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We do this work for each other
building feminist commons in collaborative housing
Margareta Reljić,
Agata Guńková
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Joshua Grigsby
DOI
10.25365/thesis.79816
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29746.72434.388624-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
“Collaborative Housing”, zu Deutsch oft als genossenschaftlicher oder gemeinschaftlicher Wohnungsbau übersetzt, hat sich als Reaktion auf die Unzufriedenheit mit konventionellem Wohnformen verbreitet, welche zunehmend unerschwinglich und unzugänglich sind. “Collaborative Housing” betont Absichtlichkeit, Teilnahme und Solidarität. Es heißt ebenfalls, dass es zu mehr Gleichstellung führen kann als konventionelles Wohnen, insbesondere hinsichtlich seines Potenzials, Care-Arbeit zu verringern, umzuverteilen und zu gemeinschaftliche – eine Praxis, die als “feminist commoning” konzeptualisiert wird. Allerdings gibt es nur wenige feministische Analysen zu Care-Arbeit in solchen Wohnprojekten. Insbesondere bestehen weiterhin Datenlücken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gender-Identität und die Wahrnehmung von Care-Arbeit, sodass unklar bleibt, inwieweit sie neoliberalisierte Care-Realitäten reparieren und umgestalten. Unsere Masterarbeit befasst sich mit dieser Lücke, indem sie untersucht, wie Care-Arbeit innerhalb von “collaborative housing” Wohnprojekten organisiert, geteilt und gewertet wird. Wir untersuchen, ob die gegenderte Verteilung, Auslagerung und Unterbewertung von Care in solchen Projekten weiterhin repliziert wird, oder ob sie eine Alternative darstellen, welche die Prinzipien des “feminist commoning” widerspiegelt. Zu diesem Zweck haben wir eine qualitative Studie mit Bewohner*innen von gemeinschaftlichen Wohnungsbauprojekten in den Niederlanden und in Dänemark durchgeführt. Wir haben Daten durch Besuche vor Ort, ausführliche Interviews, und kunst-basierte Fokusgruppen gesammelt. Unsere Ergebnisse deuten auf ein Potenzial für “feminist commoning” im Bereich der Care-Arbeit auf drei Ebenen hin: im Haushalt, in der Wohngemeinschaft und in der Nachbarschaft, in der sich diese Wohnprojekte befinden. Dies geschieht durch die Möglichkeiten des Teilens, der Neubewertung und der Umverteilung von Care-Arbeit, für welche solche Wohnprojekte Raum schaffen. Ihr Potenzial, “feminist commoning” zu verkörpern, wird jedoch durch anhaltende Herausforderungen herausgefordert, die dem neoliberalen, kapitalistischen und hetero-patriarchalen System innewohnen, in dem diese alternativen Wohnmikrokosmen funktionieren. Unsere Studie leistet durch ihre feministische Perspektive einen Beitrag zur Forschung über gemeinschaftliche Wohnalternativen und ebnet den Weg dafür, dass diese zu einer realistischen Option für eine fürsorglichere Wohnzukunft werden.
Abstract
(Englisch)
Collaborative housing has proliferated in response to dissatisfaction with conventional housing, which is increasingly unaffordable and inaccessible. Collaborative housing emphasises intentionality, participation, and solidarity. It is argued to be more gender-emancipatory than conventional housing, especially regarding its potential to minimise, redistribute, and collectivise care work, a practice conceptualised as feminist commoning. However, feminist analyses of care work in collaborative housing are sparse. In particular, data gaps remain regarding its effects on gender and the commoning of care, leaving it uncertain to what extent it mends and reshapes neoliberalised caring arrangements. Our thesis addresses this gap by exploring how care work is organised, shared, and valued within collaborative housing. We examine if patterns of gendering, outsourcing and undervaluing care are replicated in collaborative housing, or whether it represents an alternative which reflects the principles of feminist commoning. For this, we conducted qualitative research with collaborative housing projects in the Netherlands and Denmark. We gathered data through site visits, in-depth interviews, and art-based focus groups. Our findings point to a potential for the feminist commoning of care at the three scales of household, collaborative housing community, and the neighbourhood these projects are located within. This happens through the possibilities for sharing, revaluing and redistributing care that collaborative housing projects create space for. However, their potential to embody a feminist commons is nuanced by persistent challenges inherent to the neoliberal, capitalist, and hetero-patriarchal system these alternative housing microcosms operate within. Our study contributes to research on collaborative housing through its feminist approach, paving the way for it to become a viable option for more caring housing futures.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Collaborative Housing Feminist Commoning Care
Schlagwörter
(Englisch)
Collaborative Housing Feminist Commoning Care
Autor*innen
Margareta Reljić ,
Agata Guńková
Haupttitel (Englisch)
We do this work for each other
Hauptuntertitel (Englisch)
building feminist commons in collaborative housing
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
173 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Joshua Grigsby
Klassifikation
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie
AC Nummer
AC17729002
Utheses ID
77494
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
