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Heart over head
highlighting socio-emotional abilities in animal videos to increase mental similarity, self-species overlap and conservation support
Tim Quentin Jacoby
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Sabine Pahl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80256
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29755.70594.428623-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Verlust der Artenvielfalt hat ein kritisches Ausmaß erreicht und mehr als eine Million Arten sind inzwischen durch menschliche Aktivitäten vom Aussterben bedroht. Trotz weit verbreiteter Besorgnis sind die Schutzbemühungen nach wie vor unzureichend, sodass weitere Forschung zu wirksamen Maßnahmen zur Stärkung des Naturschutzes unabdinglich ist. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die wahrgenommene Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tieren Empathie und Unterstützung für Naturschutzinitiativen fördert. Auf der Grundlage des sozialen Ähnlichkeitsmodells von Nijssen et al. (2024) sowie auf Basis von Theorien zu mentaler Ähnlichkeit untersucht diese Studie, ob die Hervorhebung unterschiedlicher Fähigkeiten von Tieren die wahrgenommene mentale Ähnlichkeit zwischen sich selbst und bestimmten Tierarten beeinflusst und ob dies die Unterstützung für Naturschutzmaßnahmen verändert. In einem vorab registrierten, randomisierten Online-Experiment wurden 296 Teilnehmende dazu aufgefordert, sich Videos anzusehen, die die kognitiven, die sozio-emotionalen Fähigkeiten oder das neutrale Verhalten von Elefanten und Rabenvögeln zeigten. Anschließend wurden die mentale Ähnlichkeit, die Verbundenheit zur entsprechenden Tierart sowie die Unterstützung für Naturschutzmaßnahmen gemessen. In Übereinstimmung mit früheren Forschungsergebnissen zeigte die Studie, dass die Teilnehmenden bei allen Variablen ein höheres Engagement für Elefanten als für Rabenvögel aufwiesen. Darüber hinaus verstärkte die Hervorhebung sozio-emotionaler Fähigkeiten die wahrgenommene Verbindung zu beiden Tierarten. Das Ansehen von Videos, die sozio-emotionale Aspekte im Vergleich zu kognitiven Aspekten hervorhoben, führte zu einer höheren Unterstützung für den Artenschutz von Rabenvögeln, jedoch nicht von Elefanten. Mediationsanalysen unter Verwendung von PROCESS zeigten außerdem, dass die wahrgenommene mentale Ähnlichkeit die Verbundenheit zu den beiden Spezies positiv vorhersagte, was wiederum die Unterstützung für den Artenschutz bei Rabenvögeln vorhersagte. Allerdings wurde über alle Modelle hinweg keine konsistente serielle Mediation beobachtet. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer auf artspezifische Wahrnehmungen zugeschnittenen Kommunikationsstrategie für den Artenschutz und betonen den einzigartigen Wert der Hervorhebung der sozio-emotionalen Fähigkeiten von Tieren für bessere Ergebnisse im Artenschutz.
Abstract
(Englisch)
Biodiversity loss has reached critical levels, with over one million species at risk of extinction due to human activities. Despite widespread concern, conservation efforts remain insufficient, necessitating research into effective interventions for increasing conservation support. Prior studies suggest that perceived similarity between humans and animals fosters empathy and support for conservation initiatives. Drawing on the social similarity framework by Nijssen et al. (2024) and theories of mind perception, this study investigates whether highlighting different mental abilities of animals can influence perceived mental similarity, self-species overlap, and conservation support. In a pre-registered, randomized online experiment 296 participants were assigned to watch videos presenting either cognitive abilities, socio-emotional abilities, or neutral behaviour of elephants and corvids. Consequently, mental similarity, self-species overlap, and conservation support were measured including a behavioural donation task involving a real financial incentive. Congruent with previous research, results indicated that participants reported higher species engagement across all variables for elephants compared to corvids. Further, highlighting socio-emotional abilities increased perceived connection with both animals. Viewing socio-emotional compared to cognitive videos led to higher conservation support for corvids but not for elephants, possibly due to pre-existing positive biases toward mammals. Mediation analyses using PROCESS further revealed that perceived mental similarity positively predicted self-species overlap, which in turn predicted conservation support for corvids. However, no consistent serial mediation was observed across models. These findings highlight the importance of tailoring conservation communication strategies to species-specific perceptions and underscore the unique value of highlighting socio-emotional animal abilities in enhancing conservation outcomes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Biodiversitätskrise mentale Ähnlichkeit Verbundenheit zu anderen Spezies kognitive Fähigkeiten von Tieren sozio-emotionale Fähigkeiten von Tieren Artenschutz
Schlagwörter
(Englisch)
biodiversity crisis mental similarity self-species overlap conservation support cognitive animal abilities socio-emotional animal abilities
Autor*innen
Tim Quentin Jacoby
Haupttitel (Englisch)
Heart over head
Hauptuntertitel (Englisch)
highlighting socio-emotional abilities in animal videos to increase mental similarity, self-species overlap and conservation support
Paralleltitel (Deutsch)
Herz über Kopf
Paralleluntertitel (Deutsch)
Hervorhebung sozio-emotionaler Fähigkeiten in Tiervideos zur Steigerung von mentaler Ähnlichkeit, Verbundenheit und Unterstützung von Artenschutzinitiativen
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
50 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sabine Pahl
Klassifikationen
43 Umweltforschung > 43.31 Naturschutz ,
77 Psychologie > 77.91 Ökologische Psychologie
AC Nummer
AC17773206
Utheses ID
77504
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1