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Food for thought: cultivating food relations through community urban farming
a comparative study of two community urban farms in Vienna and Singapore
En Xin, Alyssa Kee
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Yvonne Franz
DOI
10.25365/thesis.79830
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26299.74771.847261-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es gibt einen wachsenden akademischen, staatlichen und populären Diskurs, der das gegenwärtige globale Nahrungsmittelsystem kritisiert: als „Lebensmittel von irgendwoher” zu „Lebensmitteln von nirgendwoher” transportiert (Campbell, 2009). Diese Diskurse kritisieren die zunehmende Komplexität der Lieferketten, die Produzenten/Konsumenten sowie Menschen/Nicht-Menschen, die in Nahrungsmittelsysteme geografisch, kognitiv und emotional voneinander distanziert sind. Da Städte üblicherweise als Orte des Lebensmittelkonsums und nicht der Lebensmittelproduktion betrachtet werden, ist diese Distanzierung in städtischen Gebieten besonders ausgeprägt. In vielen Städten haben „Community Urban Farms” (CFs) als Interventionen in die städtischen Lebensmittelbeziehungen entwickelt. Obwohl ihr Umfang, ihre Ambitionen und ihre Dynamik weitreichend sind, werden CFs seit langem hauptsächlich im Hinblick auf ihr Potenzial zur Erzielung urbaner Transformationen erforscht. Dieses Paradigma geht jedoch von einer problematischen Teleologie aus, in der bestimmte städtische (Lebensmittel-) Zukünfte als allgemein wünschenswert angesehen werden. Es besteht daher nach wie vor unzureichendes Wissen über die vielfältigen Entwicklungslinien, die die angestrebten und gelebten Ernährungsbeziehungen von CF-Teilnehmern nehmen können, und darüber, inwieweit CF diese Beziehungen prägt. Diese Studie kombiniert Akteur-Netzwerk-Theorie und Affordanztheorie und analysiert diskursive und gelebte Ernährungsbeziehungen, indem sie die Erfahrungen regelmäßiger Teilnehmer zweier CFs, des WeltTellerFelds in Wien und der Ground-Up Initiative in Singapur, vergleicht. Da sich die Art und Weise, wie Teilnehmer „bessere” Ernährungsbeziehungen konzipieren und leben, als ebenso stark vom gesellschaftlichen Kontext geprägte Entwicklungslinien wie CF herausstellt, entsteht ein breiteres und differenzierteres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen CF und Ernährungsbeziehungen. Die Vielfalt der Ernährungsbeziehungen, die diese Fälle verkörpern, zeigt, wie unzureichend teleologische Ansätze zur Theoriebildung urbaner Ernährungsbeziehungen sind. Sie liefert vielmehr überzeugende Argumente für die theoretischen und praktischen Möglichkeiten, Ernährungsbeziehungen entlang vielfältiger, nichtlinearer Entwicklungslinien zu betrachten.
Abstract
(Englisch)
There is a growing academic, state and popular discourse problematicising the contemporary global food system as one is changing from ‘food from somewhere’ to ‘food from nowhere’ (Campbell, 2009). These discourses critique the ever-increasing complexity of supply chains, which geographically, cognitively and emotionally distances producers/consumers and humans/non-humans entangled in food systems. Since cities are conventionally seen as spaces of food consumption rather than production, such distanciation is particularly prominent in urban areas. Community urban farms (CFs) have developed in many cities as interventions in urban food relations. Though wide-ranging in their scope, ambitions and dynamics, CFs have long been researched largely in terms of their abilities to achieve urban transformations. However, this paradigm assumes a problematic teleology in which specific urban (food) futures are assumed to be universally desirable. There thus remains insufficient knowledge on the multiple trajectories that CF participants’ aspirational and lived food relations might take, or the extent to which CF shapes these relations. Combining actor-network theory and affordance theory, this study analyses discursive and lived food relations by comparing the experiences of regular participants in two CFs, WeltTellerFeld in Vienna and Ground-Up Initiative in Singapore. As the ways in which participants conceptualise and live out ‘better’ food relations are uncovered as trajectories shaped just as much by societal context as CF, a broader and more nuanced understanding of how CF and food relations can interact emerges. The diversity of food relations these cases embody thus demonstrates how teleological approaches to theorising urban food relations are inadequate, instead making a strong case for the theoretical and practical potentialities of thinking about food relations along multiple, non-linear trajectories.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Akteur-Netzwerk-Theorie Affordanztheorie gemeinschaftliche urbane Landwirtschaft vergleichende Urbanistik Diskursanalyse sensorische Ethnographie urbane Ernährungsbeziehungen
Schlagwörter
(Englisch)
actor-network theory affordance theory community urban farming comparative urbanisms discourse analysis sensory ethnography urban food relations
Haupttitel (Englisch)
Food for thought: cultivating food relations through community urban farming
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative study of two community urban farms in Vienna and Singapore
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
126 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Yvonne Franz
Klassifikation
74 Geographie > 74.12 Stadtgeographie. Siedlungsgeographie
AC Nummer
AC17729808
Utheses ID
77407
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
