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Sibling rivalry in the brotherhood of arms
the twelfth battle of the Isonzo as the culmination of the Habsburg-German military alliance
Ian Keller Jones
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Tamara Scheer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79181
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23554.63110.729219-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit analysiert die Beziehungen zwischen den österreichisch-ungarischen und kaiserlich-deutschen Armeen im Ersten Weltkrieg, insbesondere während der Zwölften Isonzoschlacht 1917, sowie wie dieses Verhältnis in der Nachkriegszeit in den Werken ehemaliger habsburgischer und deutscher Stabsoffiziere dargestellt wurde. Die bisherige Geschichtsschreibung zum Zweibund im Weltkrieg hat sich vor allem auf die Diplomatie und Bündnispolitik zwischen den Regierungen und Oberkommandos Österreich-Ungarns und des Deutschen Reiches konzentriert und diese Arbeit zielt hingegen darauf ab, die „Arbeitsbeziehungen“ zwischen den beiden Armeen „im Feld“ auf unterer Ebene zu untersuchen, nämlich wie diese beiden Militärinstitutionen bei der Durchführung gemeinsamer Operationen zusammenarbeiteten. Die Zwölfte Isonzoschlacht im Herbst 1917, der erste, groß angelegte Eingriff des deutschen Reichsheeres an der Italienfront als auch die letzte gemeinsame Angriffsoperation der Mittelmächte im Krieg, war ebenso die letzte erfolgreiche Offensive beider Armeen und stellte daher einen bedeutsamen Tops der österreichischen und deutschen Historiographie der Zwischenkriegszeit. Dieser Feldzug dient also als hervorragende Fallstudie für die Entwicklung habsburgischer-reichsdeutscher Militärbeziehungen im Krieg, ihre wesentlichen Merkmale sowie wie ehemalige Offiziere der sogenannten „Waffenbrüderschaft“ diese Phänomen in ihren retrospektiven Werken charakterisierten. Sowohl die „Offiziersgeschichte“ der amtlichen Militärgeschichtsschreibung und Monografien aus der Zwischenkriegszeit als auch die Memoirenliteratur weisen sehr deutliche perspektivische Einschränkungen sowie offensichtliche politische und persönliche Absichten auf und müssen in diesem Zusammenhang sorgfältig analysiert werden. Ebenso spricht die komplexe interne Politik beider Institutionen, nämlich das Zusammenspiel der Interessen zwischen Untergruppen und Einzelpersonen innerhalb und zwischen beiden Armeen, gegen eine allzu vereinfachende Dichotomie von „Österreichern gegen Deutschen.“ Eine Analyse dieser Quellen verdeutlicht jedoch, wie sich die insgesamt sehr ambivalente Natur des Zweibundes – sowohl eng verbunden als auch dysfunktional – in der Arbeitsbeziehung zwischen den beiden Armeen widerspiegelte. Eine bedeutende Integration in organisatorischen und materiellen Angelegenheiten sowie eine enge operative und taktische Koordination zeigten die Fähigkeit der verbündeten Armeen, gemeinsame Operationen erfolgreich durchzuführen. Allerdings untergruben eklatante Unterschiede in der militärischen Leistungsfähigkeit zwischen der österreichisch-ungarischen und der deutschen Armee sowie erhebliche Reibungen in der Befehls- und Kontrollstruktur zwischen ihren Kommandobehörden diese Effizienz immer wieder. Ebenso standen die bekundete Wertschätzung, der gute Wille und die Solidarität zwischen den habsburgischen und deutschen Offizieren im Gegensatz zu gegenseitigem Unverständnis, Ressentiments und Schuldzuweisungen, insbesondere im Hinblick auf die Zuschreibung von Erfolgen und Anschuldigungen für Misserfolge. Somit kann die Zwölfte Isonzoschlacht sowohl als Höhepunkt des Zweibundes als Militärbündnis als auch als zentraler Topos in ihrem „Nachleben” im militärhistorischen Diskurs Österreichs und Deutschlands in der Zwischenkriegszeit angesehen werden.
Abstract
(Englisch)
This thesis analyzes the relationship between the Austro-Hungarian and German armies during the First World War, specifically during the Twelfth Battle of the Isonzo in 1917, as depicted in the postwar works of former Habsburg and German staff officers. Whereas previous scholarship on the wartime Dual Alliance has focused primarily on high-level diplomacy and alliance politics between the Austro-Hungarian and Imperial German governments and high commands, this work aims to explore the lower level working relationship between the two armies “in the field,” namely how these two institutions cooperated to wage joint military operations. The Twelfth Battle of the Isonzo in autumn 1917 was both the first large-scale German intervention on the Italian Front and the last major joint offensive of the Central Powers, as well as the last successful offensive operation of either power, and was consequently a subject of major significance in interwar Austrian and German historiography. This campaign therefore serves as an excellent case study of the wartime evolution of the Habsburg-German military relationship, its essential characteristics, and how former officers in so-called “brotherhood of arms” characterized these phenomena in their retrospective works. Both the interwar “officer history” of official histories and monographs as well as memoir literature exhibit very clear limitations of perspective as well as obvious political and personal agendas and must be analyzed carefully in this context. Likewise, the complex internal politics of both institutions – the interplay of interests between sub-groups and individuals within and between both armies – militates against an overly simplistic dichotomy of “Austro-Hungarians versus Germans.” Nevertheless, an analysis of these sources illuminates how the highly ambivalent nature of the Dual Alliance in general – both close and dysfunctional – was replicated in the working relationship between the two armies. Significant integration in organizational and material affairs, as well as close operational and tactical coordination, demonstrated the capability of the allied armies for effective joint operations. However, glaring disparities in military capability between the Austro-Hungarian and German armies and significant friction in command and control between their command authorities consistently undermined this efficacy. By the same token, professed appreciation, goodwill, and solidarity between Habsburg and German officers contrasted with mutual lack of understanding, resentment, and recrimination, especially with regards to claiming credit for successes and apportioning blame for failures. Thus, the Twelfth Battle of the Isonzo can be seen as both the climax of the Dual Alliance as a military alliance as well as a central topos in its “afterlife” in interwar Austrian and German military-historical discourse.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich-Ungarn Deutsches Reich Erster Weltkrieg Zwölfte Isonzoschlacht k.u.k. Armee Italienfront
Schlagwörter
(Englisch)
Austria-Hungary World War I Imperial Germany Battle of Caporetto Italian Front
Autor*innen
Ian Keller Jones
Haupttitel (Englisch)
Sibling rivalry in the brotherhood of arms
Hauptuntertitel (Englisch)
the twelfth battle of the Isonzo as the culmination of the Habsburg-German military alliance
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
143 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Tamara Scheer
Klassifikation
15 Geschichte > 15.23 Erster Weltkrieg
AC Nummer
AC17633108
Utheses ID
77384
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
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