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Statusempfinden Dolmetschstudierender unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht
Lisa Jessenitschnig
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Sonja Pöllabauer
DOI
10.25365/thesis.79224
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29773.67555.417581-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es herauszufinden, welchen Status Dolmetschstudierende sich selbst und professionellen Dolmetschenden zuweisen und was ihre jeweiligen Gründe dafür sind. Zu diesem Zweck wurden sieben Interviews mit Dolmetschstudierenden der Universität Wien durchgeführt. Bei den Studierenden handelte es sich um vier weibliche Studierende, darunter zwei mit dem Schwerpunkt Konferenzdolmetschen und zwei mit Dialogdolmetschen, und drei männliche Studierende, darunter zwei mit dem Schwerpunkt Konferenzdolmetschen und einer mit Dialogdolmetschen. Es wurden halb-offene problemzentrierte Interviews durchgeführt, die jeweils 20 bis 45 Minuten dauerten und sich an einen zuvor festgelegten Leitfaden hielten. Dieser stützte sich auf die im Vorhinein erarbeiteten theoretischen Grundlagen, worunter die Definitionen von Status, Prestige und Image in ihren historischen Entwicklungen fielen. Außerdem wurden die Begriffe voneinander abgegrenzt und der Status des Dolmetschens und der Dolmetschenden im Laufe der Geschichte besprochen. Der gegenwärtige Status und welche Rolle das Geschlecht in diesem Zusammenhang spielt wurden ebenso thematisiert. Dazu wurden aktuelle Studien aus der Dolmetschwissenschaft vorgestellt, die den Einfluss des Geschlechts auf das Statusempfinden Dolmetschender untersuchen. Außerdem wurde die Feminisierung der Arbeit und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft erörtert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Statusempfinden Dolmetschstudierender großteils mit jenem von professionellen Dolmetschenden deckt. Sie selbst weisen dem Dolmetschen eine große Bedeutung zu, glauben jedoch nicht, dass die Gesellschaft dies im gleichen Maße tut. Sie ordnen das Konferenzdolmetschen am höchsten ein, gefolgt vom Dialogdolmetschen und dem Übersetzen. In Bezug auf den Einfluss von Geschlecht unterscheiden sich die Antworten der Studierenden von jenen professioneller Dolmetschender. Die Studierenden sehen ihr jeweiliges Geschlecht überwiegend neutral oder positiv und weisen der individuellen Persönlichkeit den größten Einfluss zu. Dennoch gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede, die jedoch vorwiegend den männlichen Studierenden auffallen. Dabei wird eine bessere Behandlung im Beruf durch Kundschaften (von jenen, die bereits Arbeitserfahrung haben) oder ein Vorteil im Unterricht durch die Auffälligkeit der Männer aufgrund ihrer Unterzahl genannt.
Abstract
(Englisch)
The aim of this master’s thesis is to explore the status interpreting students assign to themselves and to professional interpreters, as well as their respective reasons for doing so. For this purpose, seven interviews were conducted with interpreting students at the University of Vienna. The participants included four female students—two specializing in conference interpreting and two in dialogue interpreting—and three male students—two specializing in conference interpreting and one in dialogue interpreting. Semi-structured, problem-centered interviews were carried out, each lasting between 20 and 45 minutes, following a previously established interview guide. This guide was based on the theoretical foundations developed beforehand, including definitions of status, prestige, and image in their historical development. Furthermore, the concepts were distinguished from one another, and the status of interpreting and interpreters throughout history was discussed. The current status and the role of gender in this context were also addressed. To this end, recent studies in interpreting studies were presented that examine the influence of gender on interpreters’ perception of status. In addition, the feminization of the profession and its impact on society were explored. The results show that interpreting students’ perception of status largely coincides with that of professional interpreters. They themselves assign great importance to interpreting but do not believe that society values it to the same extent. They rank conference interpreting highest, followed by dialogue interpreting and then translation. Regarding the influence of gender, the students’ responses differ from those of professional interpreters. The students generally perceive their own gender as neutral or positive, attributing the greatest influence to individual personality. Nevertheless, there are gender-specific differences, which are mainly noted by the male students. These include better treatment in the workplace by clients (among those who already have professional experience) or an advantage in the classroom due to men standing out as a minority.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Status des Dolmetschens Status von Dolmetschenden Status von Studierenden Geschlecht Selbstwahrnehmung Konferenzdolmetschen Dialogdolmetschen geschlechtsspezifische Unterschiede
Schlagwörter
(Englisch)
status of interpreting status of interpreters status of students gender self-perception conference interpreting dialogue interpreting community interpreting gender-specific differences
Autor*innen
Lisa Jessenitschnig
Haupttitel (Deutsch)
Statusempfinden Dolmetschstudierender unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht
Paralleltitel (Englisch)
The perception of status among interpreting students with special regard to gender
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
152 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Pöllabauer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17637358
Utheses ID
77510
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
