzepts der hegemonialen Männlichkeit konstruiert werden: Während sich der Typus der hypermaskulinen Männlichkeit deutlich von anderen abhebt, profitieren andere – alternative – Männlichkeitskonzepte von eben dieser Hegemonie. Die Konstruktionen von Weiblichkeit(en) bewegen sich im Spannungsfeld zwischen männlicher Suppression einerseits und weiblichem Empowerment andererseits. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in Raptexten der österreichischen kommerziell erfolgreichsten Rapper*innen jene Geschlechterkonstruktionen reproduziert werden, welche sich im Genre verankert haben; gleichzeitig konnten Tendenzen aufgezeigt werden, die auf ein Aufbrechen eben dieser gängigen Geschlechterkonstruktionen hinweisen. Die Ergebnisse diese Analyse erlauben zahlreiche Anknüpfungspunkte, um die Geschlechterkonstruktionen im österreichischen Rap weiter zu erforschen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechterkonstruktion Rap HipHop Österreich Männlichkeit Weiblichkeit
Autor*innen
Esther Rainer
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechterkonstruktionen im österreichischen Rap
Paralleltitel (Englisch)
Constructions of gender in Austrian rap
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
90 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten
AC Nummer
AC17738443
Utheses ID
77383
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
