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Walking through coloniality
narratives of colonial heritage in guided tours of Copenhagen and Madrid
Daniel Lucas Viana Santos
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Henrik Reeh
DOI
10.25365/thesis.79739
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10791.88228.784349-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In verschiedenen europäischen Städten sind die koloniale Erinnerung und ihr Erbe zu einem Streitthema geworden. Soziale Akteure beteiligen sich an Debatten und Praktiken wie dem Sturz von Statuen, der Neuinterpretation von Denkmälern und der Rückführung von Artefakten. In diesem Kontext fungiert die Stadtlandschaft sowohl als Zeuge als auch als Unterstützung zeitgenössischer Praktiken des Gedenkens und der Erinnerungsbildung. Stadtrundgänge gelten in diesem Zusammenhang als eine dieser Praktiken: performative Akte, die Versionen der Vergangenheit erzählen und spezifische Vorstellungen von Stadt- und Nationalgeschichte fördern. Während die vielfältigen Auswirkungen des Tourismus auf Städte umfassend untersucht wurden, ist die Forschung zu seiner Auseinandersetzung mit dem kolonialen Stadterbe nach wie vor begrenzt. (Adu-Ampong & Berg, 2024; Kølvraa & Knudsen, 2020). Diese Forschung befasst sich mit dieser Lücke mit der folgenden Frage: Inwieweit und auf welche Weise setzen sich kostenlose Stadtrundgänge in Kopenhagen und Madrid mit Narrativen und Räumen im Zusammenhang mit dem Kolonialismus auseinander? Die Studie verfolgt den Ansatz der Dekolonialität als zentralen erkenntnistheoretischen Rahmen und hinterfragt eurozentrische Wissenstraditionen (A. Escobar, 2007; Quijano, 2007). Sie stützt sich dabei auf kritische Kulturerbestudien, vergleichenden Urbanismus und Gedächtnisstudien. Methodisch kombiniert sie räumliche Kartierung mit narrativ-performativer Analyse, basierend auf teilnehmender Beobachtung und halbstrukturierten Interviews mit Reiseleitern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass koloniale Erinnerungen in beiden Städten weitgehend verdrängt bleiben, was eine umfassendere „Kolonialität der Erinnerung“ widerspiegelt (Tlostanova, 2017). Indem die Arbeit Kulturerbe und Tourismuspraktiken als Schauplätze der Erinnerungspolitik in den Vordergrund stellt, verdeutlicht sie, wie koloniale Abwesenheiten europäische Stadtnarrative bis heute prägen.
Abstract
(Englisch)
Across different European cities, colonial memory and its legacies have become themes of dispute. Social actors have engaged in debates and practices such as the toppling of statues, the reinterpretation of monuments and the repatriation of artifacts. In this context, the urban landscape functions both as witness and support to contemporary practices of commemoration and memory-making. In this context, walking tours are seen as performative acts that narrate versions of the past and foster specific imaginaries on urban and national history. While the multiple tourism’s impacts on cities have been widely studied, research on its engagement with colonial urban heritage remains limited. (Adu-Ampong & Berg, 2024; Kølvraa & Knudsen, 2020). This research addresses this gap with the following question: To what extent and in what ways do free walking tours in Copenhagen and Madrid engage with narratives and spaces related to colonialism? The study adopts decoloniality as its main epistemological framework, challenging Eurocentric traditions of knowledge (A. Escobar, 2007; Quijano, 2007), drawing on critical heritage studies, comparative urbanism, and memory studies. Methodologically, it combines spatial mapping with narrative-performative analysis, based on participant observation and semi-structured interviews with tour guides. The findings indicate that colonial memories remain largely repressed in both cities, reflecting a broader “coloniality of memory” (Tlostanova, 2017). By foregrounding heritage and tourism practices as arenas of memory politics, the thesis highlights how colonial absences continue to shape European urban narratives.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Stadtrundgänge städtisches Erbe Tourismus Kolonialität
Schlagwörter
(Englisch)
Walking Tours Heritage Tourism Coloniality
Autor*innen
Daniel Lucas Viana Santos
Haupttitel (Englisch)
Walking through coloniality
Hauptuntertitel (Englisch)
narratives of colonial heritage in guided tours of Copenhagen and Madrid
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
104 Seiten, 14 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Henrik Reeh
Klassifikation
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie
AC Nummer
AC17721303
Utheses ID
77534
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
