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The influence of distractors in picture naming
a quantitative meta-analysis
Katharina Marsic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Allgemeine Linguistik: Grammatiktheorie und kognitive Sprachwissenschaft
Betreuer*in
Jutta Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79220
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29755.76372.611944-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit Jahrzehnten untersucht die Forschung zur Wortproduktion, wie Wörter aus dem mentalen Lexikon abgerufen werden. Eine zentrale Frage ist dabei, ob semantisch verwandte Wörter während des lexikalischen Zugriffs miteinander konkurrieren und so zu einem semantischen Interferenzeffekt führen. Zwei theoretische Ansätze prägen diese Debatte. Die kompetitiven Modelle nehmen an, dass mehrere bedeutungsähnliche Wörter gleichzeitig aktiviert werden und um die Auswahl konkurrieren, welches zu verlangsamten Reaktionszeiten führt. Die nicht-kompetitive Modelle, insbesondere die „Response Exclusion Hypothesis“, lehnen diese Sicht ab. Sie argumentieren, dass das Zielwort unabhängig von anderen aktivierten Wörtern ausgewählt wird und mögliche Interferenzen erst in späteren Phasen, etwa während der Artikulation, entstehen. Zudem wird angenommen, dass gleichzeitig aktivierte Wörter die Verarbeitung sogar erleichtern können. Eine gängige Methode zur Untersuchung dieser Prozesse ist das Bild-Wort Interferenz Paradigma. TeilnehmerInnen benennen ein Bild, zum Beispiel Löwe, und ignorieren dabei ein Ablenkerwort, welches entweder semantisch verwandt (Zebra) oder unverwandt (Buch) ist. Einige Studien finden Interferenz, andere Erleichterung, obwohl ähnliche Methoden verwendet wurden. Auch wurde untersucht, ob nicht-sprachliche Ablenker, wie Geräusche oder Bilder vergleichbare Effekte auslösen. Die kompetitiven Modelle werten Interferenz als Beleg für lexikalischen Wettbewerb, während die „Response Exclusion Hypothesis“ annimmt, dass nur Wörter über einen Antwortpuffer stören und es deshalb zur Interferenz kommt. Weiters nehmen sie an, dass nichtsprachliche Reize unter anderen Mechanismen verarbeitet werden. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde eine Meta-Analyse durchgeführt, um zu untersuchen, ob der semantische Interferenzeffekt von der Art des Ablenkers abhängt. Konkret wurde untersucht, ob semantisch verwandte nichtsprachliche Ablenker ebenfalls semantische Interferenz auslösen können oder ob dieser Effekt ausschließlich durch Wort-Ablenker hervorgerufen wird. Zusätzlich wurde geprüft ob semantischer Erleichterungseffekt beobachtbar ist. Die Ergebnisse zeigen, dass Wort-Ablenker signifikante Interferenzeffekte hervorrufen, Geräusche und Bilder aber nicht. Auch ein Erleichterungseffekt wurde nicht gefunden. Obwohl die Befunde mit beiden Modellen vereinbar sind, wird keines vollständig gestützt. Bisher hat keine Studie alle drei Ablenkerarten direkt miteinander verglichen. Der fehlende Effekt bei Geräusch und Bild könnte mir der geringen Anzahl verfügbarer Studien in diesem Bereich zusammenhängen. Die Ergebnisse leisten dennoch einen Beitrag zur theoretischen Debatte und unterstreicht den Bedarf an weiterer Forschung zu nichtsprachlichen Ablenker.
Abstract
(Englisch)
For decades, research in word production has examined how words are retrieved from the mental lexicon. A central issue is whether semantically related words compete during lexical access, causing semantic interference. Two major theoretical accounts frame this ongoing debate. Competitive models assume that multiple related words are activated simultaneously and compete for selection, with the most strongly activated word ultimately being selected. This competition slows down the selection process, resulting in longer response times, a phenomenon known as semantic interference. In contrast, non-competitive models, particularly the Response Exclusion Hypothesis, reject this view. They argue that the target word is selected independently of other activated items and that interference might arise only during articulation. Moreover, they suggest that co-activated words may even facilitate processing, resulting in semantic facilitation. A common method to investigate these processes is the picture-word interference task, in which participants name a picture, for example lion, while ignoring a distractor word that is either semantically related, zebra, or unrelated, book. Some studies find interference, others facilitation despite using similar methods. Researchers have also asked whether non-verbal distractors such as sounds and pictures produce similar effects. Competitive models interpret any interference as support for lexical competition. In contrast, the Response Exclusion Hypothesis claims that only word distractors interfere via a response buffer, while non-verbal stimuli involve different non-lexical mechanisms. This thesis presents a meta-analysis examining whether semantic interference depends on different types of distractors. Specifically, whether semantically related non-verbal distractors can elicit semantic interference or whether this effect is exclusive to word distractors. It also investigated whether semantic facilitation occurred. The results showed that only word distractors produced significant interference effects; sounds and pictures did not. No facilitation effect was observed. While some aspects of the findings align with both models, neither account is fully supported. To date, no study has directly compared all three distractor types. The absence of effects for non-verbal distractors might reflect the limited number of available studies using sounds and pictures. Nevertheless, the findings therefore contribute to the ongoing debate and highlight the need for further research on non-lexical distractors.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
semantischer Interferenzeffekt lexikalischer Zugriff lexikalischer Wettbewerb Bildbenennung Meta-Analyse
Schlagwörter
(Englisch)
semantic interference effect lexical access lexical competition picture naming meta-analysis
Autor*innen
Katharina Marsic
Haupttitel (Englisch)
The influence of distractors in picture naming
Hauptuntertitel (Englisch)
a quantitative meta-analysis
Paralleltitel (Deutsch)
Der Einfluss von Ablenkern beim Bildbenennen
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine quantitative Meta-Analyse
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
62 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jutta Müller
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.30 Psycholinguistik. Allgemeines
AC Nummer
AC17637092
Utheses ID
77507
Studienkennzahl
UA | 066 | 867 | |
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