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Die Wirkung medialer Berichterstattung über Femizide auf die öffentliche Wahrnehmung von Gewalt gegen Frauen
eine experimentelle Untersuchung zur Rolle von Framing, Emotionalisierung und Victim-Blaming in Qualitäts- und Boulevardmedien
Rosa Greuter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79713
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28099.76740.517615-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit für das Fach Publizistik und Kommunikationswissenschaften beschäftigt sich mit den unterschiedlichen medialen Darstellungsformen von Gewalt gegen Frauen – im Speziellen von Femiziden. Es wird der Unterschied von episodischem und thematischem Framing in Boulevard- und Qualitätszeitungen untersucht. Dabei stehen die emotionalen Reaktionen, Victim-Blaming sowie die strukturellen Gewaltursachen und die Offenheit für Präventionsmaßnahmen im Fokus. Weiters wurde der Faktor Geschlecht als differenzierender Faktor berücksichtigt. Nach der Erhebung des internationalen Forschungsstandes wurde folgende Forschungsfrage aufgestellt: Wie beeinflusst die Berichterstattung über Femizide in Qualitäts- und Boulevardzeitungen die Wahrnehmung von Gewalt gegen Frauen, insbesondere in Bezug auf emotionale Reaktionen, victim-blaming, das Verständnis struktureller Ursachen und geschlechterspezifische Unterschiede? Die Studie wurde anhand einer experimentellen online Umfrage mit vier verschiedenen Stimulusgruppen (n = 191) durchgeführt. Den Teilnehmenden wurden per Zufallsprinzip eine von vier Bedingungen zugewiesen und diese befassten sich dann mit unterschiedlich geframten Zeitungsartikeln, entweder von Boulevard- oder Qualitätszeitungen. Anschließend wurden die abhängigen Variablen mittels standardisierter Skalen erfasst. Am Ende der Umfrage wurden ebenfalls die wichtigsten demografischen Daten erhoben. Ausgewertet wurden die Daten mit dem Statistik Programm R. Anhand deskriptiver Analysen, Varianzanalysen, Effektstärken, Post-Hoc-Tests sowie Regressionsanalysen kam man zu spannenden Outcomes. Die Ergebnisse zeigen, dass thematisches Framing als deutlich struktureller wahrgenommen wurde und auch Victim-Blaming reduzierte. Weiters zeigten Frauen durchgängig stärkere Emotionen, eine höhere Sensibilisierung sowie eine deutlich höhere Präventionsbereitschaft beim Thema Gewalt gegen Frauen – unabhängig vom Medientyp. Für emotionale Reaktionen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Stimulusgruppen. Insgesamt belegen die Ergebnisse, dass sowohl die Form der medialen Berichterstattung als auch individuelle Merkmale - wie das Geschlecht - die Wahrnehmung geschlechtsspezifischer Gewalt wesentlich beeinflussen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Framing-Forschung und zur gesellschaftlichen Diskussion über die mediale Verantwortung im Umgang mit Gewalt gegen Frauen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines different forms of media representation of violence against women – specifically, femicides. The study investigates the distinction between episodic and thematic framing in tabloid and quality newspapers. The focus lies on emotional responses, victim-blaming, the perception of structural causes of violence, and openness to prevention measures. In addition, gender was included as a differentiating factor. Following a review of the international research literature, the central research question was formulated as follows: How does the media coverage of femicides in tabloid and quality newspapers influence the perception of violence against women, particularly regarding emotional responses, victim-blaming, the understanding of structural causes, and gender-specific differences? The study was conducted using an experimental online survey with four different stimulus groups (n = 191). Participants were randomly assigned to one of four conditions and read media articles framed either episodically or thematically, drawn from tabloid or quality newspaper contexts. Afterwards, dependent variables were assessed using standardized scales, and basic demographic information was collected at the end of the survey. Data were analyzed using the statistical software R, applying descriptive statistics, ANOVA, regression analysis, effect sizes, and post-hoc tests. The results show that thematic framing was perceived as significantly more structural and also led to a reduction in victim-blaming. Furthermore, women consistently reported stronger emotional reactions, higher levels of sensitization, and greater willingness to support prevention efforts, regardless of the media type. No significant differences between stimulus groups were found for emotional reactions. Overall, the findings demonstrate that both the form of media coverage and individual characteristics such as gender significantly influence the perception of gender-based violence. This thesis contributes to framing research and the societal discourse on the media's responsibility in reporting on violence against women.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Femizid Medienberichterstattung Gewalt gegen Frauen
Autor*innen
Rosa Greuter
Haupttitel (Deutsch)
Die Wirkung medialer Berichterstattung über Femizide auf die öffentliche Wahrnehmung von Gewalt gegen Frauen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine experimentelle Untersuchung zur Rolle von Framing, Emotionalisierung und Victim-Blaming in Qualitäts- und Boulevardmedien
Paralleltitel (Englisch)
The impact of media coverage of femicides on public perceptions of violence against women
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
79 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17718811
Utheses ID
77456
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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