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Ought we to consider a reallocation of time resources in the employment sector?
Romana Sterrer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophy and Economics
Betreuer*in
Angela Kallhoff
DOI
10.25365/thesis.79704
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29017.67255.691661-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt die normative Frage, ob eine Umverteilung von Arbeitszeit im Beschäftigungssektor in Betracht gezogen werden sollte. Obwohl Arbeitsproduktivität – gemessen an der Leistung pro Person und Arbeitsstunde – im vergangenen Jahrhundert stark gestiegen ist, wurden Arbeitszeitverkürzungen nicht im gleichen Maße umgesetzt, was viele Arbeitnehmende unzufrieden mit ihren aktuellen Arbeitszeitmodellen zurücklässt. Statistische Daten aus Österreich zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Vollzeitbeschäftigten ihre Stunden gerne reduzieren würde – selbst auf Kosten des Einkommens –, während viele Teilzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit erhöhen möchten. Dies weist auf strukturelle Ungleichgewichte in der Verteilung von Arbeitszeit hin. Zur Analyse der moralischen Dimension dieses Problems stützt sich diese Arbeit auf James Griffins Theorie des Wohlbefindens. Besonderes Augenmerk gilt den Bestandteilen von Wohlbefinden (‚Prudential Values‘), die eng mit der Persönlichkeit verknüpft sind sowie den Bedingungen, unter denen diese Werte moralische Verpflichtungen begründen können. Obwohl Prudential Values primär dem individuellen Wohlergehen dienen, können sie normative Bedeutung gewinnen, wenn ihre Verwirklichung gefährdet ist, was in dieser Arbeit im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit untersucht wird. Die Auswertung verbindet Griffins Theorie mit empirischen Daten und kommt zu dem Ergebnis, dass unter bestimmten Bedingungen eine Umverteilung von Arbeitszeit moralisch gerechtfertigt ist. Eine solche Reform könnte zu einer ausgewogeneren Umsetzung von Wohlbefinden beitragen, indem sie Überlastungen von Vollzeitbeschäftigten abmildert und zugleich mehr Sicherheit für prekär Teilzeitbeschäftigte schafft.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis addresses the normative question of whether a reallocation of working time in the employment sector ought to be considered. Although labour productivity – measured in output per person and working hour - has increased substantially over the past century, reductions in working hours have not kept pace, leaving many employees dissatisfied with their current work arrangements. Statistical data from Austria show that a considerable share of full-time employees would like to reduce their hours – even at the cost of income – while many part-time employees wish to increase theirs. This indicates structural imbalances in the distribution of working time. To analyse the moral dimension of this issue, the thesis draws on James Griffin’s theory of well-being. Particular attention is given to the elements of well-being (‘prudential values’) closely tied to personhood and the conditions under which these values may generate moral obligations. While prudential values primarily serve individual well-being, these values may acquire normative significance when their realisation is at risk, which is examined here in the context of employment. The analysis combines Griffin’s theoretical framework with empirical findings and concludes that, under certain conditions, a reallocation of working time can be morally justified. Such reform could contribute to a more balanced realisation of well-being by alleviating the overburden of full-time workers while providing greater security for precariously employed part-time workers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Zukunft der Arbeit Work-Life-Balance Unbezahlte Arbeit Arbeitszeitverteilung Wohlbefinden
Schlagwörter
(Englisch)
Future of Work Work-Life Balance Unpaid Work Distribution of Working Time Well-Being
Autor*innen
Romana Sterrer
Haupttitel (Englisch)
Ought we to consider a reallocation of time resources in the employment sector?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
52 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Angela Kallhoff
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC17718627
Utheses ID
77481
Studienkennzahl
UA | 066 | 642 | |
