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Umsetzung von Bürger:innenbeteiligung im Rahmen der Risiko-Governance in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf lokaler Ebene
was funktioniert und warum?
Katrin Fischer
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Risikoprävention und Katastrophenmanagement
Betreuer*in
Florian Rudolf-Miklau
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79849
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27163.67214.410827-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht, wie die Beteiligung von Bürger:innen im Alpenraum im Rahmen der Risiko-Governance bei Naturkatastrophen auf lokaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden kann. Angesichts zunehmender Naturgefahren durch den Klimawandel, einem Paradigmenwechsel zum Katastrophenrisikomanagement und wachsender Erwartungen an präventives Agieren wird ein partizipativer Ansatz im Katastrophenmanagement immer wichtiger. Ziel der Arbeit ist es, Bedingungen und Methoden zu identifizieren, die eine wirkungsvolle Einbindung der betroffenen Bürger:innen ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie muss ein Risiko-Governance Prozess gestaltet sein, um die Beteiligung von Bürger:innen auf lokaler Ebene umzusetzen? Die Arbeit baut auf dem aktuellen Stand der Forschung zu Katastrophenrisikomanagement, Risiko-Governance und partizipativen Prozesse in der Risiko-Governance auf und entwickelt einen theoretischen Rahmen, der die zentralen Bedingungen effektiver Bürger:innenbeteiligung identifiziert. Auf dieser Grundlage analysiert die Arbeit neun Umsetzungsbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, darunter Flussdialoge, Hochwasseraudits, Lawinenkommissionen und Wassergenossenschaften, aber auch Absiedelung. Diese werden anhand der 5Ws - Wozu, Wobei, Wer, Wann, Wie - von Bettina Bachl systematisch von der Autorin untersucht und Schlussfolgerungen getroffen. Die eigenständige Analyse der Umsetzungsbeispiele zeigt, dass Bürger:innenbeteiligung im Risikomanagement entweder als langfristig institutionalisierte Form oder als prozessgebundene Beteiligung erfolgen kann. Erfolgreiche Beteiligung erfordert rechtliche und institutionelle Verankerung, die Beteiligung bleibt aber freiwillig und muss durch transparente Kommunikation, Anreize und Vertrauen gestärkt werden. Bürger:innen können in unterschiedlichen Formen eingebunden werden, wobei ihre Rolle als Wissensträger:innen zentral ist. Um Beteiligung auf Augenhöhe zu ermöglichen, sind Investitionen in den Wissensaufbau notwendig. Die Einbindung erfolgt idealerweise im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Prozesses mit vielfältigen, zielgruppengerechten Methoden. Die Beispiele zeigen, dass es kein universelles Modell gibt, sondern kontextabhängige, flexible Ansätze notwendig sind. Die Autorin der Arbeit entwickelt daraus Empfehlungen und schließt mit einem praxisnahen Leitfaden zur Gestaltung lokaler Beteiligungsprozesse in der Risiko-Governance auf lokaler Ebene ab.
Abstract
(Englisch)
The master’s thesis examines how citizen participation in the Alpine region can be successfully implemented at the local level within the framework of risk governance for natural disasters. Given the increasing natural hazards due to climate change, a paradigm shift towards disaster risk management, and growing expectations for proactive action, a participatory approach in disaster management is becoming increasingly important. The goal of the thesis is to identify conditions and methods that enable effective involvement of the affected citizens. The central research question is: How must a risk governance process be designed to implement citizen participation at the local level? The study builds on the current state of research on disaster risk management, risk governance, and participatory processes in risk governance, and develops a theoretical framework that identifies the central conditions for effective citizen participation. On this basis, the thesis analyses nine practical examples from Germany, Austria and Switzerland, including river dialogues; flood audits; avalanche commissions; water cooperatives; and resettlement. These cases are systematically examined by the author based on Bettina Bachl’s 5Ws framework – Why, What, Who, When, and How – and conclusions are drawn. The independent analysis of the examples shows that citizen participation in risk management can take the form of either long-term institutionalized participation or process-bound involvement. Successful participation requires legal and institutional anchoring but remains voluntary and must be strengthened through transparent communication, incentives, and trust. Citizens can be involved in various ways, with their role as knowledge holders being central. To enable participation on an equal footing, investments in knowledge building are necessary. Ideally, involvement takes place within a multi-stakeholder process using diverse, target-group-oriented methods. The examples demonstrate that there is no universal model; instead, context-dependent, flexible approaches are necessary. The author of the thesis develops recommendations from these findings and concludes with a practice-oriented guide for designing local participation processes within risk governance.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Risiko-Governance Bürger:innenbeteiligung Bürger:innenpartizipation Katastrophenrisikomanagement Risikomanagement
Schlagwörter
(Englisch)
Risk governance citizen participation disasterriskmanagement riskmanagement
Autor*innen
Katrin Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Umsetzung von Bürger:innenbeteiligung im Rahmen der Risiko-Governance in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf lokaler Ebene
Hauptuntertitel (Deutsch)
was funktioniert und warum?
Paralleltitel (Englisch)
Implementation of citizen participation in risk governance in Germany, Austria and Switzerland at the local level
Paralleluntertitel (Englisch)
what works and why?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iv, 81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Florian Rudolf-Miklau
Klassifikation
01 Allgemeines > 01 Allgemeines
AC Nummer
AC17730853
Utheses ID
77429
Studienkennzahl
UA | 992 | 242 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1