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Legal accountability for torture as a war crime
prosecuting members of the Wagner Group for crimes committed in the Ukraine conflict under national and international law
Ernesa Shala
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Human Rights (LL.M.)
Betreuer*in
Ralph Janik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79601
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29737.71716.783465-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die rechtliche Verantwortlichkeit von Mitgliedern der Wagner-Gruppe für die als Kriegsverbrechen begangene Folter während des Ukrainekonfliktes. Es wird untersucht, ob Einzelpersonen unabhängig von einer direkten staatlichen Verbindung zu Russland für solche Verbrechen strafrechtlich verfolgt werden können. Obwohl es zahlreiche Belege für die Beteiligung der Wagner-Gruppe an Folter und anderen internationalen Verbrechen gibt, konzentrieren sich die meisten juristischen und wissenschaftlichen Beiträge auf die staatliche Verantwortung und lassen damit die individuelle strafrechtliche Verantwortlichkeit privater Militärunternehmer:innen weitgehend außer Acht. Diese Arbeit analysiert das Potenzial nationaler Gerichte, insbesondere derjenigen in Afrika, wo die Wagner-Gruppe tätig war, Wagner-Mitglieder nach dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit strafrechtlich zu verfolgen. Durch die Betrachtung der nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen in der Zentralafrikanischen Republik, im Sudan, in Mali, Libyen, Mosambik und Niger zeigt die Arbeit die Unterschiede in der rechtlichen Bereitschaft dieser Länder auf. Darüber hinaus werden die Zulässigkeitshürden vor ukrainischen Gerichten sowie die Einschränkungen der Zuständigkeit internationaler Strafgerichtsbarkeit beleuchtet. Letztendlich kommt die vorliegende Arbeit zu dem Schluss, dass die universelle Gerichtsbarkeit nach wie vor ein gangbarer rechtlicher Weg ist, um Lücken in der Rechenschaftspflicht zu schließen, dass ihre wirksame Anwendung jedoch politischen Willen, rechtliche Harmonisierung und strategische Umsetzung erfordert, insbesondere seitens der afrikanischen Staaten.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the legal accountability of members of the Wagner Group for torture committed as a war crime during the Ukraine conflict. It explores whether individuals can be prosecuted for such crimes independently of direct state attribution to Russia. Although significant evidence exists documenting Wagner Group’s involvement in torture and other international crimes, most legal responses and literature have focused on state responsibility, leaving a gap concerning the individual criminal responsibility of private military contractors. This thesis analyzes the potential of national courts, particularly of those in Africa where Wagner has operated, to prosecute Wagner members under the principle of universal jurisdiction. By examining domestic legal frameworks in the Central African Republic, Sudan, Mali, Libya, Mozambique, and Niger, the thesis highlights the disparities in legal readiness across these jurisdictions. The thesis also evaluates the admissibility challenges faced by Ukrainian courts and the limitations of international tribunal jurisdiction. Ultimately, the thesis argues that universal jurisdiction remains a viable legal pathway to close accountability gaps, but that its effective use requires political will, legal harmonization, and strategic application, particularly by African states.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wagner-Gruppe Private Militärunternehmen PMU Folter Kriegsverbrechen Universelle Jurisdiktion
Schlagwörter
(Englisch)
Wagner Group Private Military Companies PMC Torture War Crimes Universal Jurisdiction
Autor*innen
Ernesa Shala
Haupttitel (Englisch)
Legal accountability for torture as a war crime
Hauptuntertitel (Englisch)
prosecuting members of the Wagner Group for crimes committed in the Ukraine conflict under national and international law
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
ix, 72 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ralph Janik
Klassifikation
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC17702110
Utheses ID
77486
Studienkennzahl
UA | 999 | 079 | |
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