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Melopsittacus undulatus and the chamber of preference
acceptance of artificial calls and the importance of segment order
Moritz Kasemann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Marisa Höschele
DOI
10.25365/thesis.79287
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26299.70635.356847-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ergebnisse jüngerer Studien zeigen, dass der Gesang von Wellensittichen (Melopsittacus undulatus), ähnlich wie menschliche Sprache, in bedeutungslose Segmente zerlegt werden kann. Mit diesen Segmenten können durch Kombination Sinnvolle Muster gebildet werden. Studien, bei denen Analysetechniken der menschlichen Sprache eingesetzt wurden, ergaben, dass diese Vögel ihre Gesänge ähnlich strukturieren: Konsonanten-ähnliche Laute finden sich häufiger am Anfang von Artikulationen und vokal-ähnlichen Laute häufiger am Ende (Mann et al. 2021). Gutscher et al. (2019) konnten nachweisen, dass sich Wellensittich-Gesänge in kleine Segmente zerlegen lassen, die sich wiederum zur Erzeugung realistischer synthetischer Laute verwenden lassen. Ziel dieser Studie ist es, die auditive Wahrnehmung von Wellensittichen zu bestimmen. 15 Wellensittiche (5 Männchen und 10 Weibchen) aus zwei verschiedenen Kolonien werden in 3 Experimenten getestet, um ihre akustischen Vorlieben zu untersuchen. In Experiment 1 konnten die Vögel zwischen bekannten (eigene Kolonie) und unbekannten (fremde Kolonie) unbearbeiteten Wellensittich-Gesängen wählen. Insgesamt verbrachten die Vögel ähnlich viel Zeit auf jeder Option. Männchen bevorzugten die “Silent” Option (in der keiner der beiden Gesänge abgespielt wurden) gegenüber bekannten, allerdings nicht gegenüber fremden Gesängen. Die Weibchen bevorzugten keine der drei Optionen mehr als die anderen. In Experiment 2 wurde den Vögeln die Wahl zwischen natürlichen und künstlich erzeugten Wellensittich-Gesängen angeboten (basierend auf Gutscher et al., 2019). Männliche Wellensittiche zeigten eine Vorliebe für Stille (Silent). Weibchen hingegen verbrachten mehr Zeit mit künstlichen als mit natürlichen Gesängen. In Experiment 3 konnten die Vögel zwischen künstlichen Gesängen mit einer Wahrscheinlichen (natürlichen) und einer unwahrscheinlichen (zufälligen) Segmentreihenfolge wählen. Die Wellensittiche bevorzugten nicht die wahrscheinliche gegenüber der zufälligen Reihenfolge der Segmente. Sie verbrachten aber signifikant mehr Zeit auf der “silent” Option, bei der keine Laute abgespielt wurden, gegenüber beiden Stimuli-Sets. Die Ergebnisse entsprachen nicht in vollem Umfang den Erwartungen. Die Methode erweist sich aber als geeignet für diese Art von akustischen Präferenz-Experimenten. Die Ergebnisse anderer Studien deuten darauf hin, dass das Problem bei den verwendeten Vögeln liegen könnte - Wahrscheinlich aufgrund von Gewöhnung an diese Art von Experimenten - und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung, insbesondere unter Verwendung neuer, nicht habituierter und naiver Individuen. Die Stimuli für Präferenztests müssen für die Vögel ausreichend interessant sein, damit sie sich auf Experimente wie diese Studie einlassen.
Abstract
(Englisch)
Recent research shows that budgerigar songs, like human language, can be broken down into meaningless segments that form meaningful patterns. Studies using human language analysis techniques found that these birds structure their songs around similar subunits, with consonant-like sounds at the beginning and vowel-like sounds at the end (Mann et al., 2021). Gutscher et al. (2019) demonstrated that budgerigar songs can be broken down into small segments that can be used to produce realistic “budgerigar” sounds by synthesis. The aim of this study is to address the limited understanding of how budgerigar songs work and how they perceive the subunits of their vocalisations, by testing different vocalisation patterns and auditory perception across a series of three experiments. In this study, 15 budgerigars (5 males and 10 females) from two separate colonies were tested across three experiments to examine their acoustic preferences. In Experiment 1, birds chose between familiar (own group) and unfamiliar (other group) unmodified budgerigar songs. Overall budgerigars spent a similar amount of time on each option. Male birds did spend more time on the “silent” condition than on familiar songs but did not show a difference between silence and unfamiliar songs. Females preferred no option over another. Experiment 2 offered a choice between natural and artificially generated budgerigar sounds (based on Gutscher et al., 2019). Male birds listened significantly longer to silence over both stimuli types, but females spent more time with artificial than natural stimuli. In Experiment 3, birds chose between artificial songs with a likely (natural) and an unlikely (randomized) segment order. The birds did not prefer likely over random segment order. They listened significantly longer to silence than both stimulus sets. The results did not fully align with expectations, though the methods remain suitable for testing acoustic preferences. Results of other studies suggest the issue may lie with the birds used – likely due to habituation to these kind of auditory preference experiments – highlighting the need for further research especially using new, non-habituated and naive individuals.The results show, that a preference for familiarity can be overshadowed by neophilia and that artificial sounds can excite curiosity. Preference test stimuli need to be sufficiently interesting for the birds to engage in experiments like this study.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wellensittich Präferenz auditive Wahrnehmung Lautbildungsmuster künstliche Lieder Segment Reihenfolge Syntax
Schlagwörter
(Englisch)
Budgerigar preference auditory perception vocalisation pattern artificial song segment order syntax
Haupttitel (Englisch)
Melopsittacus undulatus and the chamber of preference
Hauptuntertitel (Englisch)
acceptance of artificial calls and the importance of segment order
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
61 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Marisa Höschele
Klassifikationen
42 Biologie > 42.66 Ethologie ,
42 Biologie > 42.83 Aves
AC Nummer
AC17641559
Utheses ID
77405
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
