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Konstruktion von Geschlecht bei Barbara Frischmuth
Dora Babos
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Anna Babka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79172
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26317.65223.455899-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie kann normative Geschlecht(sidentität) dekonstruiert werden? Was passiert, wenn literarische Figuren tradierten Familienverhältnissen eine Absage erteilen und Alternativen zu konventionellen Familien- und Eheverhältnissen vorleben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich folgende Arbeit, indem sie anhand der Generationenromane Einander Kind (1990) und Woher wir kommen (2012) der österreichischen Autorin Barbara Frischmuth jene Instanzen dekonstruiert, die Vorstellungen von Geschlecht, Identität, Körper und Geschlechterrollen erzeugen, verfestigen und/oder aufbrechen. Die literaturwissenschaftliche Analyse ist im theoretischen Rahmen der konstruktivistischen Performativitätstheorie von Judith Butler verortet, die im ersten Teil der Arbeit erläutert wird. Im zweiten Teil werden Verwandtschaftsverhältnisse, Besitz, Macht, Verlust- und Gewalterfahrungen, verfehlte Männlichkeit sowie Vorstellungen von Mutterschaft als identitätsstiftende Instanzen analysiert. Anhand der Neuschreibungen von Mythos und folkloristischen Stoffen sowie einer nichtbinären Performanz von Geschlecht wird gezeigt, dass durch die Dekonstruktion dieser Diskursträger Geschlecht(sidentität) unterwandert und erweitert werden kann. Indem alternative Beziehungskonstruktionen, die auf Kindschaft statt Herrschaft basieren, literarisch vorgelebt werden, eröffnet sich schließlich eine Perspektive jenseits traditioneller, verwandtschaftsbasierter Ordnungen.
Abstract
(Englisch)
How can normative gender (identity) be deconstructed? What happens when literary charac-ters reject traditional family relationships and exemplify alternatives to conventional family and marriage relationships? The following thesis deals with these questions by using the generational novels Einander Kind (1990) and Woher wir kommen (2012) by Austrian author Barbara Frischmuth to deconstruct the instances that create, solidify and/or break up ideas of gender, identity, body and gender roles. The literary analysis is located within the theoretical framework of Judith Butler's constructivist theory of performativity, which is explained in the first part of the thesis. In the second part, kinship relations, possession, power, experi-ences of loss and violence, failed masculinity and ideas of motherhood are analysed as iden-tity-forming instances. Based on the rewriting of myth and folkloric materials as well as a non-binary performance of gender, it is shown that gender (identity) can be subverted and expanded by deconstructing these discourse carriers. By exemplifying alternative literary constructions of relationships that are based on Kindschaft instead of domination, a perspec-tive beyond traditional, kinship-based orders is finally opened up.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Barbara Frischmuth Dekonstruktion Judith Butler Verwandtschaft Generationenroman Kindschaft
Schlagwörter
(Englisch)
Deconstruction Barbara Frischmuth Judith Butler
Autor*innen
Dora Babos
Haupttitel (Deutsch)
Konstruktion von Geschlecht bei Barbara Frischmuth
Paralleltitel (Englisch)
The construction of gender in the works of Barbara Frischmuth
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
100 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17632026
Utheses ID
77409
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1