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Verbrechen gegen die Menschlichkeit
eine vergleichende Analyse der nationalen und internationalen Rechtsrahmen
Victoria Hinteregger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Wessely
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79380
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11772.85421.225167-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind ausgedehnte oder systematische Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Die Arbeit ordnet diese Delikte im internationalen Recht ein und prüft, wie sie in Österreich umgesetzt und angewendet werden. Ausgangspunkt ist Art 7 des Rom Statuts mit den zentralen Merkmalen: Angriff gegen die Zivilbevölkerung, Ausgedehntheit bzw. Systematik, Politikelement, subjektive Anforderungen sowie Zurechnung einschließlich der Verantwortung von Vorgesetzten. Die Auslegung wird anhand maßgeblicher Entscheidungen von IMT, ICTY, ICTR und IStGH dargestellt. Für Österreich werden die §§ 321a–321i StGB, die Unverjährbarkeit (§§ 57, 59 StGB) und die internationale Zuständigkeit (§ 64 StGB) untersucht. Der Vergleich zeigt: Die wesentlichen internationalen Standards sind im Kern übernommen, und das Recht ermöglicht eine Verfolgung auch von Auslandstaten. In der Praxis bestehen jedoch Hürden: Es braucht ausreichend spezialisierte Kapazitäten in Ermittlungs und Staatsanwaltschaftsbehörden, belastbare Standards für Beweissicherung und Dokumentation in komplexen Lagen, funktionierende internationale Kooperation und einen wirksamen Opferschutz. Aus den dargestellten Überlegungen ergibt sich, dass die Anwendung des § 321a StGB in Österreich durch klarere Leitlinien (insbesondere zu den Kriterien Angriff, Politikelement und Zurechnung) präzisiert werden sollte. Zudem erscheint es sinnvoll, spezialisierte Einheiten in Ermittlungs- und Anklagebehörden zu stärken sowie einheitliche Standards für Beweisaufnahme und internationale Kooperation zu etablieren. Auch die konsequente Nutzung der universellen Zuständigkeit und der bestehenden Rechtshilfeinstrumente würde die Verfolgungspraxis erleichtern. Auf diese Weise könnte die österreichische Umsetzung stärker an den internationalen Maßstäben ausgerichtet und die Bearbeitung komplexer Verfahren verbessert werden. Insgesamt zeigt die Arbeit damit konkrete Ansatzpunkte, wie eine wirksamere Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf nationaler Ebene unterstützt werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Verbrechen gegen die Menschlichkeit Rom-Statut
Autor*innen
Victoria Hinteregger
Haupttitel (Deutsch)
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Analyse der nationalen und internationalen Rechtsrahmen
Paralleltitel (Englisch)
Crimes against humanity
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative analysis of national and international legal frameworks
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
77 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Wessely
Klassifikation
86 Recht > 86.40 Internationales Strafrecht. Internationales Strafprozessrecht
AC Nummer
AC17653352
Utheses ID
77567
Studienkennzahl
UA | 066 | 997 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1